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Bovenden Bevölkerung arbeitet mit an der Zukunft des Fleckens
Die Region Bovenden Bevölkerung arbeitet mit an der Zukunft des Fleckens
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14:00 25.09.2019
Kein Flächennutzungsplan ohne Beteiligung der Bevölkerung: Besucher der Auftaktveranstaltung notieren ihre Gedanken zu den unterschiedlichen Handlungsfeldern. Quelle: Markus Hartwig
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Bovenden

Für die Gemeinde Bovenden steht die Neuaufstellung eines Flächennutzungsplanes an. Am Dienstagabend hat im Bürgerhaus die Auftaktveranstaltung stattgefunden. Es kamen mehr Interessierte als vom Bürgermeister erwartet.

Die Urfassung des Flächennutzungsplans stammt aus dem Jahr 1979. Innenentwicklung, zentrale Siedlungsgebiete und Versorgungsbereiche, Freiraumaspekte, Mobilität/Verkehr/Logistik sowie Energie bildeten schon damals zentrale Punkte dieses Planungsinstruments, mit dem die bauliche Entwicklung innerhalb einer Gemeinde gesteuert werden soll. Seitdem habe diese Urfassung mehr als 30 Änderungsverfahren durchlaufen. „Das zeigt uns, dass dieser alte Plan, der einer Gemeinde die Chance auf selbstbestimmte Entwicklung bietet, nicht mehr passt“, stellte Dirk Puche fest, Geschäftsführer der von der Gemeinde beauftragten Northeimer Planungsgruppe Puche.

Alter Flächennutzungsplan passt nicht mehr

2013 ist unter Beteiligung vieler Bürger des Flecken Bovenden das „Leitbild Flecken Bovenden 2030“ entwickelt und vom Gemeinderat beschlossen worden. Dieses Leitbild sah vor, Projekte thematisch anzugehen und mit dem Flächennutzungsplan zu verbinden.

Vorstellungen einbringen

Nun steht die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes im Fokus der Gemeinde. Darin sollen die Ziele und Projekte des Leitbildes verbindlich manifestiert werden. „Dabei sind wir auf Ideen und Vorschläge aus der Bevölkerung angewiesen“, so Bürgermeister Thomas Brandes (SPD) und bemerkte, dass mehr Bovender Bürger zu dieser wichtigen Auftaktveranstaltung erschienen seien, als gedacht. „Es ist wichtig, dass Sie Ihre Vorstellungen einbringen.“

Vier Handlungsfelder

Bei der Fortschreibung des Bovender Leitbildes unter dem Slogan „Leben im Miteinander der Generationen“ und dessen Integration in den Flächennutzungsplan habe das Büro bereits vorgearbeitet, sagte Puche, und präsentierte vier Handlungsfelder, die für den Fortgang des Abends noch wichtig sein sollten. Denn nun waren die Bovender im Saal aufgefordert, in Gruppen Vorschläge, Meinungen und negative Kritik zu diesen Bereichen zu äußern.

Das Handlungsfeld 1 umschreibt die soziale Infrastruktur, Dorfgemeinschaft und Kultur. Es konnten Statements auf verschiedenfarbigen Karten zu Themen wie öffentliche Einrichtungen, Vereine, Schulen, Senioren und Ärzte gegeben werden. An einem weiteren Tisch war das Handlungsfeld 2 aktuell. Hier waren Meinungen zu dem Themenbereich Siedlungsentwicklung, Wohnen, Plätze und Versorgung gefragt. Am Tisch für das Handlungsfeld 3 konnten Kommentare zur technischen Infrastruktur und der Wirtschaft im Flecken Bovenden abgegeben werden. Handlungsfeld 4 hatte Freizeit und Tourismus sowie Landschaft und Natur zum Thema.

Kritik an Bodenversiegelung

Abschließende Zusammenfassungen der abgegebenen Statements zeigten beispielsweise Kritik an der Bauleitplanung sowie eine kritische Betrachtung der Bodenversiegelung. Angesprochen wurden auch Themen wie die Versorgung mit schnellem Internet für das Gewerbe, regenerative Energien und der öffentliche Nahverkehr. Hier wünschten sich einige eine höhere Taktung und eine transparentere Tarifpolitik.

Weitere Veranstaltungen im Oktober und November

Die Ergebnisse des Abends dienen der Planungsgruppe Puche als Basis für das weitere Arbeiten. „Wir werden Ihre Impulse pfleglich behandeln und weiterentwickeln“, versprach Puche und kündigte das weitere Vorgehen an. Für jedes Handlungsfeld werde es am 22. und 29. Oktober sowie am 5. und 12. November jeweils ab 18 Uhr im Bürgerhaus Bovenden öffentliche „Ziel- und Strategiekonferenzen“ geben.

Von Markus Hartwig

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