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Dransfeld Klimaschutz-Ideen für Stadtquartier in Dransfeld sind gefragt
Die Region Dransfeld Klimaschutz-Ideen für Stadtquartier in Dransfeld sind gefragt
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14:00 09.05.2019
Schulen und Grünflächen, Plätze und Privathaushalte sollen in das Quartierskonzept in Dransfeld einbezogen werden. Quelle: Alciro Theodoro Da Silva
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Dransfeld

Nach Adelebsen und Hann. Münden soll jetzt auch in Dransfeld ein Anlauf unternommen wurden, um durch Quartiersmanagement die CO2-Bilanz zu verbessern. In einer Bürgerversammlung am Freitag, 10. Mai, sollen zunächst Ideen gesammelt werden, um ein „integriertes energetisches Konzept“ für das Stadtquartier am Huhnsberg aufzustellen. Das Brainstorming für die Bürger beginnt um 18 Uhr in der Stadthalle Dransfeld, Am Bleichanger 13.

Konzept soll von unten entwickelt werden

In der Versammlung solle auch die weitere Vorgehensweise vorgestellt und Fragen geklärt, begleitend ein Quartiersbeirat ins Leben gerufen werden, sagt Patrick Spies von der Energieagentur Göttingen. Ermöglicht werde das Klimaschutz-Projekt dadurch, dass die Stadt Dransfeld ein Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Anspruch genommen habe. Das Konzept soll den Betroffenen nicht übergestülpt werden, sondern sich aus ihren Anregungen und Wünschen ergeben. „Wir wollen auf Vorschläge eingehen und die Menschen motivieren“ sagt Spies, hält sich deshalb auch mit konkreten Vorgaben zurück.

Blühwiesen und Barrierefreiheit

Zur Palette der Möglichkeiten gehören gebäudeübergreifende Strom- und Wärmeversorgung, energieeffizientere Häuser, Barrierefreiheit, Mobilität und Naturschutz. Von Blockheizkraftwerken, Nah- und Fernwärme in kleinem Maßstab, Photovoltaik und Fassadendämmung bis zu Blühwiesen, Gemeinschaftsgärten, gemeinsame Wohn- und Nachbarschaftsprojekten, Car-Sharing und Beseitigung von Stolperfallen ist alles drin. Es gebe in dem Bereich viele Grundstücke mit Grünflächen, die bunter werden oder der Selbstversorgung dienen könnten, nennt Spies ein Beispiel.

Siedlungsgebiet ist in die Jahre gekommen

Das Siedlungsgebiet, um das es geht, hat die Größendimension eines Dorfes. Es umfasse etwa 350 in den 1950er- bis 1970er-Jahren entstandene Wohnhäuser – Einfamilienhäuser ebenso wie Mietshäuser, teilt Dransfelds Bau- und Ordnungsamtsleiter Dirk Aue mit. Für die sollen ebenso wie für Gewerbebetriebe und öffentliche Gebäude Fördermöglichkeiten aufgezeigt werden. Die Carl-Friedrich-Gauß-Grundschule und die Oberschule Am Hohen Hagen liegt ebenso in dem Areal wie eine Wohnanlage der Göttinger Werkstätten, eine Kindertagesstätte und ein Seniorenheim der Tilch-Gruppe . Begrenzt wird das Quartier im Norden durch die Straßen Am Bleichanger/Bördeler Weg, im Westen durch die Straße Lange Trift, im Süden durch die Gaußstraße und im Osten durch die Heinrich-Sohnrey-Straße.

Stadtentwicklung und Klimaschutz

Der Bereich mit einheitlicher Struktur und einheitlichem Zustand der Gebäude, verdichteter Bauweise und erwartbarer demografischer Entwicklung biete ideale Voraussetzungen für ein Quartierskonzept, sagt Energieagentur-Geschäftsführerin Doreen Fragel: „Übergeordnetes Ziel ist die Verknüpfung von Stadtentwicklung und Klimaschutz. In vielen Bereiche kann CO2 gespart werden. Wir wollen herausfinden, wo die größten Potenziale sind und gemeinsam mit den Menschen Projekte entwickeln, die wir dann umsetzen können.“ Die Energieagentur betreut als unabhängige Klimaschutzagentur die Erstellung des Konzeptes, für die ein Jahr angesetzt ist. Die Umsetzungsphase wird dann drei Jahre lang gefördert, eine Verlängerung um weitere zwei Jahre ist möglich.

Von Kuno Mahnkopf

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