Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Die Region Buch über Alte Volksschule kann ausgeliehen werden
Die Region Buch über Alte Volksschule kann ausgeliehen werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 04.02.2019
Carsten Rehbein (Bürgermeister der Stadt Dransfeld), Bibliothekarin Jessica Schoofs, Renate Kassner-Daber (Vorsitzende von DraKuLa) und die Historikerin Wiebke Hoffmann (von links) in der Samtgemeindebücherei. Quelle: Warda
Anzeige
Dransfeld

Hoffmann hatte ihr Werk bereits im November vorgestellt – nun kann es in der Bücherei ausgeliehen und auch erworben werden. Carsten Rehbein (SPD), Bürgermeister der Stadt Dransfeld, überreichte der Samtgemeindebücherei, die vom Verein Dransfelder Kulturlandschaft (DraKuLa) betrieben wird, drei Exemplare.

Eins kann ausgeliehen werden, zwei sind käuflich zu erwerben, wie die DraKuLa-Vorsitzende Renate Kassner-Daber am Donnerstag mitteilte. Bei Bedarf liefert der Waxmann-Verlag Nachschub. „Die drei Exemplare seitens der Stadt sind gleichzeitig ein Startschuss für die Dransfelder zur Ausleihe und zum Kauf“, unterstrich Rehbein.

Hoffmann erhofft sich Beschäftigung mit Geschichte und Kultur

„Ich fände es schön, wenn sich die Dransfelder dadurch der eigenen Geschichte und Kultur zuwenden würden“, sagte die Historikerin Hoffmann am Donnerstag. Kassner-Daber findet es demgegenüber „großartig, dass wir eine Partnerschaft zu dritt eingehen wollen, um das Buch bekannt zu machen“.

Hoffmann hatte sich auf einer Reise, die sie durch Dransfeld geführt hat, in das Gebäude der Alten Volksschule verliebt, mit dem neuen Besitzer Kontakt aufgenommen und sich schließlich entschlossen, die Geschichte des Gebäudes zu erforschen. Der Hausherr habe ihr erst mal das Haus „vom Keller bis zum Boden“ gezeigt.

Schule wurde zunächst als Lazarett genutzt

Die Volksschule, „ein imposanter Bau“, sei zunächst als Lazarett genutzt worden, bevor nach dem ersten Weltkrieg der Schulunterricht aufgenommen worden sei, berichtete Hoffmann am Donnerstag. „Vom Lazarett zur Kunst- und Wunderkammer“ – diesen Titel habe sich die Historikerin überlegt, weil heute ein Künstler im Gebäude zu Hause sei.

Wichtig seien ihr die Menschen gewesen, „die dort ein- und ausgegangen“ seien. „Ich bin Historikerin, und mich interessieren Menschen“, unterstrich Hoffmann, die sich dem Forschungszweig der historischen Anthropologie verpflichtet fühlt, zwischen 2016 und 2018 am Buch arbeitete und dabei rund 20 Interviews führte.

„Es ist ein wunderschönes, interessantes und sehr lebendiges Buch. Frau Hoffmann ist nicht ortsansässig, aber sie hat Interesse, Historisches für die Stadt aufzuarbeiten“, unterstrich Rehbein bei einem Termin am Donnerstag in der Bücherei. Der Bürgermeister bezeichnete das Werk als „gute Möglichkeit, weitere Aspekte der Geschichte Dransfeld kennenzulernen“. Die Bücherei sei sehr daran interessiert, den Bestand an Büchern, die sich mit der Geschichte vor Ort beschäftigen, weiter aufzustocken, sagte die DraKuLa-Vorsitzende Kassner-Daber.

In Dransfeld geb es „viel Freundschaft“

In Dransfeld, habe ihr eine der Zeitzeuginnen in einem der Interview berichtet, „da gibt es so viel Freundschaft“. Diese Freundschaft habe sie so sehr genossen, sagte Hoffmann, dass sie auch nach Fertigstellung des Buches immer wieder nach Dransfeld fahre. Ihr neues Forschungsobjekt hat die Historikerin bereits ins Auge gefasst: das Armenhaus in Dransfeld.

Wiebke Hoffmann: „Reisen. Forschen. Schreiben. Erinnerungen aus Dransfeld im Umkreis der Alten Volksschule (1914-2014)“, Waxmann Verlag, 252 Seiten, 29,90 Euro.

Von Eduard Warda

Neun Industriemechaniker mit dem Einsatzgebiet Feingerätebau haben im Winter 2018/19 vor dem Prüfungsausschuss der Industrie- und Handelskammer Hannover mit Erfolg ihre Abschlussprüfung abgelegt.

30.01.2019

Die Zulassungsstellen arbeiten künftig mit einem neuen Verfahren. Während der Umstellung bleiben die Stellen an einigen Tagen geschlossen.

29.01.2019

Einen zeitlichen Bogen von 1918 bis zum Kapp-Lüttwitz-Putsch am 13. März 1920 spannt die aktuelle Sonderausstellung im städtischen Museum in Göttingen. Schlüsselobjekte weisen den Weg durch die Exposition.

20.01.2019