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Adelebsen Bürgerbus-Verein für Adelebsen
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17:26 18.12.2017
Initiative Bürgerbus für Adelebsen Quelle: r
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Adelebsen

„Von den Ortsteilen Barterode, Güntersen und Eberhausen aus ist Adelebsen nur schlecht mit dem Bus zu erreichen“, berichtet Karl-Heinz Rackebrandt, der Vorsitzende des neuen Vereins. In Wibbecke sei die Anbindung vormittags verbesserungswürdig, in Lödingsen und Erbsen – die vom Fernbus Richtung Uslar profitierten – ganz gut. „Ein Problem sind außerdem die Verbindungen zwischen den Ortsteilen“, ergänzt Andreas Kompart, der sich als ehrenamtlicher Fahrer engagieren will. Für Schüler sei es schwierig, sich nachmittags gegenseitig zu besuchen, weiß der ehemalige Lehrer.

„Interesse am Bus haben bisher vor allem ältere Menschen geäußert“, berichtet Bürgermeister Holger Frase (SPD), der Beisitzer des Vereins geworden ist. Die Senioren wollten zum Arzt oder zur Apotheke. Sie vermissten den Apothekenbus, der früher solche Fahrten angeboten hätte. Außerdem gebe es ältere Bürger, die zum Supermarkt oder zur Post müssten. Bisher seien sie auf die Hilfe von Familienangehörigen oder Nachbarn angewiesen. Der Bus würde ihnen etwas mehr Unabhängigkeit zurückgeben.

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40 Haltepunkte geplant

„Wir haben die Vereinsgründung im Zuge des Projekts Win-Win, das Fritz Anhelm vom Inep-Institut aus Uetze moderiert, mit einer Reihe von Workshops vorbereitet“, berichtet Ludger Temme, Geschäftsführer der Diakonie Adelebsen. Anhelm sei im Flecken aufgewachsen und später Direktor der Evangelischen Akademie Loccum gewesen.

„Es gab bereits Kontakte zum Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen, der die Konzession für den Busverkehr hat“, betont der Vereinsvorsitzende. Der Bürgerbus mit seinen 40 Haltepunkten biete lediglich eine Ergänzung zum regulären Öffentlichen Personennahverkehr an. Deswegen werde ein vergleichbarer Fahrpreis erhoben.

Suche nach ehrenamtlichen Fahrern

„Mit der Vereinsgründung gibt es nun eine juristische Person, die Fördergelder beantragen kann“, führt der Vereinsvorsitzende aus. Das Land unterstütze den Kauf von einem solchen Bürgerbus mit 75 Prozent. Der Verein wolle einen Elektrobus kaufen, der rund 140 000 Euro kosten werde. Das fehlende Geld werbe der Verein ein, dessen Gründung der Flecken, die Diakonie und die evangelische Kirchengemeinde maßgeblich unterstützten.

„Wir suchen noch ehrenamtliche Fahrer“, sagt Rackebrandt. 19 Bürger hätten sich bereits gemeldet. Sie müssten nun einen Personenbeförderungsschein erwerben. Die Kosten übernehme der Verein. „Ich möchte etwas für den Klimaschutz tun“, begründet Fahrer Kompart sein Engagement. Der Bus werde die Menschen auch im übertragenen Sinne verbinden. Aus seiner Tätigkeit in der Adelebser Plattdeutsch-Gruppe wisse er, wie sehr ältere Menschen Kontaktmöglichkeiten schätzten. Der Zeitaufwand für die Fahrer sei mit drei Stunden jeweils zweimal im Monat überschaubar.

Von Michael Caspar

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