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Adelebsen Wie wird der neue Fahrradweg von Barterode nach Wibbecke aussehen?
Die Region Adelebsen Wie wird der neue Fahrradweg von Barterode nach Wibbecke aussehen?
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17:03 12.11.2019
In Adelebsen wird über den Bau eines neuen Radweges diskutiert. Quelle: dpa
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Adelebsen

Seit 1990 ist der Ausbau der Kreisstraße 342 bei Barterode im Mehrjahresprogramm des Landkreises Göttingen vorgesehen. Zehn Jahre später wurde als erster Abschnitt die Ortsdurchfahrt ausgebaut. Jetzt sollen die noch fehlenden 2,5 Kilometer bis zur Landesstraße 559 folgen. Das Planfeststellungsverfahren läuft, es herrscht in der Sache Einigkeit – fast.

Ursprünglich war nämlich noch vorgesehen, dass zumindest auf einer Länge von 950 Metern ein Fahrradweg entlang der Fahrbahn verlaufen soll. Das war im Vorfeld zwischen Landkreis und Gemeindeverwaltung des Fleckens Adelebsen abgestimmt worden. Allerdings regt sich dagegen Protest aus den Reihen der Anwohner. Bei einem Erörterungstermin im August dieses Jahres beklagte zum einen der betroffene Landwirt den großen Landverlust. Andere kritisierten, dass der Radweg nur auf einem Teilstück entlang der Straße verlaufen sollte und die anschließende schmale und vielbefahrene Gemeindeverbindungsstraße für Radverkehr ungeeignet sei.

Breite Trasse für den Fahrradweg

Tatsächlich sah die ursprüngliche Planung vor, dass die benötigte Fläche wesentlich breiter sein sollte als der eigentliche Radweg. Während dieser 2,5 Meter misst, summiert sich die tatsächliche Breite durch Schutzstreifen und Ausgleichsfläche auf ein Vielfaches. Die Beschwerde des Landwirts scheinen nachvollziehbar. Gleichzeitig bezeichnet die Kreisverwaltung einen Ausbau der K 342 inklusive Radweg auf voller Länge bis zur Einmündung auf die Landesstraße „aufgrund des hohen Eingriffs in den Naturhaushalt als kaum umsetzbar“.

Doch statt das Projekt zu verwerfen, griffen die Planer einen Vorschlag aus der Bürgerschaft auf: Warum nicht auf den Radweg-Neubau verzichten und die Radler über den Wirtschaftsweg im „Zeller Feld“ über Wibbecke fahren lassen? Diesen nutzen schon jetzt viele Spaziergänger und Radfahrer. „Von der Entfernung nimmt sich das fast nichts“, sagt Lothar Querfurth von der Adelebser Bauverwaltung. Und ein Großteil des Weges sei zudem bereits asphaltiert oder in wassergebundener Decke hergestellt. Ein Relikt des mit EU-Mitteln umgesetzten Feldwege-Ausbaus. Lediglich ein Teilstück von einem halben beziehungsweise einem Kilometer müsste je nach gefordertem Qualitätsstandard für den Radverkehr optimiert werden.

Zuschuss vom Landkreis möglich

Das allerdings würde der Gemeinde nicht unerhebliche Kosten verursachen, nach ersten Schätzungen bis zu 170 000 Euro. Die gute Nachricht: Der Landkreis würde sich im Rahmen des Masterplans Radverkehr finanziell mit einem Zuschuss beteiligen. Und zwar in Höhe des Anteils, der durch den straßenbegleitenden Radweg ohnehin entstanden wäre. Konkret entfielen also 111 000 Euro auf den Landkreis und 59 000 auf den Flecken Adelebsen. Voraussetzung für diese Zusage ist, dass sich die Adelebser Politik mehrheitlich gegen den Radweg entlang der Kreisstraße 342 ausspricht.

Aktuell geht der aktualisierte Entwurf durch die Gremien im Flecken. Zunächst geben die Ortsräte Barterode und Wibbecke ihre Stellungnahme ab. Anschließend landet das Thema im Fach- und Verwaltungsausschuss und könnte am 5. Dezember auf der Tagesordnung des Fleckenrates landen. Gleichzeitig berät auch die Politik auf Kreisebene über den alternativen Radweg zwischen Barterode und Adelebsen. Am Montag, 18. November, tagt der Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr, Bauen, Planen und Energie. Die Sitzung im Saal 018 im Kreishaus, Reinhäuser Landstraße 4, beginnt um 15 Uhr.

K 342 entspricht nicht den Anforderungen

Laut Erläuterungsbericht zum Ausbau der K342 entspricht diese nicht den Anforderungen einer Kreisstraße. Folgende Defizite wurden festgestellt.

Die vorhandene Fahrbahn weist gegenwärtig Fahrbahnbreiten von 5 bis 5,10 Meter auf, so dass die Begegnung von zwei Lastwagen nicht auf ganzer Strecke möglich ist. Auch Autofahrer müssen mit reduzierter Geschwindigkeit auf das Bankette ausweichen, wenn ein LKW begegnet.

In den bestehenden Kurven führt die zu geringe Straßenbreite zur Fahrbahnaufweitung durch Überfahren der Bankette.

Die Sichtverhältnisse im Bereich des Knotens K342 und Gemeindeverbindungsstraße nach Wibbecke und in den zum Teil stark abgewinkelten Kurvenbereichen sind stark eingeschränkt.

Starke Unebenheiten in der Fahrbahnoberfläche sind auf eine zu geringe Stärke des frostsicheren Oberbaus zurückzuführen.

Radfahrer und Fußgänger müssen auf der teilweise sehr beengten Fahrbahn fahren beziehungsweise gehen.

Von Markus Scharf

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