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Dransfeld Feuer in Gaststätte, drei Personen vermisst
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Alarmübung bei der Feuerwehr Dransfeld

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15:20 26.07.2021
Die ehemalige Gaststätte „Zum Schützenhof“ als Übungsobjekt.
Die ehemalige Gaststätte „Zum Schützenhof“ als Übungsobjekt. Quelle: Feuerwehr Dransfeld
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Bühren

Fast zwei Jahre nach der letzten haben Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren der Samtgemeinde Dransfeld nun wieder eine Alarmübung durchgeführt. „Einsätze wurden während der Pandemie natürlich durchgehend unter Berücksichtigung besonderer Hygiene- und Kontaktvorschriften abgearbeitet, Übungen und Ausbildungen waren jedoch stark eingeschränkt“, begründet Matthias Freter von der Feuerwehr die coronabedingte Pause. „Die aktuell niedrige Inzidenz und ein perfektes Übungsobjekt gaben nun Anlass, wieder eine Alarmübung durchzuführen und den Ausbildungsstand der Feuerwehren damit abzufragen.“

Die Drehleiter aus Dransfeld hat eine Riegelstellung vorgenommen, um angrenzende Gebäudeteile zu schützen. Quelle: Feuerwehr Dransfeld

„Zimmerbrand in der Oberdorfstraße in Bühren“, lautete am Sonnabend gegen 18 Uhr das Einsatzstichwort für die Ortsfeuerwehr Bühren. Übungsobjekt war die ehemalige Gaststätte „Zum Schützenhof“, die Eigentümer Lars Hofmeister nach Angaben der Feuerwehr zur Verfügung gestellt hatte. „Da das Gebäude in Kürze abgerissen werden soll, war es ideal für eine realitätsnahe Übung, wo auch Türen aufgebrochen werden konnten“, erklärt Freter. Ortsbrandmeister Oliver Pagel habe die Übung dazu ausgearbeitet.

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„Seine Kameradinnen und Kameraden wussten nichts von der Übung“, berichtet Freter. Auf die Alarmierung über Sirene hin sei die Ortsfeuerwehr Bühren unter der Einsatzleitung des stellvertretenden Ortsbrandmeister Darius Bührmann ausgerückt. Beim Eintreffen stellte sich die Lage so dar, dass ein Feuer im Untergeschoss der Gaststätte ausgebrochen sei und drei Personen vermisst würden.

Ortsbrandmeister Oliver Pagel gibt Einsatzleiter Darius Bührmann Hinweise zum simulierten Einsatz. Quelle: Feuerwehr Dransfeld

„Austretender Disconebel simulierte die Verrauchung des Gebäudes“, so Freter. Aufgrund der Lage und der Größe des Gebäudes habe Bührmann Verstärkung angefordert: Die Ortsfeuerwehren Dankelshausen, Scheden und Dransfeld und der Rettungsdienst wurden alarmiert, trafen nacheinander am Einsatzort ein und bekamen vom Einsatzleiter ihre Aufgaben zugeteilt. Menschenrettung unter Atemschutz, Atemschutzüberwachung, Wasserentnahme herrichten, Schläuche verlegen, Drehleiter zum Abriegeln angrenzender Gebäudeteile aufbauen, Brandbekämpfung, Kommunikationswege herstellen, Verletzte versorgen – dies alles galt es zu bewältigen.

von links: Cord Burghardt, Aaron Ruppin und Nico Domke sorgen für eine reibungslose Kommunikation und Information an der Einsatzstelle sowie zur Leitstelle. Quelle: Feuerwehr Dransfeld

„Auch wenn nach fast zwei Jahren Übungsabstinenz nicht alles perfekt funktioniert hat, wurde deutlich, dass die Handgriffe sowie das Zusammenspiel unter den Einsatzkräften sitzen und das Übungsziel erreicht wurde“, zieht Freter Bilanz. Aufgrund der Urlaubszeit seien das Personal knapp und speziell Atemschutzgeräteträger bei den alarmierten Feuerwehren nicht ausreichend vorhanden gewesen: „Im Ernstfall hätte man weitere Feuerwehren hinzugezogen.“

An der Übung waren vier Ortsfeuerwehren mit sechs Fahrzeugen und der Rettungsdienst ASB mit 36 Einsatzkräften beteiligt. Gemeindebrandmeister Karsten Beuermann und sein Stellvertreter Carsten Degenhardt fungierten als Übungsbeobachter. Die Übung war um 20 Uhr beendet.

Von Nadine Eckermann

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