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Bovenden Landwirt überfährt Rehe in Lenglern
Die Region Bovenden Landwirt überfährt Rehe in Lenglern
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00:28 13.05.2018
Bein des toten Rehs. Quelle: r
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Lenglern

Mehrere Rehkitze sind in Lenglern ums Leben gekommen. Ein Bauer überfuhr sie, als er seine Wiese mähte. Er soll die Wiese nicht wie empfohlen vor dem Mähen auf Tiere kontrolliert haben. Yvonne Eike-Hahne entdeckte eins der Tiere, als sie am nächsten Morgen mit ihrem Hund spazieren ging.

„Wir hatten schon vor Beginn der Mähsaison gesehen, dass auf der Wiese einige Kitze abgelegt worden“, sagte Eike-Hahne. Dies sei auch in den Vorjahren immer der Fall gewesen. Direkt nach dem Mähen hätten ihre Nachbarn Kadaver der kleinen Rehe von der Wiese entfernt. „Als ich am nächsten Morgen, mit einer Freundin, an dem Feld vorbeigekommen bin, sahen wir eine Ricke, die aus dem Wald kam“, berichtete Eike-Hahne. Auf dem Feld seien Greifvögel gewesen, und die Ricke habe versucht, diese zu vertreiben. Eike-Hahne entschied sich dann dazu, auf der Wiese nachzusehen, was los sei, und entdeckte dabei ein weiteres totes Rehkitz. Sie sei nach Hause gegangen, um sich Geräte zum Entfernen der Überreste zu holen. „Der Anblick des Kitzes war für das Muttertier eine Zumutung“, sagte sie. Deshalb habe sie das Kitz dann vergraben.

Wiese nicht durchsucht

Sie habe zudem Kontakt mit dem zuständigen Jagdpächter aufgenommen, der von Seiten des Landwirts nicht, wie von der Landesjägerschaft, dem Landvolk und der Landwirtschaftskammer empfohlen, über die bevorstehende Mähung informiert worden war. Zudem habe der aus Lenglern stammende Landwirt ihr gegenüber zugegeben, dass es keine Betrachtung der Wiese vor dem Mähen gegeben habe, berichtete Eike-Hahne. „Wir Hundebesitzer werden immer wieder belehrt und müssen uns an den Leinenzwang für unsere Hunde halten, aber die Landwirte können machen, was sie wollen“, sagte sie. Deshalb möchte sie auch mit weiteren Institutionen über den Vorfall sprechen, um weitere tote Tiere zu vermeiden.

Von innen nach Außen mähen

Nach den Empfehlungen können die Landwirte die Wiese auch selbst durchsuchen und Tiere aus den Wiesen tragen, um sie vor dem Mäher zu schützen. Eine weitere Möglichkeit sei, die Wiesen von innen nach außen zu mähen. Dies gebe den Tieren die Möglichkeit, dass sie zu den Seiten aus den Wiesen flüchten können. Im Außenbereich der Wiesen sollte zudem die Geschwindigkeit reduziert werden, da sie bevorzugte Aufenthaltsorte von Rehen, Hasen und Fasan sein. Landwirte sollten es zudem vermeiden, in den Abendstunden zu mähen, da das Scheinwerferlicht dazu führen, dass die Tiere nicht mehr flüchten. Eine weitere Variante seien akustische Wildretter: Die an den Erntemaschinen angebrachten Signaltongeber erzeugen einen Piepton, der Wildtiere flüchten lässt. Wie viele Tiere im Landkreis Göttingen beim Mähen getötet werden, lässt sich nach Angaben von Dieter Hildebrandt, Vorsitzender der Jägerschaft Göttingen, kaum verlässlich einschätzen.

Von Vera Wölk

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