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Adelebsen Adelebser Eheleute Prutschke mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet
Die Region Adelebsen Adelebser Eheleute Prutschke mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet
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10:00 05.12.2019
Bundesverdienstkreuz für Gudrun und Kurt Prutschke, verliehen von Marcel Riethig. Quelle: Leon Küsters
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Göttingen

Nur acht bis zwölf Bundesverdienstkreuze werden pro Jahr im Landkreis Göttingen verliehen. Die Eheleute Kurt und Gudrun Prutschke haben am Mittwoch, 4. Dezember, die seltene Ehrung von Marcel Riethig, Kreisrat des Landkreises Göttingen, entgegengenommen. Ausgezeichnet wurden sie für ihre Verdienste in der Kommunal- und Sozialpolitik sowie für ihr Engagement für den Verein „Humanitäre Hilfe für Kinder aus Tschernobyl“.

Das Bundesverdienstkreuz zeichne Menschen aus, nicht Taten. So beschreibt es Riethig in seiner Rede. Die Eheleute Prutschke nahmen die Ehrung in Anwesenheit von Freunden und Familie entgegen.

Die starke Frau zum starken Mann

Gudrun Prutschke ist seit 27 Jahren Vorsitzende des Vereins „Humanitäre Hilfe für Kinder aus Tschernobyl“. Die ehrenamtliche Organisation, die Kinder aus der Region um Tschernobyl unterstützt, bezeichnet sie liebevoll als ihr Baby. Als Vorsitzende organisierte sie nicht nur zahlreiche Hilfstransporte in die Region, sondern auch die regelmäßigen Besuche der Kinder in Adelebsen liefen unter ihrer Federführung ab.

Begonnen hat ihr Engagement jedoch an anderer Stelle: auf dem Fußballplatz. Erste Berührungen mit dem Ehrenamt habe sie als Fußballtrainerin gehabt, erzählt Prutschke. Die Mannschaft eines ihrer Kinder habe händeringend nach einem Trainer gesucht. Dass der Ball ins Netz müsse, sei damals alles gewesen, was sie gewusst habe. Aufgehalten habe sie das nicht. „Ins erste Ehrenamt muss man sich rein wollen, danach läuft es eigentlich von alleine“, sagt sie rückblickend.

Der starke Mann zur starken Frau

Vielleicht auch, weil sie diese „Anpacker-Mentalität“ mit ihrem Mann Kurt teilt, wurden die beiden gemeinsam für die Auszeichnung ausgewählt. Bevor er seine Karriere als Kommunalpolitiker begann, sei er nicht damit zufrieden gewesen, wie die Politik in seinem Heimatort Adelebsen vonstattenging, sagt er heute. Er habe damals das Gefühl gehabt, „das man etwas tun müsse“. Dann dauerte es nicht mehr lange, bis er sich aktiv in der Kommunalpolitik engagierte.

Der ehemalige Bürgermeister von Adelebsen wurde unter anderem für seinen Einsatz für verschiedene städtische Bauprojekte, aber auch für sein ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Verantwortlich war er dabei unter anderem für die Organisation des Jubiläums „1025 Jahre Adelebsen“. Auch für den Verein, bei dem seine Frau den Vorsitz innehat, engagiert er sich bereits seit Jahren. Wenn er in der immer noch von Strahlung betroffenen Region durch die Straßen gehe und Kinder ihn mit „Hallo Kurt“ begrüßten, das sei für ihn das Größte, erzählte Prutschke sichtlich gerührt.

Stolz auf Kinder und Enkel

Ihre Kinder und Enkel, die sie stolz machten und denen sie eine besser Welt hinterlassen wollten, seien der Grund, warum das Ehepaar seit Jahren ihre Freizeit einsetzten, um anderen zu helfen, erläutert Gudrun Prutschke. Möglich gewesen sei das nur gemeinsam. Getreu den Worten Marcel Riethigs: „Eine starke Frau braucht einen starken Mann, und ein starker Mann braucht eine starke Frau.“

Spenden für den Verein „Humanitären Hilfe für Kinder aus Tschernobyl“ seien stets willkommen, fügt Gudrun Prutschke noch hinzu. Auch über neue Mitglieder würde man sich immer freuen. Interessenten finden mehr Informationen unter tschernobylverein-adelebsen.de.

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Von Leon Küsters

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