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Bovenden Kreditaufnahme „immer noch zu hoch“
Die Region Bovenden Kreditaufnahme „immer noch zu hoch“
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21:44 25.11.2016
Von Britta Eichner-Ramm
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Bovenden

Schon bei der Einbringung des Zahlenwerkes in der konstituierenden Ratssitzung Anfang November hatte Erster Gemeinderat und Kämmerer Lutz Kiefer vor einer weiteren Neuverschuldung gewarnt. Dennoch habe die Beschlusslage nach den Vorberatungen in den Ausschüssen zusätzliche Investitionen in Höhe von rund 70 500 Euro vorgesehen, sagte Kiefer. Für kontroverse Diskussionen und Beratungsbedarf innerhalb der Fraktionen hätten, so der Kämmerer gegenüber dem Tageblatt, die beiden Einsparvorschläge der Verwaltung gesorgt. Zum einen ging es um die Dachsanierung der Alten Schule in Bovenden, wo ein Wasserschaden festgestellt worden war. Hier solle zunächst einmal der Grund der Undichtigkeit ermittelt und geprüft werden, ob überhaupt eine komplette Dachsanierung erforderlich ist. Zum anderen waren die Ausschussmitglieder nach einer kurzen Sitzungsunterbrechung auch mit dem Vorschlag einverstanden, die sogenannte „Ertüchtigung eines zweiten Rettungsweges“ in der Glückauf-Halle in Reyershausen auf das Jahr 2018 zu verschieben - Kostenschätzung für diese Brandschutzmaßnahme: 166 000 Euro. Hierfür müsse allerdings der Landkreis noch grünes Licht geben.

Sanierung der der Adolf-Kierschke-Halle

Weitere Investitionen sollen im Etatplan ebenfalls auf folgende Jahre verschoben werden. Dazu zählten zum Beispiel die Arbeiten an der Turnhalle Harste. Nach Empfehlung des Planers solle aber schnellstmöglich der nächste Sanierungsschritt an der Adolf-Kierschke-Halle in Eddigehausen erfolgen, was etwa 672 400 Euro koste.

Mit fünf zu vier Stimmen abgelehnt wurde der Antrag der SPD, im Ergebnishaushalt Mittel für eine Bürgerbefragung vorzusehen. Laut Kiefer ist der Ergebnishaushalt ausgeglichen. Es würden gute Gewerbesteuereinnahmen erwartet. Positiv habe sich der veränderte Stichtag zur Berechnung der Schlüsselzuweisungen vom Land ausgewirkt, erläuterte Kiefer. Bovenden zählt danach etwa 50 Einwohner mehr, wodurch die Zuweisungen um fast 50 000 Euro steigen und sich ein Überschuss von etwa 19 000 Euro ergebe. Damit würden die in den Vorberatungen gewünschten Mehrausgaben, etwa für eine Machbarkeitsstudie für einen Bürgerbus in Höhe von 11 000 Euro, ausgeglichen.

Abwasser und Bestattungen werden teurer

Einstimmig beschloss das Gremium jeweils Erhöhungen der Abwassergebühr zum Jahreswechsel um 15 Cent je Kubikmeter und der Bestattungsgebühren. Beides sei als zumutbar und vertretbar angesehen worden, so Kiefer.