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Kassel Architekten zeichnen Universität Kassel für Campus-Erweiterung aus
Campus Kassel Architekten zeichnen Universität Kassel für Campus-Erweiterung aus
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15:00 03.03.2020
Die Gebäude-Gruppe des universitären Fachbereichs für Architektur, Stadtplanung und Landschaftsplanung bildet einen Teil der Campuserweiterung. Quelle: Rode
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Kassel

Die Universität Kassel hat vom Bund Deutscher Architekten die „BDA-Auszeichnung für Baukultur“ erhalten. Vertreter der Universität und des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen nahmen den Preis Ende Februar entgegen. Der Verband würdigt die Erweiterung des Campus als „beeindruckende Vervollständigung des städtebaulichen Ensembles“, so die Pressestelle der Universität.

In der Laudatio werde ausdrücklich auf die ,sehr verschiedenartigen Bauten“ am Campus Holländischer Platz hingewiesen. Auf dem Gelände der ehemaligen Henschel- und Gottschalk-Fabriken könnten Studierende, Lehrende, Mitarbeiter und Besucher „eine im besten Sinne urbane Wissenslandschaft entdecken, die sich zukunftsweisend mit dem vorhandenen Kontext der Kasseler Nordstadt verzahnt“, heiße es in der Begründung des BDA, so Sebastian Mense von der Pressestelle der Hochschule.

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Die Universität wird „zum öffentlichen Raum der Stadt“

Diese Verzahnung geschehe „nicht nur wegen der verschiedenen Bildungsangebote, des gesellschaftlichen und kulturellen Austausches, der gegenseitigen sozialen und wirtschaftlichen Verflechtungen, sondern gerade wegen der besonderen städtebaulichen, architektonischen und landschaftsplanerischen Anbindungen und Ergänzungen“, zitiert Mense aus der Laudatio. Die Universität werde „zum öffentlichen Raum der Stadt“, während ihrerseits „die Stadt zum Raum der Universität“ werde.

„Bei der Erweiterung unseres Campus am Holländischen Platz waren und sind wir uns der Geschichte und der städtebaulichen Bedeutung des Geländes bewusst“, habe der Kanzler der Universität, Dr. Oliver Fromm betont. „Der Preis bestätigt uns, dass das Konzept einer urbanen Bebauung, die Neubauten und Sanierungen von Industriebauten vereint, richtig ist.“

Fachbereich Naturwissenschaften „das nächste große Projekt“

Die Vorbereitungen für den ersten Bauabschnitt der Naturwissenschaften hätten bereits begonnen, so Fromm – „das nächste große Projekt“. Der Architekturwettbewerb für diesen ersten Bauabschnitt werde „die Platzierung der weiteren Bauabschnitte berücksichtigen, so dass wir auch mit diesen Bauten ein stimmiges Ensemble und eine hohe städtebauliche Qualität erreichen“ werden, so Fromm. Nach derzeitigem Planungsstand sollen die Bauarbeiten für den ersten Abschnitt 2025 beginnen.

Die Universität habe ihren zentralen Campus am Holländischen Platz in den vergangenen Jahren auf Grundlage eines städtebaulichen Konzepts „massiv erweitert“, so Mense. Zu den Neubauten zählten der neue Speisesaal der Zentralmensa (Inbetriebnahme 2013), das Campus-Center (2015), der Science Park (2015), das Institutsgebäude des Fachbereichs Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung (ASL, 2016) und der Lernort „Leo“ (2016). Mense: „Hinzu kommen der Umbau und die Sanierung der beiden historischen Torhäuser für den Fachbereich ASL (2012, 2018) sowie das kürzlich eingeweihte Studierendenhaus, ein sanierter, denkmalgeschützter Industriebau (2019).“ Die städtebauliche Erschließung und Gestaltung der Freianlagen sowie der Bau des neuen Studierendenwohnheims mit Kindertagesstätte (2014) gehörten ebenfalls zum Ensemble.

Lob für „besonders enge Zusammenarbeit von Uni und Landesbetrieb

In seiner Begründung hebe der Architektenverband „besonders die enge und gelungene Zusammenarbeit zwischen der Abteilung Bau, Technik, Liegenschaften der Universität und dem Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) hervor“, betont Mense. Durch die Kooperation hätten beide Institutionen der „Baukultur und damit der Gemeinschaft einen großen Dienst erwiesen“. Die BDA-Auszeichnung für Baukultur sei Persönlichkeiten, Institutionen, Initiativen sowie Unternehmen gewidmet, „die direkt oder indirekt gute Architektur möglichmachen und gemacht haben“ – sei es als Bauherren, Kulturschaffende, Journalisten, Politiker oder Unternehmer. Der Preis werde seit 2004/2005 im Abstand von fünf Jahren vergeben.

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Von Stefan Kirchhoff

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