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Göttingen Neues Programm an der HAWK soll Studienabbruch vorbeugen
Campus Göttingen Neues Programm an der HAWK soll Studienabbruch vorbeugen
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16:00 07.04.2019
Schulabschluss aus einem anderen Land: Das Programm „HAWK Start plus“ bietet die Möglichkeit, den Studienstoff der ersten beiden Semester auf drei Semester auszudehnen. Quelle: HAWK Pressestelle
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Hildesheim

Wer mit einem Schulabschluss aus einem anderen Land an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) studieren möchte, soll es künftig leichter haben, sich anfangs zurechtzufinden. Das Programm „HAWK Start plus“ beginnt jetzt im April und ist ausgerichtet auf das Wintersemester 2019/2020. Der Hochschule zufolge bietet es die Möglichkeit, den Studienstoff der ersten beiden Semester auf drei Semester auszudehnen und in dieser Zeit parallel Sprach- oder Mathekurse, Orientierungsangebote oder wissenschaftliches Arbeiten und Schreiben zu belegen.

Das Projekt „HAWK Start plus“ wird ihm Rahmen des Förderprogramms „Öffnung von Hochschulen“ mit insgesamt gut 200000 Euro vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) über die Förderbank NBank und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds für Deutschland (ESF) gefördert. Das hat Wissenschaftsminister Björn Thümmler bekannt gegeben, wie die Hochschule mitteilt.

Studierende mit internationalem Schulabschluss brechen häufiger ab

Bei „HAWK Start plus“ geht um Studieninteressierte, denen wegen ihrer Herkunft und ihres Kulturkreises der deutsche Studienalltag, das selbstständige Lernen und die Gepflogenheiten an einer Hochschule besonders fremd sind und die möglicherweise zum Beispiel noch eine Unterstützung bei der Sprache brauchen. Dazu gehören auch Geflüchtete sowie Menschen mit Migrationshintergrund, die schon in Deutschland leben.

„Wegen ihrer besonderen Herausforderungen brechen laut Studien sowohl Studierende aus internationalen Austauschprogrammen als auch Geflüchtete mit internationalen Schulabschlüssen häufiger ihr Studium ab als deutsche Studierende. Dem wollen wir mit dem Projekt ‚HAWK Start plus‘ entgegenwirken und haben natürlich gleichzeitig eine gelingende Integration im Fokus“, sagt Prof. Thomas Nern, HAWK-Vizepräsident für Studium und Lehre und Projektleiter von „HAWK Start plus“.

Orientierung für Studiengangswahl, um Wechsel zu vermeiden

Gründe für Studienabbrüche gebe es der HAWK zufolge viele. So berichteten ausländische Studierende in Bachelorstudiengängen von großen bis sehr großen Schwierigkeiten in Bereichen wie Verständigung in deutscher Sprache, wenig Kontakt zu deutschen Studierenden, Orientierung im Studiensystem und Leistungsanforderungen im Studium.

Die Kursangebote des Projektes sollen zudem auch als Orientierungsmöglichkeit für diejenigen dienen, die sich in ihrer Studiengangswahl noch unsicher sind. Sie können als Gasthörer an den Angeboten teilnehmen. Ziel sei es, einen Wechsel des Studienfachs zu vermeiden, der Zeitverlust mit sich bringt und sich zum Beispiel negativ auf die BAföG-Förderung auswirken könne. Studierende, die spätestens zum Beginn des zweiten Semesters feststellen, dass sie weitere Unterstützung und Vorbereitung benötigen, können auch noch nach dem Start des Studiums in das Projekt wechseln.

Erprobt wird das Vorhaben zunächst am HAWK-Standort Hildesheim und soll dann auch in Göttingen und Holzminden angeboten werden. An der HAWK sind rund 350 Studierende eingeschrieben, die ihre Schulabschlüsse im Ausland gemacht haben und knapp 30 Austauschstudierende, deren Zahl in den kommenden Jahren erhöht werden soll.

Von Nora Garben / R

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