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Bovenden IGS Bovenden zeigt, was sie kann
Die Region Bovenden IGS Bovenden zeigt, was sie kann
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16:30 30.08.2019
„Pech oder Glück?“ – Vortrag des Wahlpflichtkurses Darstellendes Spiel Jahrgang 7. Quelle: vw
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Bovenden

Zehn Jahre Integrierte Gesamtschule (IGS) Bovenden heißt es in diesem Jahr. Und was liegt da näher, als dieses besondere Jahr mit einer Show zu beginnen. Insgesamt die dritte Präsentationsshow war es schon, die Jutta Rehpenning, Fachbereichsleiterin für musisch-kulturelle Bildung, mit ihrem Lehrerkollegium und natürlich der Schülerschaft auf die Beine gestellt hatte.

Gut gefüllt war die Aula der Schule. Mit einem „Trommelwirbel“, einer Eigenproduktion der Musikklasse 6.1 unter der Leitung von Luzia Rose begann die Veranstaltung. Der Name des Stückes war Programm, schnell wippten viele Füße im Takt zu dem schwungvollen Auftakt.

Jutta Rehpenning. Quelle: vw

Mit viel Elan stellten sich dann auch die Moderationen des Abends, Clemes Fülling und Elia Kümmel, Schüler aus dem Jahrgang 12, ihrer Aufgabe. „Wir wollen die Ergebnisse der künstlerischen Arbeit präsentieren, aufgepeppt mit neuer Würze, neuen Ideen und neuen Aktiven“, erklärten sie dem Publikum.

Improvisation gefragt

Die künstlerische Arbeit genießt bei den Verantwortlichen einen sehr hohen Stellenwert. „Die Beiträge des Abends sind nicht extra für diese Show entstanden. Wir schauen im Vorfeld, was passiert im Schuljahr und bauen dann darauf auf“, berichtet Fachbereichsleiterin Rehpenning. Sie schwärmt von ihrem Team. „Wenn wir denken, es könnte passen, dann machen wir es passend“, erläutert sie. Musste das Team auch am Tag der Präsentation, denn noch am Morgen fielen drei Schüler aus Krankheitsgründen aus. „Es mussten zwei andere Schüler einspringen, um es rund zu machen“, erklärt die Fachbereichsleiterin.

Zehnjähriges Bestehen der IGS Bovenden mit abwechslungsreichem Programm eingeläutet

Teamarbeit wird in der IGS in allen Bereichen groß geschrieben, wie Gesamtschulleiterin Renate Heyn in ihrer Begrüßungsansprache speziell hervorhob. Dabei skizzierte sie die vergangenen zehn Jahre noch einmal im Zeitraffer. „Eine neue Schule zu gründen ist kein Spaziergang. Man kann es mit einer längeren Bergtour, einer Expedition, vergleichen. Und eine Bergtour macht man nicht allein, die Expeditionsleitung hatte viel zu tun. Zwischenzeitlich hätten noch neue Bergführer eingestellt werden müssen, um die Tour noch detaillierter ausarbeiten zu können, führte Heyn aus.

Als die Idee aufkam und schließlich auch umgesetzt wurde, eine Oberstufe aufzubauen, fand die Expedition ihre Fortsetzung. „Im nächsten Jahr haben wir das erste Mal Abitur“, klärt die Gesamtschulleiterin ihre Zuhörer auf. Die Erklärung, warum die inzwischen dritte Präsentationsshow an den Anfang und nicht ans Ende eines Schuljahres gesetzt wurde, lieferte sie auch gleich mit. „Wir gucken gleich auf das, was richtig gut ist.“

Interpretation erwünscht

Und richtig gut war sie, die Show der Schüler. „Pech oder Glück?“ lautete der Titel des Stücks, dass der Wahlpflichtkurs Darstellendes Spiel des Jahrgangs 7 von Miriam Zuschlag-Maier zeigte. Platz für eigene Interpretationen waren gegeben und reichlich erwünscht. Wer möchte nicht als smart gelten. Wenn es nach dem Radiospot der Klasse 8.3 geht, dann gehören Raucher zumindest nicht in diese Kategorie. „Be smart – don’t start“, lautet der Titel des Spots, der viele nachdenkliche Gesichter zurückließ.

Die Hip-Hop-Formation begeisterte. Quelle: vw

Der Wahlpflichtkurs Tanz (Jahrgang 10) schaffte es dann endgültig, mit ihrer „Hip-Hop-Variation“ das Publikum mitzunehmen. „Mut. Ein Wagnis – eine nicht unmutige Collage, so lautete der Titel, den der Wahlpflichtkurs Darstellendes Spiel Jahrgang 9 auf der Bühne zeigte. „Mut ist wie ein Regenschirm. Wenn man ihn am dringendsten braucht, dann fehlt er einem“, verdeutlichten die Darsteller. Ist man allerdings in Besitz von beidem, einem Regenschirm und Mut, dann kann es durchaus etwas Verbindendes haben und zum Happy End führen.

Happy war am Ende das komplette Team, einschließlich der Musikklasse 7.2, der Wahlpflichtkurs Schlagzeug 10 und die AG Schulband unter der Leitung von Nils Graumann. Besonders eindrucksvoll war dabei die Präsentation der PVC-Röhreninstrumente, die der Pädagoge gemeinsam mit seinen Schülern gebastelt hat. „Die Soroptimisten haben uns finanziell unterstützt“, sagt Graumann nach dem schweißtreibenden Auftritt.

700 Schüler und 90 Lehrer gibt es derzeit an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Bovenden. Die Schule ist offen für alle Kinder aus Stadt und Landkreis Göttingen. Es handelt sich um eine Ganztagsschule, die viel Raum zur Entfaltung lässt. Im Jahr 2017 genehmigte das Land Niedersachsen für die IGS Bovenden eine eigene Oberstufe. Im Sommer 2017 startete die Schule mit einem elften Jahrgang. Seit 2009 gibt es die Integrierte Gesamtschule in Bovenden unter Trägerschaft des Landkreises. Konzeptionell setzte das Kollegium auf eine Profiloberstufe. In der Einführungsphase sollte es Klassenunterricht in den Kernfächern mit Wahlmöglichkeiten in anderen Fachbereichen geben. In der Qualifikationsphase greift die Profiloberstufe mit drei Schwerpunkten: „Gesellschaft international“ und „European Studies“ unter anderem mit Englisch, Politik, Geschichte und Erdkunde sowie ein naturwissenschaftliches Profil. Gelehrt und gelernt wird nach Angaben der Schule stark praxisorientiert an Themen und Projekten, die sich durch alle Profile und viele Fächer ziehen.

Von Vicki Schwarze

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