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Dransfeld Heinrich Rehbein feiert 80. Geburtstag
Die Region Dransfeld Heinrich Rehbein feiert 80. Geburtstag
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20:00 24.08.2019
Der ehemalige Landrat Heinrich Rehbein und der amtierende Landrat Bernhard Reuter. Quelle: Böhm
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Dransfeld

Die beiden SPD-Politiker kennen sich lange. Zeitweilig waren sie gleichzeitig Landrat in Göttingen (Rehbein) und Osterode (Reuter), und zwar die jeweils ersten hauptamtlichen. Er habe sich damals in seiner ersten Zeit als Landrat gern Rat von Rehbein geholt, sagte Reuter. Er komme nicht nur als Nachfolger, sondern als Freund, betonte er bei Rehbeins Geburtstagsfeier mit Familie, Freunden und Wegbegleitern in Dransfeld.

Reuter würdigte den „enormen Werdegang“ des Kommunalpolitikers: vom „Postlehrling zum Landrat“ habe ihn seine ungewöhnliche Laufbahn geführt. Hohe Leistungsbereitschaft, Ehrgeiz, Fleiß, aber auch die Fähigkeit etwas auszuhalten, attestierte ihm Reuter. Seine gestalterischen Spuren erkenne man noch heute im Landkreis. Als erster hauptamtlicher Landrat habe Rehbein die Kreisverwaltung geprägt. „Mit politischer Erfahrung, klarer Haltung, Pragmatismus, offenem Ohr und großem Herzen hat er Respekt über Parteigrenzen hinweg erworben“, fasste Landrat Reuter zusammen.

„Immer auf dem Teppich geblieben“

Er wolle aber auch auf die innere Seite Rehbeins hinweisen. Er sei „immer auf dem Teppich geblieben“, bodenständig gewesen, habe eine große Hilfsbereitschaft und Fairness bewiesen. Für den ehemaligen Landrat habe immer im Mittelpunkt gestanden, dass er sich um die Menschen kümmern wollte. Und die Menschen hätten gespürt, dass sein Engagement echt war.

Sein kleine Rede habe ihm viele Erinnerungen nahegebracht, bedankte sich Rehbein bei Reuter.

Kommunalpolitisches Urgestein

1955 ist Heinrich Rehbein in die SPD eingetreten, von 1991 bis 2002 Landrat des Landkreises Göttingen gewesen – zunächst ehrenamtlich in Ergänzung zum Oberkreisdirektor, nach Aufhebung der Ämtertrennung und der ersten Direktwahl 1998 dann hauptamtlich. Von 1976 bis 1996 war Rehbein Samtgemeinde-Bürgermeister von Dransfeld, von 1976 bis 1998 Kreistagsabgeordneter. Außerdem hat sich der Vater von vier Kindern, der Willy Brandt zu seinen politischen Vorbildern zählt, im Präsidium und als Kreisverbandsvorsitzender im Städte- und Gemeindebund engagiert.

Das kommunalpolitische Urgestein war auch treibende Kraft für deutsch-ungarische Partnerschaften, von der die zwischen Dransfeld und Rácalmás eine der ersten in Deutschland war. Die habe er praktisch aus der Taufe gehoben, so sein Sohn Carsten Rehbein, Bürgermeister in Dransfeld. Seinen Rückzug aus gesundheitlichen Gründen erklärte Heinrich Rehbein im Jahr 2002 und schied vier Jahre vor Ablauf der Wahlperiode aus dem Amt aus.

Mitglied des Kreistags war Rehbein bereits ab 1976. Er gehörte der Vertretung des Landkreises bis zu seiner Wahl zum hauptamtlichen Landrat 1998 ununterbrochen an. Im Jahr 1982 wurde er zum 1. Stellvertretenden Landrat gewählt und behielt dieses Amt bis zu seiner Wahl zum ehrenamtlichen Landrat im Jahr 1991.

Von Christiane Böhm

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