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Dransfeld Menschenkette gegen Rechts in Dransfeld
Die Region Dransfeld Menschenkette gegen Rechts in Dransfeld
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04:27 11.06.2016
Von Michael Brakemeier
Gegendemonstration in Dransfeld bei einer Mahnwache des "Freundeskreises". Quelle: Wenzel
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Dransfeld

Nach einem Friedensgebet in St. Martini ist ab 15.15 Uhr eine Menschenkette entlang der Langen Straße geplant. Redebeiträge und Musik soll es ab 15.45 Uhr geben. Die Veranstalter rechnen mit 300 Teilnehmern.

"Massiver Protest umso notwendiger"

Die Bündnisse gegen Rechts aus Göttingen, Duderstadt und Katlenburg-Lindau wollen die Proteste in Dransfeld unterstützen. Die Basisdemokratische Linke hat zu Blockaden der rechten Demo aufgerufen. "Das ist bereits der dritte Versuch, in Dransfeld Fuß zu fassen und dort rassistische und nationalistische Hetze zu verbreiten. Mittlerweile hat der Freundeskreis angekündigt, bei der Kommunalwahl im Herbst auf der Wahlliste der neonazistischen NPD anzutreten. Das macht massiven Protest umso notwendiger", kommentiert die Grüne Jugend Göttingen.

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"Geisteskranke Randalierer der Antifa"

Die Demo des "Freundeskreises" steht unter dem Motto "Familie - Heimat - Zukunft". Angemeldet sind dazu rund 50 Teilnehmer.  Der "Freundeskreis" hat die Teilnahme "bulgarischer Freunde" angekündigt, um für ein "Europa der Vaterländer" zu demonstrieren. Auf Facebook kündigt der "Freundeskreis" nach dem Treffen um 14.30 Uhr auf dem Parkplatz der Grundschule ab 15 Uhr eine Demo zum Bahnhofsplatz, wo eine Kundgebung geplant ist, und zurück zur Grundschule an.

Der "Freundeskreis" geht davon aus, dass  "die Polizei die geisteskranken Randalierer der Antifa in Schach hält, und wir unsere ordnungsgemäß angemeldete Route laufen werden".

Satirische Plakate in Göttingen Quelle: Brakemeier

"Gay Pride Heimatfest"

Anfang der Woche waren in der Göttinger Innenstadt pinkfarbene Plakate aufgetaucht, die für ein "Gay Pride Heimatfest" des "Freundeskreises" am 11. Juni in Dransfeld Werbung machen. Über dem von einem Herz umgebenen Logo des "Freundeskreises" steht "Du. Ich. Wir". Unter zwei sich berührenden Händen "Schwul. Stolz. National."

In einem Schreiben an mehrere Medien zu der offenbar satirisch gemeinten Plakataktion, die offenbar auf das Toleranzverständnis des "Freundeskreises" anspielen soll, heißt es: "Aufgrund des Coming Outs von drei Mitgliedern des Freundeskreises in der vergangenen Woche, haben wir uns dazu entschlossen, die Demonstration in Dransfeld als Gay-Pride-Fest zu begehen."

Satirische Plakate in Göttingen Quelle: Brakemeier

Linke Kreise haben die Aktion kritisiert, weil Homosexualität in diesem Zusammenhang als Beleidigung benutzt werde. Der "Freundeskreis" sieht Schwule instrumentalisiert, "um gegen den Freundeskreis Stimmung zu machen".