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Die Region Einen Blick ins Private werfen
Die Region Einen Blick ins Private werfen
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14:02 19.01.2019
Die Aquarelle bilden herzförmige Boxen ab, die wie Puppenhäuser wirken. Zu entdecken sind alltägliche, tierische und morbide Motive. Quelle: Peter Heller
Göttingen

Ihre erste Einzelausstellung hat die Künstlerin Sofia Duchovny für das Künstlerhaus Göttingen erarbeitet. Die Exposition wurde am Freitagabend durch den Geschäftsführer des Kunstvereins Göttingen, Helmut Wenzel, und die Kuratorin, Tomke Braun, vorgestellt und feierlich eröffnet.

Ambivalenz ist ein tragendes Thema der Ausstellung. So werden neben plastischen, teilweise sehr großen Skulpturen auch zarte, pastellfarbene Aquarelle ausgestellt. Der Titel „Private Viewing“ setzt einen Kontrapunkt, schließlich kann eine öffentliche Ausstellung kaum ein privater Einblick sein. Als öffentliche Vorführung, als „Public Viewing“ wiederum werden in der Ausstellung private Einblicke gegeben – die Aquarelle zeigen herzförmige Boxen, die Skulpturen weisen animalische Züge auf.

Die Inspiration für die ausgestellten Skulpturen entstamme direkt aus dem Leben der Künstlerin. In ihrer Rede erläutert Kuratorin Tomke Braun, dass Duchovny oft auf Reisen Inspiration gefunden habe. Um die Kunstwerke auch transportieren zu können, ist die Idee zu faltbaren Objekten entstanden.

Eindrucksvoll ist der Gedanke, dass sich eine raumfüllende Skulptur so klein zusammenfalten lässt, dass sie sich problemlos in einigen Kisten verschicken lässt. Vergleiche mit Wimmelbildern kommen bei der Betrachtung der gemalten herzförmigen Boxen auf. Duchovny, die sich selbst nicht als Malerin versteht, hat mit den Aquarellen erstmals klassisch Keilrahmen bearbeitet. Die Künstlerin sieht die Bilder als Ergänzung zu ihren Skulpturen. „Der Grundgedanke war, dass beides bespannt ist. Die Skulpturen und die Rahmen“, erklärt sie.

Eine Woche war die Künstlerin selbst vor Ort und hat gemeinsam mit Kuratorin Braun die Ausstellung aufgebaut. Göttingen gefiele ihr gut, sagt die 31-jährige Duchovny, die derzeit in Berlin lebt. Alles was sie benötigt habe, habe sie in der Innenstadt finden können – einzig der Weg zum nächsten Baumarkt sei zu weit, findet Duchovny.

Die Ausstellung ist vom 19. Januar bis zum 10. März im Künstlerhaus in Göttingen, Gotmarstraße 1, zu sehen. Dienstags bis Freitags ist von 14 bis 18 Uhr geöffnet, Sonnabend und Sonntag von 11 bis 17 Uhr.

Von Claudia Bartels

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