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09:58 16.09.2014
Präzises Arbeiten:  Linsen müssen vorsichtig in einer Kittschale ausgerichtet werden.
Präzises Arbeiten:  Linsen müssen vorsichtig in einer Kittschale ausgerichtet werden. Quelle: Foto: EF
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Durch ihre Arbeit entsteht aus einem unbearbeiteten Stück Glas ein Produkt höchster Qualität. Als Azubi lernt man, Glasblöcke zu schleifen und zu polieren. Dazu braucht man unendlich viel Geduld, selbst wenn man noch so viel Talent mitbringt. Daneben sind Konzentrationsfähigkeit und motorisches Feingefühl unbedingt vonnöten.

Und natürlich sollten Bewerber über die Fähigkeit sowie die Bereitschaft verfügen, absolut präzise und sorgfältig zu arbeiten. Schließlich ist die Toleranzgrenze schon überschritten, wenn die Abweichung im Hundertstel-Millimeter-Bereich und manchmal sogar schon dann, wenn sie im Tausendstel-Millimeter-Bereich liegt. In punkto schulische Vorbildung benötigen Bewerber mindestens einen guten Haupt-, besser jedoch einen Realschulabschluss. Was die wichtigsten Fächer im Abschlusszeugnis angeht, so sind eindeutig Physik und Mathematik zu nennen, schließlich ist Optik ein Bereich der Physik, und mathematische Kenntnisse braucht man beispielsweise dann, wenn es gilt, den Radius einer Linse zu berechnen. In der Berufsschule belegen die Azubis ein breites Spektrum an Fächern, unter anderem Werkstoff- und Materialkunde,  technisches Zeichnen, Fachrechnen, Englisch sowie Informatik. Der Unterricht findet in Wetzlar statt, in sechs  zweiwöchigen Blöcken pro Jahr. In punkto Beschäftigungsaussichten können sich angehenden Feinoptiker glücklich schätzen: Sie alle haben gute Chancen, nach Abschluss der Ausbildung einen Arbeitsplatz zu bekommen, besonders auch im Bereich der Mikrooptiken, da diese auch in medizinische Geräte verbaut werden.

Ganz klar: Ein Beruf mit Zukunftsperspektive. Wer die Fachhochschulreife oder das Abitur erlangt hat, kann nach der Ausbildung noch studieren. Der in Göttingen an der HAWK angebotene Studiengang „Technische Physik“ bietet sich für einen gelernten Feinoptiker besonders an.red