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Dransfeld Glasfaseranschlüsse für Scheden?
Die Region Dransfeld Glasfaseranschlüsse für Scheden?
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08:00 14.12.2018
Versorgt Kommunen mit schnellem Internet: Silas Bittmann, Geschäftsführer der Göttinger Firma Goetel.
Versorgt Kommunen mit schnellem Internet: Silas Bittmann, Geschäftsführer der Göttinger Firma Goetel. Quelle: Michael Caspar
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Scheden

Glasfaseranschlüsse bis in die Häuser hinein will die Göttinger Firma Goetel in Scheden und den Ortsteilen Dankelshausen und Meensen verlegen. Doch es gibt eine Bedingung: 60 Prozent der Hausbesitzer müssen mitmachen.

„Wir dürfen diese Chance, unsere drei Dörfer zukunftsfähig zu machen, nicht verschlafen“, mahnt Versicherungsmakler Dennis Rüngeling, der in Scheden 20 Mitarbeiter beschäftigt. Rüngeling gehört zu einer Gruppe von Bürgern, die sich für die Glasfaseranschlüsse stark machen. Ihnen bereitet Sorge, dass viele Schedener nicht so recht auf das Angebot anspringen. Ihnen reicht die DSL-Grundversorgung des bisherigen Anbieters auf Kupferkabelbasis.

„Die Datenmengen werden aber immer größer“, warnt der Schedener Allgemeinmediziner Achim Echtermeyer. „Unser jetziger Anbieter wird auf absehbare Zeit kein Glasfasernetz verlegen“, ergänzt Bürgermeisterin Ingrid Rüngeling (FWG). So habe das Unternehmen erst vor kurzem im Zuge der Bachstraßen-Sanierung trotz Bitten der Gemeinde wieder nur Kupfer verlegt.

„Wir Gewerbetreibenden stoßen schon heute bei den Kupferkabeln an die Grenzen des Möglichen“, sagt Versicherungsmakler Rüngeling. „Ich bin auf stabile, leistungsstarke Verbindungen zu den Rechnern der Krankenkassen und der Krankenhäuser angewiesen“, betont Arzt Echtermeyer. „Mein Mann und ich haben die Daten unserer Mandaten auf einem Server in Nürnberg abgelegt und müssen bei der Arbeit ständig auf sie zugreifen können“, berichtet Bürgermeisterin Rüngeling, die als Steuerberaterin tätig ist.

Schnelles Internet auch für Jühnde und Barlissen

„Auch für Hausbesitzer ist schnelles Internet unabdingbar, wenn sie ihre Häuser auch in Zukunft noch an junge Familien vermieten oder verkaufen wollen“, findet Echtermeyer. Ein Glasfaseranschluss sei heute so unabdingbar wie ein Wasser- oder Stromanschluss. Zudem erleichtere ein Anschluss von Scheden und Meensen der Firma Goetel die spätere Anbindung von Jühnde und Barlissen ans neue Netz.

Hausanschlüsse kosten zwischen 199 und 499 Euro

Die Zurückhaltung vieler Schedener habe auch mit den Zwei-Jahres-Verträgen zu tun, die die Bürger abschließen müssten, weiß die Bürgermeisterin. Die Konditionen seien aber nicht schlechter als beim derzeitigen Anbieter. „Die Hausanschlusskosten liegen zwischen 199 und 499 Euro“, sagt Goetel-Vertriebsmitarbeiter Mario Stickfort. Ein nachträglicher Anschluss werde zwischen 3000 und 4000 Euro kosten.

Abgabe der Anträge bis zum 2. Januar

„Die Anträge müssen bis zum 2. Januar bei der Gemeindeverwaltung eingegangen sein“, stellt Rüngeling klar. Vertragsformulare seien allen Haushalten zugestellt worden. Es gebe sie zudem bei der Gemeindeverwaltung in Scheden, im Pfarrhaus in Dankelshausen und bei Kerstin Seefried, der Verwalterin des Dorfgemeinschaftshauses in Meensen. In Scheden belaufe sich die Zahl der Häuser auf 500, in Dankelshausen auf 80 und in Meensen auf 120.

„Wir bieten derzeit auch in Bühren, Ellershausen, Imbsen, Löwenhagen und Varlosen Glasfaseranschlüsse an“, sagt Stickfort. In Ellershausen und Bühren seien die notwendigen Quoten bereits erreicht. Im Januar beginne der Vertrieb in Adelebsen, im Februar in Bovenden und Hann. Münden.

Von Michael Caspar

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