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Bovenden 20 Prozent mehr für Bovender Feuerwehrleute
Die Region Bovenden 20 Prozent mehr für Bovender Feuerwehrleute
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00:29 28.04.2018
Die Feuerwehr Bovenden wirbt um Mitglieder. Quelle: Swen Pförtner
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Bovenden

Insgesamt 7800 Euro sollen im Haushalt der Gemeinde zusätzlich bereitgestellt werden, um die monatliche Entschädigung um durchschnittlich 20 Prozent anzuheben. Außerdem werden drei Gruppen von Funktionsträgern in die Liste aufgenommen, die bisher nichts bekommen haben: der stellvertretende Gemeindejugendfeuerwart, der Gemeindeausbildungsleiter und die Gruppenführer.

Gemeindebürgermeister Thomas Brandes (SPD) erklärt dazu: „Natürlich klingt das erst einmal nach einer massiven Erhöhung. Man muss dabei allerdings auch schauen, woher wir kommen.“ Seit 2001 gab es keine Satzungsänderung, nur vereinzelt wurden Anpassungen vorgenommen. Sollte der Rat zustimmen, steigt die monatliche Entschädigung des Gemeindebrandmeisters jetzt also von 148 auf 170 Euro, sein Stellvertreter bekäme 88 statt 76 Euro. Noch deutlicher fiele der Anstieg bei den Ortsbrandmeistern aus: Von 56 bis 66 auf zukünftig 72 bis 96 Euro.

15 Euro für Gruppenführer

Mit der Entscheidung, auch die Gruppenführer mit 15 Euro zu bedenken, könnte Bovenden im Landkreis einen Präzedenzfall schaffen. Lediglich auf Landesebene seien einzelne Kommunen bekannt, die eine derartige Aufwandsentschädigung bereits eingeführt haben, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Diese Kräfte bilden die zweite Führungsebene, übernehmen oftmals die Einsatzleitung und sind vielerorts auch für die Ausbildung zuständig. Es nehme eine Menge Zeit in Anspruch, sich selber fortzubilden und Schulungen vorzubereiten. Je Feuerwehrstandort gibt es grundsätzlich einen Gruppenführer, bei Stützpunktfeuerwehren zwei.

„Ich bin mir bewusst, dass wir mit dieser Entscheidung für Diskussionen auch in anderen Gemeinden sorgen“, so Brandes. Es sei ihm aber ein Anliegen, die Arbeit seiner Feuerwehrleute wertzuschätzen. „Deshalb stehe ich dazu.“ Der Vergleich mit anderen in der Größe vergleichbare Kommunen der Region zeigt auch, dass sich Bovenden mit der jetzigen Satzungsanpassung nicht nur bei der Entschädigung der Gruppenführer abheben würde.

Deutliche Unterschiede

So liegen Rosdorf, Herzberg oder auch Gleichen zum Teil deutlich unter dem von der Bovender Verwaltung und Gemeindebrandmeister Markus Füllgrabe gemeinsam vorgelegten Entwurf. Einige Beispiele: In Herzberg bekommt der Gemeindebrandmeister 110 Euro (-60 Euro), der Ortsbrandmeister in Rosdorf 70 Euro (-26 Euro) und der Gerätewart in Gleichen 27 Euro (-29 Euro).

Ein besonderes Gewicht legen allerdings alle Wehren des Landkreises auf die Nachwuchsbetreuung und -Ausbildung. Und so liegt die Entschädigung der Kinder- und Jugendfeuerwehrwarte überall weitgehend gleichauf. „Diese Tätigkeiten haben überall deutlich mehr Bedeutung bekommen“, so Brandes. Wie auch die Vereine müssten sich die Feuerwehren um Nachwuchs bemühen. Zum einen hätten Kinder früher mehr Freizeit gehabt und sich so automatisch an den Aktivitäten im Dorf beteiligt. Zum anderen sei es heute schwieriger, für junge Menschen attraktiv zu bleiben. „Unsere Feuerwehrleute machen in dem Bereich sehr viel. Sie gehen in Schulen oder beteiligen sich an Aktionstagen.“ Daher habe man sich auch entschlossen, mehr Geld zu investieren.

Gute Chancen bei Abstimmung

Die Chancen, dass die neue Aufwandsentschädigungssatzung in Bovenden breite Zustimmung findet, stehen nach Brandes Einschätzung gut. „Wir haben hier ein ganz gutes Verhältnis zwischen Verwaltung, Politik und Feuerwehr“, sagt der Verwaltungschef. Nachdem der Feuerwehrausschuss das Thema am Mittwoch beraten hat, entscheidet der Rat des Fleckens in seiner Sitzung am Freitag, 4. Mai.

Von Markus Scharf

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