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Dransfeld Viertklässler besprühen Schulwände
Die Region Dransfeld Viertklässler besprühen Schulwände
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00:30 09.06.2018
Dransfelder Grundschüler besprühen Schulwand. Quelle: Scharf
Dransfeld

„Die Katze und die Wolken sind von mir“, sagt Svea und zeigt auf die Stellen an der Schulwand, wo sie sich persönlich mit der Sprühdose verewigt hat. Rochus Winkler hatte sich mit der Idee eines Graffiti-Workshops an die Schule gewandt und in der 4a dankbare Partner gefunden. „Für die Schüler ist das eine schöne Gelegenheit, einen bleibenden Eindruck an ihrer Schule zu hinterlassen“, erzählt Klassenlehrerin Barbara Willms.

Viele der Motive, die jetzt auf der Außenwand im Bereich des Hortes auf hellblauem Hintergrund zu sehen sind, haben einen Bezug zu den Kindern. Der Drache ist das Symbol ihrer Klasse, das in großen Lettern geschriebene „Miteinander“ der Titel des Schulliedes und der Buntstift so etwas wie das überall wiederkehrende Zeichen der Schule.

Eine Burg als Erinnerung an die Klassenfahrt

Als Willms am Morgen zu ihrer Klasse gestoßen war, hatten ihre Schützlinge gemeinsam mit den Trainern auf eigene Faust ein weiteres Element hinzugefügt: eine Burg, auf der am Ende alle ihre Unterschrift hinterlassen sollen. Warum eine Burg? „Wir hatten gerade das Thema Mittelalter und waren auf Burg Ludwigstein zur Klassenfahrt.“ Auch bei der Gestaltung des Hintergrundes hatten die Schüler freie Wahl. Hier finden sich Vögel, ein Schmetterling, Sveas Katze und ein Flugzeug.

Das stammt von ihrem Klassenkamerad Mika, der mit schwarzer Sprühdose vor der Wand steht und Konturen nachzeichnet. Er schüttelt seine Arme aus und schnauft hinter seiner Atemmaske. „Das ist bei der Hitze ganz schön anstrengend.“ Zwei Tage lang haben die kleinen Künstler auf den Sprühknopf gedrückt, sind auf Leitern geklettert und waren kreativ.

Zu wenig legale Flächen

Vorab hatten Czarny und Mau, besser bekannt unter ihren Künstlernamen Sigma und Dizoe, erklärt, was beim Graffiti-Sprühen zu beachten ist. Wie kann man welche Effekte erzielen? Wie wird verhindert, dass die Farbe verläuft. „Wir versuchen, die Schülern möglichst viel selbst machen zu lassen und am Ende ein schönes Ergebnis zu haben, sagt die Studentin der Kulturanthropologie. Ihre künstlerischen Ambitionen lebt sie nebenberuflich aus. Ihre Werke sind beispielsweise am Zentralen Hörsaalgebäude oder auch an der Otto-Frey-Brücke zu besichtigen.

Die Kinder haben durch das Projekt auch gelernt, was es bedeutet, illegal zu sprayen. Czarny bedauert, dass es immer noch zu wenige Flächen gibt, an denen sich Nachwuchssprayer ausprobieren können. So war auch die Dransfelder Schulwand vor ihrer Verschönerung immer wieder Ziel von Schmierereien. In der Schule hofft man, dass damit jetzt Schluss ist. Aus Respekt vor dem Kunstwerk und vor den Künstlern, die in wenigen Wochen die Schule verlassen und hier noch einmal deutliche Spuren hinterlassen haben.

Von Markus Scharf

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