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Adelebsen Eine Alltagsheldin geht in Ruhestand
Die Region Adelebsen Eine Alltagsheldin geht in Ruhestand
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17:06 30.09.2016
Von Jörn Barke
Ruth Schäfer mit ihrem Arbeitsgerät: 42 Jahre lang trug sie das Tageblatt aus. Quelle: Harald Wenzel
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Güntersen

„Mir hat es immer Spaß gemacht“, erzählt Schäfer. „Wenn ich morgens aufs Fahrrad steigen und durchs Dorf radeln konnte, war ich der glücklichste Mensch auf der Welt.“ Um 3.30 begann ihre Arbeit, bei der sie zwei Touren durchs Dorf machte und bei Wind und Wetter sechs Kilometer zurücklegte. Neben der Zeitung hat sie auch Briefe für die Citipost ausgetragen.

Zwischendurch gab es auch mal die Gelegenheit, den Blick auf den Backenberg oder den Ossenberg zu genießen. Oder im Sommer die Sonnenaufgänge oder im Winter den sternenklaren Himmel. Krank gewesen sei sie in all den Jahren nur selten, erzählt Schäfer.

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Gefrühstückt wurde erst nach der Arbeit, um sechs Uhr morgens. Jetzt kann sie „erst einmal ein bisschen ausschlafen“. Doch sie merkt auch, dass sie ohne Frühsport morgens etwas schwerer in die Gänge kommt.

Vor zwei Jahren ehrte der Ortsrat Schäfer für ihr ausdauernde, zuverlässiges Engagement im Ort. Sie erhielt einen Präsentkorb und eine liebevoll formulierte Urkunde. „Ohne dich wäre so manches Frühstück ohne Zeitung ärmer gewesen“, heißt es in der Urkunde. „Du bist unsere Heldin des Alltags!“

„Auf dich war Verlass“, habe sie in den vergangenen Tagen oft von den Güntersern gehört, erzählt Schäfer. Die Dorfbewohner sorgten sich auch darum, was sie denn jetzt überhaupt machen wolle. Sie müssten sich keine Sorgen machen, entgegnet Schäfer. Mit Haus, Garten und Familie habe sie noch einiges zu tun. Ihr Mann starb zwar bereits vor sechs Jahren, doch unter anderem mit drei Kindern, fünf Enkelkindern und drei Urenkeln gibt es viele familiäre Bindungen. Mit ihrer Schwester fährt Schäfer außerdem gerne mal in den Urlaub.

Ganz in den Ruhestand geht sie außerdem nicht. Zwei Jobs als Reinigungskraft, einen in Güntersen, einen in Göttingen, will sie weiter ausüben. Und im Dorfladen gibt es sicher auch immer mal wieder etwas zu klönen, meint Schäfer.