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Göttingen X-Lab der Universität Göttingen: Schüler forschen zum Thema „Transgene Pflanzen“
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X-Lab der Universität Göttingen: Schüler forschen zum Thema „Transgene Pflanzen“

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09:50 30.09.2020
Jannis (17) muss bei der Auswertung seines Versuches genau hinsehen. Quelle: R
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Göttingen

Schüler der Klassenstufen elf bis dreizehn haben Zielsetzungen und Methoden der modernen Pflanzenzüchtung am X-Lab auf dem Nordcampus der Universität näher kennengelernt. Die Teilnehmer eines „MINT-EC“-Camps haben im Göttinger Experimentallabor für junge Leute das Thema „Transgene Pflanzen“ in der Praxis erforscht und während einer Exkursion das Einbecker Pflanzenzüchtungsunternehmen KWS besucht.

Konsumenten würden trotz Klimawandels, extremer Wetterlagen, dem neuen oder verstärkten Auftreten von Pflanzenkrankheiten und -schädlingen und der Infragestellung bestimmter Pestizide darauf vertrauen, dass die Versorgung mit Nahrung und pflanzlichen Rohstoffen gesichert sei, teilte das X-Lab mit. Diese Erwartungshaltung sei „im Hintergrund“ mit einer „großen Herausforderung“ für die Forschung und Entwicklung im Bereich Pflanzenzüchtung verbunden. „Gewählt habe ich den Kurs, weil ich das Thema spannend finde. Im Unterricht werden transgene Pflanzen nur oberflächlich in der Theorie behandelt, hier können wir alles in der Praxis lernen“, zitiert das X-Lab die 17-jährige Mareike.

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„MINT“-Schulen stellen Schüler frei

Schulen, die im nationalen Exzellenz-Netzwerk „MINT“ (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) aktiv sind, hätten die Schüler für die Teilnahme am Camp vom Unterricht freigestellt, heißt es weiter. Wirtschaftspartner des Kurses sei die KWS Saat in Einbeck gewesen. „Bei der KWS waren die Gewächshäuser und die ganze Technik sehr beeindruckend“, zitiert das X-Lab Schüler Jannis (17) nach dem Besuch.

Schüler haben im X-Lab der Universität Göttingen einen Kurs zum Thema „Transgene Pflanzen“ absolviert. Im Experimentallabor konnten sie Theorie in der Praxis erleben.

„Das XLAB bietet ein hervorragendes Konzept, um Wissen lebendig zu vermitteln und junge Menschen an die Naturwissenschaften heranzuführen“, hat Léon Broers, das für die Forschung und Entwicklung zuständige Vorstandsmitglied bei der KWS erklärt, heißt es in der Mitteilung des X-Lab. „Als forschungsintensives Unternehmen unterstützen wir diesen Ansatz sehr“, so Broers. Als Hochschule und außerschulischer Lernort ermögliche die Universität Göttingen den Schülern, die im X-Lab lernen, das „Experimentieren im Labormaßstab und ein vertieftes naturwissenschaftliches Verständnis“, so X-Lab-Direktor Professor Thomas Waitz.

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Von Stefan Kirchhoff