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Göttingen Werden Migrationswissenschaftler von Politik und Gesellschaft gehört?
Campus Göttingen Werden Migrationswissenschaftler von Politik und Gesellschaft gehört?
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15:00 07.01.2020
Spätestens seit dem „langen Sommer der Migration“ im Jahr 2015 polarisiert das Thema Migration. Quelle: dpa
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Göttingen

Eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Zu Wort melden?! Zur Rolle von Migrationswissenschaftlern in der öffentlichen Debatte“ richtet die Universität Göttingen am Donnerstag, 9. Januar, aus. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Tagungs- und Veranstaltungshaus Alte Mensa, am Wilhelmsplatz 3.

Veranstalter ist das Zentrum für Globale Migrationsstudien (CeMig) am Göttinger Campus, in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut (MPI) zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen. Auf dem Podium diskutiert ein großes Podium, unter anderem Elisabeth Badenhoop vom MPI mit Prof. Petra Bendel, Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration.

Wissenschaft beugt Populismus vor

Spätestens seit dem „langen Sommer der Migration“ im Jahr 2015 polarisiert das Thema Migration die Öffentlichkeit. Die gesellschaftliche Nachfrage nach gesicherter wissenschaftlicher Expertise ist groß, so die Universität Göttingen. Allerdings würden in der medialen und politischen Debatte die Erkenntnisse der Migrationsforschung kaum gehört.

Migrationswissenschaftler stünden vor der Herausforderung, populistische Mythen zu entkräften und vereinfachte Thesen sachlich zu differenzieren. Die Veranstalter erklären, dass die Wissenschaftler die Themen Migrationskontrolle, Fluchtursachen oder Seenotrettung verständlich erläutern müssten. Außerdem sollten sie die Antworten lautstark vertreten.

Von Anja Semonjek

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