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Göttingen Neuer Konzertflügel für die Aula der Georgia Augusta am Wilhelmsplatz
Campus Göttingen Neuer Konzertflügel für die Aula der Georgia Augusta am Wilhelmsplatz
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19:49 26.11.2013
Geber und Nehmerin: Quad (rechts) und Beisiegel am Flügel. Quelle: Heller
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Göttingen

„Wir möchten mit dieser Anschaffung die Verbindung zwischen Universität und den Bürgern der Stadt fördern, die Bürger in die Universität holen“, betont Prof. Arnulf Quad, Vorsitzender des Universitätsbundes. Das Instrument soll sowohl zur Gestaltung akademischer Feiern als auch für Konzerte externer Veranstalter genutzt werden. „Wir sind sehr, sehr dankbar“, sagt Universitätspräsidentin Prof. Ulrike Beisiegel.

Auch für die Pflege und Wartung des neuen Instruments wird der Universitätsbund sorgen. Der frühere Aulaflügel sei nach dem Urteil von Experten „gut, aber nicht exzellent“ gewesen. Dieser und ein weiterer Flügel, die bislang in der Aula standen, werden für neue Aufgaben gerüstet. Für die Renovierung und Pflege dieser Instrumente wird der Universitätsbund ebenfalls aufkommen.

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Für all diese Arbeiten stehen in den kommenden Jahren, wie Universitätsbund-Geschäftsführer Prof. Jens Frahm mitteilt, etwa 40 000 Euro zur Verfügung.

Der Aula-Flügel – Modell D ist das größte Instrument unter den Steinways – hat bereits in den ersten Aulakonzerten dieser Saison seine hohen Qualitäten unter Beweis stellen können. Mit einem exklusiven Klavierabend in der Universitätsaula am Sonnabend, 30. November, wollen sich Beisiegel und Quad bei den Mitgliedern des Universitätsbundes, Freunden und weiteren Förderern bedanken.

Universitätsbund Göttingen seit 1918

Solistin ist die 1986 geborene koreanische Pianistin Yeol Eum Son, Absolventin der Musikhochschule Hannover, die beim renommierten Tschaikowsky-Wettbewerb 2011 in Moskau mit einem zweiten Preis ausgezeichnet wurde.  

Der 1918 gegründete Universitätsbund Göttingen „versteht sich als Bürgerverein“, hebt Quad hervor. Der Bund finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Zustiftungen. In jüngster Zeit hat er beispielsweise für die Bestuhlung sowie die neuen Jalousien in der Universitätsaula gesorgt und sich an der Renovierung und der Verbesserung der Hörsäle im ZHG beteiligt.

2012 hat er die Teilnahme von Studierenden an Exkursionen mit 60 000 Euro, Tagungsreisen des wissenschaftlichen Nachwuchses mit rund 17 000 Euro bezuschusst, Studierenden mit Kindern 5000 Euro zur Verfügung gestellt und die Akademische Orchester-Vereinigung unterstützt. „Wir springen da ein, wo private Hilfe nützen kann“, erläutert Quad.

Übrigens hat der Universitätsbund schon in den ersten Jahres seines Bestehens viel für Göttingens Kultur getan. Von 1920 bis 1923 war er der Veranstalter der Göttinger Händel-Festspiele.

Von Michael Schäfer