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Campus Stefan Wenzel empfindet Personalwechsel an der UMG als „Alarmzeichen“
Campus Stefan Wenzel empfindet Personalwechsel an der UMG als „Alarmzeichen“
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17:26 05.04.2020
Die Baustelle an der Göttinger Universitätsmedizin. Quelle: Stefan Rampfel
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Göttingen

Der Göttinger Abgeordnete Stefan Wenzel (Grüne) hat sich zum Personalwechsel im Vorstand der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) in einer Pressemitteilung geäußert. Sebastian Freytag hatte bekanntgegeben, aus seinem Amt als Vorstand für Wirtschaftsführung und Administration zum 1. April auszuscheiden. Der 57-Jährige wolle den Übergang zu seinem Nachfolger aber noch begleiten.

Wenzel bezeichnet das Ausscheiden Freytags als „Alarmzeichen“. Freytag habe als Vorstand für Wirtschaftsführung und Administration und in enger Abstimmung mit den Sprechern des Vorstands den Neubau der Universitätsmedizin in Göttingen vorangetrieben und früh einen Masterplan vorgelegt und eine Ausschreibung vorangetrieben.

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Der Personalwechsel komme in einer sehr schwierigen Zeit. „Neben den Planungen für den Neubau muss sich die Universitätsmedizin als Maximalversorger für Südniedersachsen und die angrenzenden Bundesländer für die Aufnahme von Menschen wappnen, die schwer mit dem Virus SARS-CoV-2 erkrankt sind“, so Wenzel. Das habe auch schwerwiegende finanzielle Folgen, die in den nächsten Monaten bewältigt werden müssten. „Solche Sorgen kann im Moment niemand gebrauchen.“

Der Weg für die Vergabe der Bau- und Planungsleistungen für den Bauabschnitt 1 müsse jetzt kurzfristig frei gemacht werden. Der Wissenschaftsminister solle den Ausfall von wichtigen OP-Sälen und anderen Teilen des Klinikums keinesfalls riskieren. „Für das Ende diesen Jahres muss das Land ein Kontenclearing zusagen. Vorauszahlungen helfen nicht, weil die Corona-Krise nicht auch noch eine finanzielle Krise bei der UMG hinterlassen darf“, betont der Politiker.

Von tc/r