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Jühnde Neustart im Jühnder Jugendraum
Die Region Dransfeld Jühnde Neustart im Jühnder Jugendraum
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06:00 25.03.2019
Generationswechsel im Jugendraum Jühnde: Mit viel Elan hat ein neues Team nach vier Monaten Pause die Regie übernommen. Quelle: Kuno Mahnkopf
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Jühnde

Nach vier Monaten Pause wegen eines Generationswechsels ist der Jugendraum in Jühnde am Sonntag wieder eröffnet worden. Jonas Rinke und Daniel Jürga halten künftig die Zügel in der Hand. Die beiden 16-Jährigen haben nach einem Coaching-Seminar eine Juleica-Ausbildung (Jugendleitercard) beim Landkreis Göttingen begonnen, die sie am kommenden Wochenende abschließen.

Alternative zur Bushaltestelle

Sehr sortiert und engagiert sind die Jugendlichen zu Werke gegangen, die jetzt die Schlüsselgewalt über den Raum im Obergeschoss der Spielmann-Halle am Ortsrand haben. Zum Vorgängerteam – den Jugendgruppenleitern Lea Gerstenberg, Niklas Taetz und Karolin Harriehausen – hatten sie bereits Kontakt geknüpft, den Jugendraum als „gemütlichen Treffpunkt nicht nur im Winter“ kennengelernt. Eine Gaststätte gibt es nicht in dem Ort mit 750 Einwohnern, ohne Jugendraum bliebe nur die Bushaltestelle oder eine Bank als Treffpunkt.

Jugendliche zeigen Engagement

Gemeinsam mit den ebenfalls 16-jährigen Emma Goltz und Malte Gerstenberg haben Rinke und Jürga den Raum renoviert, die beiden Sitzgarnituren unter den mit Holz vertäfelten Nischen übernommen, die Einrichtung ergänzt. Die Farbe für das Streichen des Raumes hat ihnen Rochus Winkler, Kinder- und Jugendreferent der Samtgemeinde Dransfeld, zur Verfügung gestellt, 100 Euro Budget die Gemeinde Jühnde. Davon haben sie bei Ikea einen Tisch, eine Stehlampe und Kissen erworben, zuhause Gesellschaftsspiele ausgemustert, von Eltern und Freunden Schränke und einen neuen Teppich bekommen.

Eröffnungsfeier organisiert

Vorbildlich organisiert war auch die Neueröffnung des Raumes mit selbstgebackenem Kuchen und Einladungen an die mehr als ein Dutzend Jugendlichen des Ortes im Alter von zwölf bis 18 Jahren, die Schulen in Dransfeld, Hann. Münden und Göttingen besuchen. Die stellvertretende Gemeindebürgermeisterin Roswitha Brinkmann (Bürgerliste), die in Göttingen und Taiwan Sinologie studiert und im vergangenen Jahr einen Kulturverein in Jühnde gegründet hat, freute sich über das Engagement der Jugendlichen und bot ihnen Rat und Tat an, falls es mal klemmt. Zur Gemeinde Jühnde gehört auch der Nachbarort Barlissen mit etwa 250 Einwohnern. Bei Veranstaltungen im Dorf seien zumeist alle Generationen vertreten, sagt Brinkmann.

Freuen sich über ihren selbst gestalteten gemütlichen Treffpunkt: Jugendliche aus Jühnde. Quelle: Kuno Mahnkopf

 

Mit Ausnahme von Jühnde und Barlissen würden die in fünf Gemeinden der Samtgemeinde vorhandenen Jugendräume eher sporadisch genutzt oder seien in einer Umbruchsphase, berichtet Winkler. Ein Neustart stehe nach einer Juleica-Ausbildung auch in Scheden an.

Über WhatsApp vernetzt

Dort, wo die Jugendlichen aus Jühnde unter sich sein können, verfügen sie über eine Theke, eine Musikanlage und TV mit DVD-Player. Private Accounts wie Netflix können sie nicht nutzen, da es keinen Internetanschluss im Jugendraum gibt. Brauchen sie auch nicht. „Schließlich kann man sich auch unterhalten“, sagt Rinke. Geöffnet werden soll der Raum für die über WhatsApp vernetzten Jugendlichen des Ortes nach Bedarf, vorrangig an den Wochenenden. Geschlossen bleibt nur die Schiebetür, die die Möglichkeit eines Tribünenblicks in die multifunktional genutzte Turnhalle des Spielmann-Hauses bietet.

Von Kuno Mahnkopf

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