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Adelebsen Bleibt die „kleine Sporthalle“ in Adelebsen erhalten?
Die Region Adelebsen Bleibt die „kleine Sporthalle“ in Adelebsen erhalten?
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00:22 06.04.2019
In der „kleinen Sporthalle“ in Adelebsen spielen die Sportler unter anderem Tischtennis. Quelle: Peter Heller
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Adelebsen

Die „kleine Sporthalle“ weiter anzumieten oder nicht - darüber entscheidet der Gemeinderat Adelebsen in seiner Sitzung am Donnerstag, 4. April. Für die Vereine im Flecken ist das keine Frage: Sie wollen die Halle behalten und haben eine Petition gestartet und eine Demonstration organisiert.

„Es ist für uns unbegreiflich“, meint Frauke Schaper zur möglichen Kündigung des Mietvertrages der Sporthalle. Sie ist im Vorstand des TSV Adelebsen und auch Übungsleiterin. „Das würde für die Vereine und Verbände Einschnitte bedeuten.“ Wenn der Mietvertrag der Halle gekündigt würde, würde sie leerstehen.

Zu hohe Mietkosten

Dabei sei sie aus Schapers Sicht nicht sanierungsbedürftig. „Es sind Kostengründe.“ In der „kleinen Sporthalle“ spielen die Adelebser Tischtennis. Außerdem werden dort unter anderem Zumba, Aerobic, Gymnastik und Yoga sowie der Kurs „Fit über 55“ angeboten.

Im Falle einer Kündigung müssten sich die Sportgruppen mit einer anderen Halle arrangieren. „Unsere Hallensportgruppen müssten dann in die ‚große Sporthalle‘ ausweichen“, sagt Hans Joachim Huke vom Vorstand des TSV. „Das wäre schwierig, denn die Halle ist einigermaßen gut belegt.“

950 Unterschriften gesammelt

600 Sportbegeisterte sind Mitglied im TSV Adelebsen. Nicht nur ihre Sportgruppen trainieren in der Halle. Auch Sportler des FC Wibbecke und des FC Lindenberg nutzen sie. Vormittags sind die Kinder der Grundschule und des Kindergartens dort. Auch die Feuerwehrleute haben Zugang.

Viele von ihnen haben sich an der Petition des Sportvereins beteiligt. Rund 950 Unterschriften hätten sie innerhalb einer Woche gesammelt, schätzt Schaper. „Die Feuerwehr und der DLRG haben sich auch angeschlossen.“ Zu der geplanten Demonstration vor dem Rathaus am Donnerstagabend erwartet der Vorstand viele Mitglieder des TSV – auch aus den Teams, die bislang nicht auf die „kleine Sporthalle“ angewiesen sind.

Landkreis ist Eigentümer der Halle

Die TSV-Mitglieder sehen Schwierigkeiten dabei, alle Sportgruppen unterzubringen. „Wenn die Fußballer im Winter in der Halle sind, kann man sie nicht abtrennen“, sagt Schaper, „denn dann haben sie nur ein Tor.“ Sollten Yoga und Zumba gleichzeitig stattfinden, würde die laute Musik des einen Kurses die Entspannung des anderen stören.

Der Vorstand des TSV hofft, dass die Kündigung des Mietvertrages noch einmal beraten werden könnte. „Sicher gibt es für alles irgendwie eine Lösung“, meint Schaper. Es sollte sich an einen Tisch gesetzt und überlegt und auch mit dem Landkreis verhandelt werden, der der Eigentümer der „kleine Sporthalle“ ist.

17000 Euro Miete im Jahr

Die Mitglieder der Fraktion von SPD und WG GL werden der Kündigung nicht zustimmen, sagt der Fraktionsvorsitzende Michael von Minden im Vorfeld der Ratssitzung. Stattdessen wollen sie sich in Kürze mit allen Vereinen treffen, um die Nutzung der Halle abzusprechen.

Die Vorsitzende der CDU-Fraktion Nicole Schulz geht vor der Sitzung nicht davon aus, dass der Mietvertrag gekündigt wird. Sie mahnt jedoch an, dass die Anmietung mit 17 000 Euro im Jahr plus Nebenkosten hoch sei. Künftig müsse geprüft werden, ob die Vereine die Halle weiterhin kostenfrei nutzen könnten.

Für Ilona Springer, Vorsitzende der FDP-FWG Pro Barterode-Fraktion, braucht es einen neuen Ansatz im Umgang mit der Halle. Der Haushalt sei defizitär und es müsse gespart werden. Das müsse aber mit den Bürgern gemeinsam besprochen werden.

„Wir wollen ein Zeichen setzen, dass wir um die Halle kämpfen“, sagt TSV-Vorstand Huke. Dafür wollen die Sportler ihre Petition den Ratsmitgliedern am Donnerstag, 4. April, übergeben. Die Sitzung des Gemeinderats beginnt um 18.30 Uhr im Rathaus, Burgstraße 2 in Adelebsen. Vor dem Rathaus soll dann auch die Demonstration der Sportler starten.

Von Norma Jean Levin

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