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Zehn Fragen an 100 Ehemalige der Georgia Augusta Ulrich Dempwolf Präsident der Niedersächsischen Landesschulbehörde
Campus Themen Zehn Fragen an 100 Ehemalige der Georgia Augusta Ulrich Dempwolf Präsident der Niedersächsischen Landesschulbehörde
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16:50 16.10.2013
Von Angela Brünjes
Erinnert sich an sehr politische Zeiten: Ulrich Dempwolf.
Erinnert sich an sehr politische Zeiten: Ulrich Dempwolf. Quelle: EF
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Göttingen

Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten? 

Ich habe Göttingen schon etwas gekannt: Als Jugendlicher spielte ich gegen Göttingen 05 Fußball, ältere Freunde studierten schon in Göttingen. Und sicher war da auch der Reiz einer Studentenstadt, nach Göttingen zu gehen.

Denke ich an Göttingen, denke ich sofort an…

…ein mehr oder weniger sorgloses Studentenleben.

Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?

Es waren Mitte und Ende der 1970er Jahre noch sehr politische Zeiten mit heftigen Auseinandersetzungen. Als junger Student aus der Provinz hat mich das positiv, aber auch negativ beeindruckt.

Was war Ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?

Lieblingslokale waren das leider nicht mehr vorhandene Pegasus und vor allem in den ersten Semestern das Trou und das Blue Note. Ich war als sportbegeisterter Student fasziniert von den Angeboten des IfL (damals Institut für Leibesübungen, heutiges Institut für Sportwissenschaften). Hier habe ich die ersten Tennisschläge gemacht.

Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat Sie besonders beeindruckt?

Speziell hat mich kein Hochschullehrer beeinflusst. Es gab interessante Typen, zum Beispiel der Philosoph Prof. Eduard Meyer, für den eine Assistentin wegen seiner feuchten Aussprache immer ein Tuch bereithielt. Oder der Pädagogikprofessor Bernd Fittkau, der als smarter und dynamischer Akademiker nach den Semesterferien als Poona-Jünger im Hörsaal Furore machte.

Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?

Gespräche und gemeinsame Unternehmungen.

Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal entscheiden könnten?

Ich weiß es nicht, die heutige Fülle an Studienmöglichkeiten überfordert mich.

Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

Das Leben ist so vielfältig. Es lässt sich nicht auf ein Motto reduzieren.

Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wiedersehen?

Den Karzer am Wilhelmsplatz.

Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?

Bewahren Sie sich trotz der besonderen Anforderungen durch die Bachelor- und Masterstudiengänge Zeit für Muße und soziale Kontakte.

Zur Person

Ulrich Dempwolf, seit 2008 Präsident der Niedersächsischen Landesschulbehörde in Lüneburg, studierte Germanistik, Politik und Geographie für das Lehramt an Gymnasien von 1976 bis 1981 in Göttingen.

Nach erstem Staatsexamen in Göttingen und Referendariat in Kassel wurde er Lehrer an der Robert-Bosch-Gesamtschule in Hildesheim. Danach ständiger Vertreter des Leiters des Werner-von-Siemens-Gymnasiums in Bad Harzburg und Leiter des Otto-Hahn-Gymnasiums in Springe.

Anschließend zahlreiche Stationen in der Niedersächsischen Landesschulbehörde und im Niedersächsischen Kultusministerium, zuletzt als Referatsleiter.

Dempwolf, im Februar 1955 in Osterode geboren, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seine Hobbys konzentrieren sich auf Ballsportarten und Bergwandern.