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Campus Studentin der HAWK gewinnt Deutschen Verpackungspreis
Campus Studentin der HAWK gewinnt Deutschen Verpackungspreis
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08:00 28.09.2019
Sukina überzeugt mit einer aufwendigen Faltschachtel aus hochwertigen und nachhaltigen Material Quelle: r
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Göttingen/Hildesheim

Eine Studentin der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAWK) hat den Deutschen Verpackungspreis 2019 gewonnen. Susanne Kretschmar überzeugte mit der Neugestaltung einer Teebeutelverpackung.

In der Kategorie Nachwuchs überzeugte die Bachelor-Studentin von der Fakultät Gestaltung der HAWK in Hildesheim, indem sie mit ihrem Entwurf „Sukina“ die traditionelle japanische Papierfaltkunst Origami mit dem praktischen und modernen Nutzen eines Teebeutels verbindet. Kretschmar entwickelte die innovative Verpackung unter der Leitung von Professorin Nicole Simon.

Teebeutel sind ein funktionaler und praktischer Begleiter des Alltags. Die Anwendung ist denkbar simpel, hat jedoch mit der klassischen Teezubereitung nur noch wenig gemeinsam. Durch die Neugestaltung der Beutelverpackung wollte Susanne Kretschmar eine Assoziation zur klassischen japanischen Teekultur schaffen, heißt es in einer Mitteilung der Hochschule. Im Vordergrund habe die Verknüpfung von Tradition und Moderne gestanden. Die ist der Studentin offensichtlich gelungen – das Konzept „Sukina“ verbindet Origami mit dem praktischen Nutzen des Teebeutels.

Für Kretschmar, die im 4. Semester in den Kompetenzfeldern Branding-, Advertising- und Grafikdesign studiert, ist der Preis ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft: „Zuerst einmal freue ich mich über die Anerkennung einer sehr komplexen und zeitintensiven Arbeit. Das ist im Studium genau wie im Designbereich allgemein nicht immer selbstverständlich, da die Einschätzung von Designleistungen recht subjektiv sein kann. Auf einem Gebiet, das für mich eigentlich noch Neuland ist, von Fachleuten ausgezeichnet zu werden, ist daher schon etwas Besonderes. Natürlich hoffe ich aber auch, dass die Auszeichnung mir ein paar Türen öffnet.“

„Aufgrund der aufwendigen Faltschachtel, des hochwertigen, aber nachhaltigen Materials und der zeitgemäßen Produktidee, japanischen Tee und deren Kultur auch im Packaging visuell umzusetzen, war ich mir recht sicher, dass diese Lösung gute Chancen hat, sich beim deutschen Verpackungspreis zu platzieren“, erklärt Simon, die Kretschmar beratend zur Seite stand. Die angehende Designerin möchte nun auf dem Preis aufbauen und hofft, mit ihrer Verpackung in Serie gehen zu können: „Abnehmer gibt es noch keine, aber natürlich würde ich mich über eine zukünftige Produktion freuen. Immerhin bestand ein großer Teil der dem Design zugrunde liegenden Arbeit aus Marktrecherche. Ich bin überzeugt, dass das Produkt sehr gute Chancen hat, auf Kundeninteresse zu stoßen.“

Mit dieser Aussage unterstreicht die Studentin die Lehridee ihrer Professorin: „Mein Fokus liegt auf der Vermittlung besonders praxisnaher Themen und deren Umsetzungen. Die Studierenden sollen sich schließlich auf dem Arbeitsmarkt gut durchsetzen.“ Anhand einer selbst gewählten Aufgabenstellung gilt es, im Modul Packaging-Design 1 ein komplexes Branding mit einer oder mehreren Produktverpackungen zu konzipieren und diese auch marktspezifisch zu gestalten. Durch die Analyse und Marktrecherche sowie die daran anschließende Positionierung und Design-Entwicklung entsteht im Laufe des Semesters das Verpackungskonzept, das immer wieder im Entstehungsprozess mit der Brille von Konsumentinnen und Konsumenten betrachtet wird.

Der Deutsche Verpackungspreis ist ein internationaler, branchen- und materialübergreifender Wettbewerb. Er steht unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Wirtschaft und Energie. Mit dem Preis prämiert das Deutsche Verpackungsinstitut (dvi) jedes Jahr innovative und kreative Verpackungsideenvom scheinbar kleinen, aber wegweisenden Detail bis hin zur grundlegenden Neuerung. Der Deutsche Verpackungspreis richtet sich an Designschaffende, Entwicklerinnen und Entwickler, Herstellerinnen und Hersteller sowie Verwenderinnen und Verwender von Verpackungslösungen und -maschinen sowie den kreativen Nachwuchs der Branche.

Von Claudia Bartels / R

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