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Bovenden Kita-Neubau in Hanglage
Die Region Bovenden Kita-Neubau in Hanglage
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00:16 11.12.2018
So soll die neue Kita in Eddigehausen aussehen. Quelle: GG Architekten
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Bovenden

 Hinter dem Bebauungsplan Bovenden-Eddigehausen Nr. 9 „Domäne“ verbirgt sich ein neues Domizil für den Nachwuchs des mit 1650 Einwohnern drittgrößten von acht Ortsteilen des Fleckens Bovenden. Die bisherige Kindertagesstätte auf der parkähnlichen Grünfläche inmitten des Ortes soll durch einen Neubau in Hanglage am Rand des Grundstückes ersetzt werden. Mit einer dritten Änderung des Bebauungsplanes hat der Rat der Gemeinde am Freitagabend letzte Stellschrauben für das Projekt festgezogen, über das Einigkeit besteht.

Baustart im Frühjahr

Der Baustart sei im April 2019 vorgesehen, sagt Bovendens Bürgermeister Thomas Brandes (SPD). Im August 2020 – mit dem Kindergartenjahr 2020/2021 –solle die neue Kindertagesstätte den Betrieb aufnehmen. Während der Bauphase könne die alte Kindertagesstätte weiter genutzt werden. Die gehört der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde, die auch Träger der Kita ist und bleibt. Der Eigentümer wechselt jedoch. Bauherr der neuen Kita ist der Flecken Bovenden, nicht die Kirche. Den Bauplatz stellt die Kirchengemeinde der Kommune zur Verfügung und übernimmt die Abrisskosten für den alten Kindergarten.

Visualisierung der künftigen Kita in Eddigehausen Quelle: GG Architekten

Der Altbau sei marode und schwer zu sanieren, sagt Brandes. Deshalb habe man von einem Anbau Abstand genommen. Für den Neubau sind im kommenden Jahr zwei Millionen Euro vorgesehen – der größte Investitionsbrocken im Etatplan für 2019. Der Haushalt wurde am Freitag einstimmig verabschiedet und ist im Ergebnishaushalt das dritte Jahr in Folge ausgeglichen. Noch einmal mehr als eine Million Euro sollen 2020 in den Kita-Neubau fließen. Finanziert wird das im Bauausschuss ausführlich beratene Vorhaben über Investitionskredite. Vom Land gibt es 180 000 Euro Zuschuss für die Krippenplätze.

Wird in den Hang hinein gebaut: die neue Kindertagesstätte. Quelle: GG Architekten

Alles unter einem Dach

Die neue Kindertagesstätte soll in Winkelform in Hanglage im oberen Bereich des Grundstücks gebaut werden. Sie soll drei Kindergarten-Gruppen mit jeweils 25 Plätzen und zwei Horträume für die Vorschulkinder beherbergen. Der in der ursprünglichen Planung vorgesehene Multifunktionsraum ist zu einer Krippengruppe mit 15 Plätzen umgewandelt worden. „Das Gebäude wird zweigeschossig, wirkt aber nicht so, weil es in den Hang hinein gebaut wird“, sagt Brandes. Zur Straßenseite hin werde es nur eingeschossig in Erscheinung treten. Die Kindergarten-Gruppen sollen im Erdgeschoss, Krippe und Hort im Obergeschoss unterkommen. Beide Horträume seien zurzeit ausgelagert, einer im ehemaligen Pfarrhaus, einer in der benachbarten Grundschule. Die Schule werde zweizügig und wolle deshalb ab 2020 den jetzigen Hortraum selbst nutzen.

Visualisierung der künftigen Kita in Eddigehausen Quelle: GG Architekten

Bäume müssen weichen

Mit der aktuellen Änderung des Bebauungsplanes werden die Vorgaben zur Dachneigung geändert, um auch Pultdächer auf dem verwinkelten Gebäude zu ermöglichen. Der Abstand zu Nachbargrundstücken wird von drei auf fünf Meter vergrößert. In Stellungnahmen haben Bürger vor allem moniert, dass wertvoller Baumbestand dem Neubau weichen müsse. Die bauliche Fortentwicklung der innerörtlichen Fläche sei höher zu bewerten als die Belange von Natur und Landschaft, heißt es in der Abwägung der Gemeinde. „Die Bäume dürfen gefällt werden“, sagt Brandes nach einem Ortstermin mit der unteren Naturschutzbehörde. Ein artenschutzrechtliches Gutachten habe keine Hinweise auf brütende Vögel ergeben.

Visualisierung der künftigen Kita in Eddigehausen Quelle: GG Architekten

Der Bedarf an Kindergarten-, Krippen- und Hortplätzen in der Gemeinde im Göttinger Speckgürtel ist hoch. Vorsorglich wurden für 2019 auch 50 000 Euro Planungskosten für einen dritten Krippenraum im neuen Waldorf-Kindergarten am Wurzelbruchweg in Bovenden eingestellt, der erst im August mit drei Kiga- und zwei Krippengruppen in Betrieb gegangen ist. Eine Entscheidung über die Erweiterung dieses Neubaus, in den die Gemeinde 2,6 Millionen Euro investiert habe, solle aber erst im Frühjahr getroffen werden, sagt der Bürgermeister.

Von Kuno Mahnkopf

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