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Zehn Fragen an 100 Ehemalige der Georgia Augusta George Turner Kolumnist
Campus Themen Zehn Fragen an 100 Ehemalige der Georgia Augusta George Turner Kolumnist
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16:29 05.11.2013
George Turner Quelle: EF
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Göttingen

Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?

Nach dem Krieg in Nds wohnhaft, war Göttingen die Landesuniversität.

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Denke ich an Göttingen, denke ich sofort an…

…meine seit 1955 bestehenden Freundschaften, besonders in der FRISIA.

Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?

Der Einsatz Göttinger Studierender im Lager Friedland bei der Ankunft der Kriegsgefangenen aus Russland. Was war Ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen? Ratskeller.

Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat sie besonders beeindruckt?

Wilhelm Ebel, Rechtsgeschichte.

Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?

Sport, gesellige Runden.

Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal entscheiden könnten?

Nocheinmal: Rechtswissenschaft.

Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

Nutzung der dem Menschen gegebenen Zeit.

Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wiedersehen?

Altes Juridicum an der Weender Landstraße /Nikolausberger Weg (heute Auditoriengebäude).

Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?

Keine Scheuklappen, Vorsicht vor Ideologen.

Zur Person

George Turner, im ostpreußischen Insterburg am 28. Mai 1935 geboren, führte die Flucht in die Lüneburger Heide.

Dort absolvierte er 1955 in Uelzen das Abitur und studierte dann in Göttingen, Würzburg und München Rechts- und Staatswissenschaften. In Göttingen wurde er 1960 promoviert, in Clausthal habilitierte er sich sechs Jahre später.

Turner war von 1970 bis 1986 erster Präsident der Universität Hohenheim in Baden Württemberg. Im Zeitraum von 1976 bis 1983 war er Vize- und dann Präsident der Westdeutschen Rektorenkonferenz. Damals sprach sich der Bildungsexperte für die Verkürzung der Schulzeit und einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss nach drei Semestern aus. Außerdem forderte er bereits Anfang der siebziger Jahre "mehr Wirtschaftlichkeit an den Universitäten".

Der parteilose Jurist war drei Jahre als Senator für Wissenschaft und Forschung der Berliner CDU-/ FDP-Regierung tätig bis 1989. Danach kehrte er für seinen Hohenheimer Lehrstuhl für Wirtschafts- und Agrarrecht sowie Wissenschaftsverwaltung bis 2000 zurück. Außerdem war er Gastprofessor der Berliner Humboldt-Universität.

Turner ist Träger des Bundesverdienstkreuzes und lebt seit dem Ruhestand in Berlin. Er ist seit 1963 verheiratet; seine Frau und er haben drei erwachsene Söhne.