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Adelebsen Viele Kunden am ersten Markttag
Die Region Adelebsen Viele Kunden am ersten Markttag
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19:09 14.09.2018
Marktbeschicker Niklas Richelshagen am Tag der Eröffnung des Adelebser Feierabendmarktes. Quelle: Michael Caspar
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Adelebsen

 Mit einem Straßenfest ist am Freitag der Adelebser Feierabendmarkt eröffnet worden. An den Ständen bildeten sich Schlangen. Die Organisatoren hoffen, dass die gute Resonanz anhält.

„Wenn der Markt auf dem Rathausparkplatz in vier Wochen immer noch so gut besucht ist, können wir sicher viele weitere Marktbeschicker gewinnen“, erklärte Kerstin Pluschke vom Organisationsteam. Der Arbeitskreis fand sich vor einem Jahr auf Anregung des Beirats zum Förderprogramm „Integriertes energetisches Quartierskonzept“ zusammen, das derzeit in Adelebsen umgesetzt wird. Einkaufen vor Ort, so die Idee, verringert den Verkehr und damit den Kohlendioxid-Ausstoß.

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Adelebsen braucht einen Markt, schließlich ist es kein Dorf“, erklärte Marktbesucherin Cornelia Spörhase. „In meiner Heimat im Schwarzwald gibt es zweimal die Woche einen Markt, wo es frisches Obst und Gemüse, Käse und Fleisch aus der Region zu kaufen ist“, sagte Andreas Ambs, der seit elf Jahren mit seiner Familie in Adelebsen wohnt. Er freue sich, dass er nun auch in seiner neuen Heimat über einen Markt bummeln und mit Bekannten „schnattern“ könne.

„Ich bin in Hardegsen, wo ich früher gearbeitet habe, immer über den dortigen Markt gegangen“, erklärte die Adelebserin Ria Kreisel. Mit dem neuen Angebot im Flecken sei sie „sehr zufrieden“. Nur frischen Fisch vermisse sie. „Viele Adelebser arbeiten in Göttingen und kaufen dort ein“, stellte Christa Nolte fest. Das ändere sich nun vielleicht. „Ich werde hier liebend gern einkaufen“, betonte Kerstin Broll, die vor 20 Jahren von Göttingen nach Adelebsen gezogen ist.

„Wir hoffen, dass Pendler, die zwischen Solling und Göttingen unterwegs sind, künftig bei uns Station machen“, sagte Pluschke vom Organisationsteam. Der Arbeitskreis versuche die örtlichen Einzelhändler einzubinden. Um den Markt zu beleben, planten die Organisatoren monatlich ergänzende Angebote: etwa Chorauftritte, einen Pflanzentauschtag oder einen Flohmarkt.

Ebergötzer Backstüberl

Vorsichtig optimistisch äußerten sich die neun Marktbeschicker. „Mal schauen, wie es in Zukunft wird“, sagte Niklas Richelshagen, der neben Äpfeln, unter anderem auch Kürbisse, Mais und Kartoffeln verkaufte. Kurzfristig zur Teilnahme hatte sich Denise Baikoudis vom Ebergötzer Backstüberl entschlossen. Saftige Kuchen und Brote mit dicker Krume aus dem Holzofen bot sie an. Abends war sie ausverkauft.

Museumsverein

„Einen Versuch ist es wert“, erklärte Astrid Huke vom Museumsverein. Sie verkaufte frische Waffeln, um den Start des Projekts zu unterstützen. „Es hat vor 15 Jahren schon einmal einen Wochenmarkt mit ein paar Ständen in Adelebsen gegeben, der immer mittwochs am Vormittag war. Er sei wegen mangelnder Resonanz am Ende aufgegeben worden.

Energieagentur Region Göttingen

„Der Markt ist ein Projekt des 34 Maßnahmen umfassenden Katalogs, der im Quartier umgesetzt werden soll“, sagte Bürgermeister Holger Frase (SPD). Der Rat werde den Katalog voraussichtlich während seiner Sitzung am Donnerstag, 20. September, beschließen. Die Energieagentur Region Göttingen, die die Quartiersbildung betreut, unterstützt auch die Organisatoren des Markts.

Von Michael Caspar

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