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Dransfeld Grillplatz-Betreiber wollen aus Verärgerung über den Rat ihr Ehrenamt niederlegen
Die Region Dransfeld Grillplatz-Betreiber wollen aus Verärgerung über den Rat ihr Ehrenamt niederlegen
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14:27 26.09.2019
Grillplatz am Silbersee: Die Stadt will die Bänke und Tische aus Holz ersetzen. Quelle: Peter Heller
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Dransfeld

Aus Ärger über den Rat der Stadt Dransfeld wollen die beiden Betreiber des Grillplatzes am Silbersee im Herbst ihr Ehrenamt niederlegen. Die Rentner vermissen eine Wertschätzung ihrer Arbeit.

„Der Grillplatz befindet sich in keinem traurigen Zustand,“ erklärt Friedhelm Hühne aufgebracht. Dass ein Ratsherr öffentlich das Gegenteil behauptet, hat den ehrenamtlichen Betreiber des Ausflugsziels am Ortsrand von Dransfeld Richtung Scheden verletzt. Hühne, der den Platz seit 2016 gemeinsam mit seinem Freund Ulrich Büte pflegt, fühlt sich zu Unrecht angegriffen.

Zehn bis 15 Buchungen im Jahr

„Wir mähen dort mehrmals im Jahr den Rasen, reinigen das Dach der Schutzhütte, holen Wasser und putzen den Grill nach jeder der zehn bis 15 Buchungen im Jahr“, berichtet Hühne. Die Einnahmen spendeten sie für einen guten Zweck. Das örtliche Freibad und den Kindergarten hätten sie bereits unterstützt. Damit sei es im Herbst aber vorbei. Büte ziehe um. Alleine wolle er die Arbeit nicht mehr machen, erklärt Hühne gegenüber dem Tageblatt.

Altes Holzmobiliar soll ersetzt werden

Mit dem Grillplatz befasst sich seit vergangenem November der Rat der Stadt auf Initiative der CDU. Ihr Antrag stand am Montag auf der Tagesordnung des Ausschusses für Jugend, Soziales und Tourismus. Eine Mehrheit fanden die Christdemokraten für ihre Forderung nach zusätzlichen Tischen und Bänken für die Attraktivitätssteigerung. Das vorhandene Holzmobiliar sollte nach Einschätzung von Bauamtsleiter Dirk Aue aus Altersgründen ohnehin ausgetauscht werden. Eventuell wird die Stadt nun eine Bierzeltgarnitur erwerben. Ein konkreter Beschluss soll während der Beratungen zum Doppelhaushalt 2020/21 erfolgen.

Ausweitung der Nutzungszeit nicht möglich

Gescheitert ist die CDU mit ihrer Forderung nach einer Erweiterung der Nutzungzeit, die bisher um 22 Uhr endet. „Es fragen immer wieder Bürger nach, ob sie auf dem Grillplatz übernachten können“, bestätigt Betreiber Hühne. Dass sei aber aus Rücksicht auf das Wild im angrenzenden Wald nicht möglich. Der Jagdpächter zahle nicht dafür, dass seine Tiere aufgeschreckt würden. „Der Grillplatz liegt zudem sowohl im Landschaftsschutzgebiet, als auch im Naturpark Münden“, gab während der Sitzung der Bauamtsleiter zu bedenken. Eine Ausweitung der Nutzungszeiten verbiete sich daher.

Von Michael Caspar

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