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Hauptsache die richtigen Fragen stellen

Hauptsache die richtigen Fragen stellen

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12:45 17.10.2013
Anfänger zum Sommersemester in diesem Jahr: Viel Spaß und Stadtkunde bei der Orientierungsphase. Quelle: Foto: Vetter
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Auch dafür hat die Checkliste mit ihren 13 Punkten eine Antwort: „Gelassen bleiben!“ Aller Anfang ist schwer, doch andere haben den neuen Lebensabschnitt des Studiums auch erfolgreich gemeistert. Grundsätzlich gilt eine Regel: Einfach durchfragen.

Viele Möglichkeiten sind vorhanden. Neben der Studienzentrale am Wilhelmsplatz gibt es weitere Hilfsangebote. Vor allem in den ersten Wochen des neuen Semesters. Unter anderem zeigt der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) Präsenz im Zentralen Hörsaalgebäude (ZHG). Am AStA-Stand neben dem Glaskasten der Chipausgabestelle können erfahrene Studierende mit nützlichen Tipps aushelfen. „Wichtig ist, sich erst einmal einen Überblick über die Uni zu verschaffen“, meint Silke Hansmann (25). Die Außenreferentin des AStA und Studentin der Geschlechterforschung und Geschichte kann aber auch über die institutionellen Leistungen des Ausschusses hinaus helfen: „Wenn jemand noch auf Wohnungssuche ist, könnten wir hier vielleicht noch einen Schlafplatz für ein paar Tage vermitteln“.

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Benjamin Söchtig, zuständig für die Finanzen beim AStA, hat noch weitere Ratschläge auf Lager: „Die Orientierungsphasen mitzumachen ist ratsam, um dort die ganzen Informationen mitzunehmen.“ Neben Veranstaltungen, die auf reine Informationsweitergabe ausgelegt sind, gibt es dort auch noch einen anderen Teil: Spiele, Party, studentische Sozialisation. Der 23-jährige Söchtig, der Politik und Volkswirtschaftslehre im vierten Semester studiert, hat für die Orientierungsphasen noch einen anderen Tipp: „Auch wenn die Orientierungsveranstaltungen Spaß machen, sollte man sich dort zu nichts zwingen lassen.“ So ist beispielsweise in manchen Fakultäten die Kleiderkette ein Spiel, bei dem es darum geht, eine möglichst lange Kette aus den getragenen Klamotten zu bilden. Wer sich nicht ausziehen möchte, soll das auch nicht machen – einfach mal über dem Gruppenzwang stehen.

Aber auch alltägliche Dinge sind bei anderen Studierenden zu erfahren, wenn nur gefragt wird. „Ein Fahrrad ist in Göttingen wichtig“, meint Theresa. Die Studentin der Rechtswissenschaften weiß auch gleich, wo es Schnäppchen gibt: „Die Polizei Göttingen versteigert in regelmäßigen Abständen Fahrräder, die beschlagnahmt worden sind“. Und die Stadtverwaltung hat auch welche zu bieten: Am Sonnabend, 26. Oktober, versteigert sie ab 9 Uhr im Schulpavillon der Bonifatiusschule, Am Geismartor 4, Fahrräder, die als Fundsachen abgegeben oder sichergestellt worden sind. „Eine Regenhose wäre für das Radfahren auch nicht schlecht“, wirft ihre Kommilitonin Caroline ein.

„Nicht betrunken und ohne Licht fahren“, rät Caroline. Und wenn das Studium mal schlecht läuft und das Studienfach  sich als falsch gewählt herausstellt? „Im Zweifel kann man auch den Studiengang wechseln, ohne dass das wirklich schlimm ist“, meint Theresa. Außerdem kennt sie einen weisen Rat von der Checkliste des Studienbüros, ohne diese jemals gelesen zu haben: „Ruhe bewahren!“

Von Friedrich Schmidt