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Dransfeld Ratten sorgen am Dransfelder Wallgraben für Aufregung
Die Region Dransfeld Ratten sorgen am Dransfelder Wallgraben für Aufregung
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19:26 03.02.2020
Ratten sorgen für Ärger in Dransfeld. Quelle: r
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Dransfeld

Am Wallgraben in Dransfeld gibt es Ratten. Und das nicht erst seit kurzer Zeit, wie Anwohner und Mitglied des Rates der Samtgemeinde Dransfeld, Jan-Thomas Geyer (CDU) auf Nachfrage bestätigt. „Ich habe schon im ganzen Kalenderjahr 2019 immer wieder darauf aufmerksam gemacht“, berichtet er. Auch andere Ratsmitglieder und Anwohner seien an ihn herangetreten, damit er sich der Angelegenheit annehme.

Kinder nutzen diesen Weg am Wallgraben, der an einem kleinen Bachlauf entlangführt, um zur Schule zu kommen. Auch die Tochter von Geyer geht diesen Weg, gemeinsam mit mehreren Mitschülern. „Die Kinder haben es immer wieder erzählt. Und es handelt sich dabei ja auch nicht um possierliche Tierchen, sondern wir sprechen von 30 Zentimeter plus, wie ich finde schon eine sportliche Größe“, erklärt Geyer. Er selber hat die Ratten auch schon gesehen. „Es geht uns um eine Lösung. Und ich habe ja jetzt auch gehört, dass es positive Signale von der Verwaltung gibt. Wenn jetzt auch noch zeitnah eine Umsetzung erfolgt, dann wäre das natürlich super“, sagt der Ratsherr.

Hausgemachte Probleme

„Das Ratten am Wallgraben vorkommen, streiten wir gar nicht ab. Es gibt Abschnitte, wo sie vermehrt auftreten“, erklärt Dirk Aue, Leiter des Bau- und Ordnungsamtes der Samtgemeinde Dransfeld. Hin und wieder würde es schon vorkommen, dass Anwohner anrufen und auf das Problem aufmerksam machen würden. Dabei ginge es allerdings nicht nur um öffentliche Flächen, sondern auch um Privatgrundstücke. Entlang des betroffenen Gebietes stehen einige Einfamilienhäuser und es gibt auch Schrebergärten. „Häufig sind es hausgemachte Probleme, die Ratten aufs Grundstück locken, beispielsweise bei der Fütterung von eigenen Tieren oder beim Füttern von Vögeln“, erläutert Aue.

Laut Verordnung über die Rattenbekämpfung im Land Niedersachsen ist jeder Grundstückseigentümer verpflichtet, Ratten auf einem Privatgrundstück auf eigene Kosten zu bekämpfen. Sollte die Gesundheit der Bevölkerung gefährdet sein, muss die Gemeinde eingreifen. „Wir sind als öffentliche Hand an Regeln gebunden“, erläutert Aue und fährt fort: „Erst dann, wenn es so übergreifend ist, erst dann wird großflächig die Bekämpfung losgeschlagen. Aber soweit sind wir noch lange nicht.“ Er selber geht morgens und abends den Weg am Wallgraben entlang, hat bislang aber noch keine Ratte gesehen.

Regelmäßige Maßnahmen

Dennoch will die Samtgemeinde Dransfeld jetzt aber dem tierischen Problem zu Leibe rücken. Seiner Ansicht nach ist der Vorwurf, die Verwaltung würde sich nicht um die Angelegenheit kümmern, nicht gerechtfertigt. Denn in regelmäßigen Abständen würden beispielsweise Köder in der Kanalisation ausgelegt. Die letzte Maßnahme dieser Art hat 2018 stattgefunden. Ein neuer Antrag ist bereits ausgeschrieben und soll möglichst zeitnah umgesetzt werden. Dies wäre natürlich ganz nach dem Geschmack von Jan-Thomas Geyer. „Es ging uns einfach darum, auf das Problem aufmerksam zu machen“, verdeutlicht er.

Um Ratten von Grundstücken und Gebäuden fernzuhalten, gibt es Grundregeln. Abfallbehälter sollten stets fest verschlossen sein, Müll ausschließlich in die dafür vorgesehenen Behälter entsorgt werden. Speisereste sollten in der Biotonne landen, nicht auf dem Kompost oder in der Toilette. Im Wohnumfeld sollte auf Hygiene und Sauberkeit geachtet werden. Offene Stellen jeder Art sollten verschlossen werden, beispielsweise mit engmaschigen Gittern.

Ratten sind Allesfresser

Ratten sind eine Nagetiergattung aus der Gruppe der Altweltmäuse. Die Gattung umfasst 65 Arten. Die meisten sind in Südostasien, Neuguinea und Australien verbreitet. Inzwischen haben die Wanderratte und die Hausratte eine weltweite Verbreitung erlangt. Die Größen der Ratten können sich beträchtlich unterscheiden. Die Kopfrumpflänge kann zwischen 8 und 30 Zentimeter betragen, die Schwanzlänge ist variabel. Bei den Wanderratten handelt es sich um eine der schwersten Arten, sie können zwischen 200 und 400 Gramm wiegen.

Ratten sind Allesfresser, die eine große Vielzahl an pflanzlicher und tierischer Nahrung zu sich nehmen. Samen, Körner, Nüsse und Früchte stehen auf dem Speiseplan, dieser wird aber auch durch Insekten und andere Kleintiere ergänzt. Wanderratten bevorzugen allerdings überwiegend Fleisch. Die finden ihre Nahrung häufig in Vorratslagern, auf Feldern oder im Abfall. Die sehr anpassungsfähigen freilebenden Tiere gelten gemeinhin als Nahrungsmittelschädlinge und als Krankheitsüberträger. Zu den über 70 auf den Menschen übertragbare Krankheiten zählen unter anderem Salmonellen und Hantavieren.

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Von Vicki Schwarze

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