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Bovenden Container-Lösung für Schule in Bovenden
Die Region Bovenden Container-Lösung für Schule in Bovenden
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14:00 29.09.2019
Die Modul-Lösung an der IGS Bovenden soll in die Verlängerung gehen. Auch eine Vergrößerung ist geplant, um dem Platzmangel entgegen zu wirken. Quelle: Peter Heller
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Bovenden

Die Integrierte Gesamtschule (IGS) Bovenden braucht mehr Platz. Nach der Ausarbeitung eines Raumkonzeptes stellten Schulleitung und der Landkreis als Schulträger einen Fehlbedarf an allgemeinen Unterrichtsräumen sowie an Differenzierungsräumen fest. In sogenannten Differenzierungsräumen können Schüler allein oder in Gruppen arbeiten, allerdings unter Beaufsichtigung durch Pädagogen. Dieser zusätzliche Bedarf ergibt sich unter anderem aus der Umstellung von G8 auf G9 im Zusammenhang mit der neu eingeführten Oberstufe. Zur Erklärung: G8 bedeutet, dass die Mittelstufe in fünf Schuljahren organisiert wird. Bei G9 ist das in sechs Schuljahren der Fall. Der Plan einer räumlichen Erweiterung stand jetzt auf der Tagesordnung des Schulausschusses des Landkreises Göttingen.

Die Prognose für die nächsten Jahre geht bei der IGS Bovenden nur von geringen Schwankungen bei den Schülerzahlen aus, sowohl im Sekundar-I sowie im Sekundar-II-Bereich. In einer Vorlage des Landkreises heißt es: „Die identifizierte räumliche Erweiterung der Schule wird hinsichtlich der Klassenräume als mittelfristig hinreichend eingeschätzt“.

Eingeschossiges Modulgebäude seit 2017

Rückblick: Im November 2017 ist auf dem IGS-Gelände ein eingeschossiges Modulgebäude in Systembauweise zwischen der Sporthalle und dem Parkplatz errichtet worden, vier Unterrichtsräume entstanden so zusätzlich. Allerdings ist diese Lösung befristet. Das Modulgebäude ist für einen Zeitraum von 33 Monaten angemietet. Das Objekt könnte erworben werden. Die Kosten dafür würden sich auf fast eine Million Euro belaufen. Im Falle einer denkbaren Neuausschreibung würde sich eine Versorgungslücke auftun, die optimistisch geschätzt bei drei bis vier Monaten liege, wird seitens der Verwaltung ausgeführt. Das heißt, die vier Unterrichtsräume würden dann nicht zur Verfügung stehen. Ein Anbieterwechsel würde infolge anderer Systembaulösungen auch eine Änderung der Gründung und der Infrastruktur bedingen – mit entsprechenden Folgekosten, heißt es.

„Keine dauerhafte Lösung“

Kurzum: Die Kreisverwaltung favorisiert einstweilen eine Verlängerung der Anmietung plus einer Erweiterung des Container- oder freundlicher ausgedrückt Modulgebäudes. Die Kaufvariante soll aber „im Hinblick auf eine langfristige und tragfähige Lösung nicht vollends aus dem Blick“ geraten. Sie soll im kommenden Jahr erneut geprüft werden, wenn die Anmeldezahlen für das Schuljahr 2020/21 vorliegen. Die Vorsitzende des Schulausschusses, Nadia Affani (SPD), drückt sich hinsichtlich der Module noch klarer aus: „Eine dauerhafte Lösung kann das nicht sein.“

185 000 Euro Mietkosten im Jahr

Die Kosten für zusätzliche Fundamentarbeiten würden sich auf etwa 80 000 Euro belaufen. Hinzu kommen Lieferungs- und Aufbaukosten in Höhe von 330 000 Euro für die benötigten Module, die erforderlichen Sanitäranlagen, Fluchttreppe sowie den Umbau des vorhandenen Daches. Die jährlichen Mietkosten betragen für das Haushaltsjahr 2020 120 000 Euro, für das Haushaltsjahr 2021 sind es dann 185 000 Euro.

Lehrerzimmer ist auch zu klein

Vergrößert werden soll übrigens auch das Lehrerzimmer, die Kosten dafür werden auf 250000 Euro geschätzt, die Summe ist im Haushaltsplanentwurf für 2020 eingeplant, versichert die Kreisverwaltung. Hier soll möglichst gebäudeintern eine Lösung gefunden werden, es soll also keine bauliche Erweiterung geben.

Die Mitglieder des Schulausschusses stimmten der Vorlage einstimmig zu. Eine vergleichbare Vorlage die KGS Bad Lauterberg betreffend, ist auf Antrag von Ausschussmitglied Maria Gerl-Plein (Grüne) von der Tagesordnung genommen worden. Es gebe dazu noch Abstimmungsbedarf in der Fraktion, sagte sie zur Begründung.

Der Auftrag für die Kreisverwaltung

Der Beschlussvorschlag der Kreisverwaltung ist von den Mitgliedern des Schulausschusses während der Sitzung vom 27. September ohne Änderungen angenommen worden. Konkret heißt es in dem Text: Die Verwaltung wird beauftragt, die aktuellen Raumbedarfe an der IGS in Bovenden mit der Mietvariante zu decken. Die Kaufoption wird spätestens 2020 erneut geprüft.

Die Verwaltung wird außerdem beauftragt, in Abstimmung mit der Schule Lösungen für die noch bestehenden Raumbedarfe (Lehrerzimmer) zu entwickeln.

Zugleich wird die Verwaltung beauftragt, in Gesprächen mit Vertretern der Stadt Göttingen sicherzustellen, dass bei Schaffung weiterer Oberstufen im gemeinsamen Schulbezirk im Sinne einer gemeinsamen Oberstufenplanung keine Überkapazitäten geschaffen werden. Ziel soll außerdem sein, eine Kooperation zwischen den städtischen Oberstufen und der IGS Bovenden zu verwirklichen.

Die Vorlage wird noch einmal im Kreisausschuss am 1. Oktober nicht öffentlich behandelt.

Von Ulrich Meinhard

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