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Bovenden Das letzte Gesumm
Die Region Bovenden Das letzte Gesumm
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13:50 14.12.2018
Bienenweiden sollen in Bovenden Rasenflächen ersetzen.
Bienenweiden sollen in Bovenden Rasenflächen ersetzen. Quelle: r
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Bovenden

Mit Blumen- und Staudenbeeten will der Flecken Bovenden einen Beitrag zur Artenvielfalt leisten und dem Insektensterben entgegenwirken. Alle Ortsteile und sämtliche Friedhöfe in der Gemeinde werden in das Projekt einbezogen. Ein weiteres Zeichen setzt der Beitritt zum Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“, den der Rat der Gemeinde jetzt einstimmig beschlossen hat.

Arbeitsgruppe hat Flächen ausgewählt

Die meisten Grünflächen in der Gemeinde seien Rasenflächen, sagt Bürgermeister Thomas Brandes (SPD). Das solle sich ab Frühjahr kommenden Jahres ändern, viele Flächen zu bienen- und insektenfreundlichen Blumen- und Staudenbeeten umfunktioniert werden. Eine interfraktionelle Arbeitsgruppe hat in diesem Jahr eine Auswahl möglicher Umgestaltungsflächen getroffen und sie begutachtet. Eingebunden waren auch der Naturschutzbeauftragte der Gemeinde, Betriebshof, Bürger sowie der Bund für Umwelt und Naturschutz.

Ausgewählt wurden 28 Flächen mit einer Gesamtgröße von 1,64 Hektar. Eine erste Kostenschätzung geht von fast 400 000 Euro Ausgaben über einen Zeitraum von vier Jahren aus. Bei der NBank, der Förderbank des Landes Niedersachsen, wurde ein Förderantrag gestellt – im Rahmen des Landesprogramms „Landschaftswerte“. Das Projekt könne mit 65 Prozent gefördert werden, sagt Brandes und hofft auf eine noch höhere Förderung. Falls die EU-Kommission die Förderquote erhöhe, seien 80 Prozent Zuschuss möglich.

Bekenntnis zur Biodiversität

Mit dem Beitritt zum Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ könne man von den dort gemachten Erfahrungen profitieren und leiste ein Bekenntnis zum Naturschutz und zur Biodiversität. Mit der Beitrittserklärung, die zum Jahreswechsel greift, ist die Unterzeichnung der Deklaration „Biologische Viefalt in Kommunen“ verbunden – eine freiwillige Selbstverpflichtung mit Zielsetzungen. Der Jahresbeitrag für das Bündnis beläuft sich auf 165 Euro. Bislang hätten sich 157 Kommunen dem Bündnis angeschlossen, nur wenige aus Niedersachsen, aus der Region lediglich der Landkreis Göttingen, sagt Brandes.

Petra Jaeckel (Grüne) freut sich angesichts des weltweiten Artenrückgangs über das Naturschutzprojekt und hebt die Bedeutung der Insekten für die Bestäubung von Nutzpflanzen hervor: „Mit dem Beitritt zum Bündnis setzen wir noch einen ’drauf – sozusagen der Mercedes.“

Von Kuno Mahnkopf

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