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Bovenden 40 Fichten und eine Kanzel: So wird aus dem Spanbecker Thie ein Winterwald
Die Region Bovenden 40 Fichten und eine Kanzel: So wird aus dem Spanbecker Thie ein Winterwald
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17:31 23.11.2019
Die Winterkanzel steht schon, mit vereinten Kräften bauen die Spanbecker ihren Winterwald weiter auf. Quelle: Peter Heller
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Spanbeck

Die Tannen sind geschmückt, Lichterketten überspannen den kleinen Platz, und auch die Weihnachtskanzel steht an ihrem Platz. Jetzt fehlt nur noch der richtige Winter. An diesem Sonnabend haben die Spanbecker ihren Winterwald hergerichtet. Zum 10. Mal – und immer kommt etwas Neues hinzu.

Überall wird geschraubt, genagelt und drapiert. Einige befestigen Tannenzweige an der Umrandung der langen Theke, andere schmücken die Bäume. Mehr als 40 Fichten säumen den sonst offenen Tiehplatz und verwandeln ihn in einen kleinen Wald. Elke Benner steht gerade auf der Leiter zum Jäger-Hochsitz und befestigt ein herunterhängendes Lichternetz. „Das ist unsere Winterkanzel“, verkündet sie lachend.

Eine Winterkanzel für den Winterwald

Der Hochsitz mit dem passenden Namen gehört schon lange zum Inventar des Winterwaldes. Fast das ganze Jahr über steht er außerhalb des Dorfes am Waldrand, für die Adventszeit wird er jedes Jahr auf den Thieplatz transportiert. „Schweren Herzens“ kann er während dieser Zeit auf ihn verzichten, sagt Jagdpächter Hayo Schipper schmunzelnd und schraubt noch schnell einer lose Leiste am Dach fest. Es gibt noch mehr als 40 weitere im Revier.

Mehr Bilder vom Aufbau

Mit vereinten Kräften haben etwa 20 Spanbecker angepackt, um auf ihrem Thieplatz einen Winterwald aufzubauen. An jeden Sonnabend im Advent wird dort gefeiert.

Die Winterkanzel ist zum Markenzeichen des Spanbecker Winterwaldes geworden. Der ist an jedem Sonnabend vor den Adventssonntagen ab 17 Uhr geöffnet – mit Livemusik und was sonst zu einer winterlichen Party gehört. Vor zehn Jahren hatte Margitta Kolle die Idee, in der Vorweihnachtszeit „mal was anderes auszuprobieren. Andere traditionelle Dorffeste kamen „irgendwie nicht mehr so gut an“. Sie konnte die örtlichen Vereine und Gremien überzeugen, und der Spanbecker Winterwald war geboren.

Der wird inzwischen längst federführend vom neu gegründeten Verein „Gemeinsam für Spanbeck“ organisiert, dessen Vorsitzende Kolle ist. Aber auch die anderen Gruppen sind mit im Boot und besetzen wechselnd die Theke: am 1. Sonnabend der Kern-Verein, am 2. ein Team vom Orts- und Kirchenrat, am 3. der TSV und am 4. die Handball-Spielgemeinschaft „SpanBill“.

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Und in jedem Jahr komme irgendetwas Neues dazu, sagt Kolle. Inzwischen gebe es das halb offene Zelt, in dem die Bands bei jedem Wetter geschützt und trocken auftreten können. Hier und da hängt eine neue Lichterkette. Und seit dem vergangenen Jahr hat der Thekenunterstand am alten Spritzenhaus gleich neben dem Thieplatz eine Regenrinne. Bis dahin konnte es bei Regen unter dem Dach „ganz schön ungemütlich werden“.

„Wir halten hier zusammen“

Der Winterwald ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt, an dem sich Alteingesessene wir Manfred Tauber ebenso beteiligen wie Maren Hunger, die gerade erst hinzugezogen ist. „Wir halten zusammen. Wer hier wohnt, ist irgendwie dabei“, sagt Taubert und gönnt sich nach getaner Arbeit an diesem sonnigen, aber schon kalten Aufbausonnabend zufrieden einen Kaffee. Das funktioniere auch bei vielen anderen Aktionen, fügt er an.

Diese Gemeinschaft und ihr Winterwald locken inzwischen auch Gäste und Gönner aus anderen Dörfern an. Sie suche für die Liveauftritte immer Bands, Kapellen und Chöre aus der Region, sagt Kolle. Zum ersten Mal habe sich jetzt sogar eine Band von sich aus „beworben“, weil sie gerne im Spanbecker Winterwald auftreten wollte. Auch die vielen Fichten kämen erstmals nicht mehr von der Spanbecker Realgemeinde. Ihre Bestände seien von Stürmen und dem Borkenkäfer arg dezimiert. „Zum Glück haben sich aber zwei andere Baumspender aus Nachbargemeinden gefunden.“

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Jeden Samstag Livemusik:

Das Programm zum Winterwald

An jedem Samstag in der Adventszeit öffnen die Spanbecker um 17 Uhr ihren Winterwald – mit jeweils wechselndem Musikprogramm. Dazu gibt es allerlei winterliche Getränke und wechselnde Speisen von Kartoffelspalten über Eintopf bis zur Pilzpfanne. Um 21 Uhr gehen die Lichter dann wieder aus.

Am 30. November können Kinder den Wunschzettelbaum auf dem Thieplatz mit ihren Wunschzetteln schmücken. Um 17.30 Uhr spielt live Rock Seven aus Gillersheim.

Am 7. Dezemberspielt um 17.30 Uhr etwa eine Stunde lang die Big Band Combeau aus Angerstein.

Am 14. Dezember kommt erstmals die Band Burns aus Göttingen in den Winterwald – ebenfalls um 17.30 Uhr Uhr).

Am 21. Dezembertritt um 17.30 Uhr die Renshäuser Blasmusik auf. Gegen 17.45 Uhr kommt außerdem der Weihnachtmann mit Geschenken auf den winterlichen Thieplatz. (us)

Von Ulrich Schubert

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