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Dransfeld Kinderchöre zeigen Familienmusical „Babelparabel“ in Scheden
Die Region Dransfeld Kinderchöre zeigen Familienmusical „Babelparabel“ in Scheden
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10:00 25.04.2019
Chorleiterin Jutta-Elisabeth Stahlmann am Keyboard, Imke Lampert an der E-Gitarre und Valentin Helmetag an der Akustikgitarre proben mit den Kindern der beiden Chöre. Quelle: Niklas Richter
Scheden

Von „Tickies“, die nicht richtig ticken, und weisen „Stones“ erzählt das FamilienmusicalBabelparabel“. Zwei Kinderchöre aus Scheden und Volkmarshausen wollen es nun auf die Bühne bringen. Sie feiern am Dienstag, 30. April, Premiere.

„Wir entwerfen, konstruieren, wir entwickeln, fabulieren“, singen die Kinder des Kinderkirchenchors Scheden und des „Smartis“-Kinderchors aus Volkmarshausen, während ihre Chorleiterin Jutta-Elisabeth Stahlmann am Keyboard spielt. Sie alle tragen selbst gebastelte Kostüme: Die „Stones“ haben weiße T-Shirts, auf denen sie bunte Edelsteine gemalt haben, an. Die „Tickies“ sind mit glitzernden Brillen, Tüllröcken und Hüten gekleidet. „Wir bestimmen und kreieren den Lauf der Zeit.“

„Tickies“ bringen den Turm zu Fall

In dem von Wolfgang Teichmann und Lothar Teckemeyer geschriebenen Stück aus der Reihe „tt-musicals“ wollen die „Tickies“ aus den „Stones“ einen großen Turm bauen. Das Musical erzählt kindgerecht den Turmbau zu Babel aus dem ersten Buch Mose der Bibel.

Die „Tickies“ tragen die Namen der sieben Todsünden und sind maskiert. Über den Turmbau sind sie sich noch einig – über das wie allerdings nicht. Sie fangen an, sich zu streiten, bis der hohe Turm zusammenbricht und seine Erbauer unter sich begräbt.

Altes Testament näher bringen

Die „Stones“ auf der anderen Seite zeigen sich als „Steine der Weisen“, die das Unglück haben kommen sehen. Als die „Tickies“ endlich ihre Masken abnehmen, ticken sie wieder richtig und merken, dass gemeinsames Arbeiten sie weiter bringt als ihr Egoismus.

„Ich bin immer dafür, Kindern das Alte Testament näher zu bringen“, sagt Stahlmann. „Das Musical ist ein spielerischer Weg.“ Vierzehn Lieder studierten die Vier- bis Zwölfjährigen dafür ein. Einige von ihnen stehen mit Mikrofon auf der Bühne. „Babel, Babel“, singen sie im Takt, während ein Mädchen diesen mit dem Fuß angibt. Die 16 Choristen proben außerdem eine gemeinsame Choreografie.

Wortwitz und Tiefgang

Die 16-jährige Greta Schelper von der Hann. Mündener Ballettschule Udo Wandtke hat sich die Tänze für die Kinder überlegt. „Man bekommt viel von den Kindern zurück“, sagt sie. Einige von ihnen haben bereits Vorerfahrung aus der Ballettschule und der Tanzgarde, die meisten fangen jedoch bei Null an.

„Das Stück zeichnet sich durch unheimlichen Wortwitz aus“, sagt Stahlmann über „Babelparabel“. „Mit der alten Geschichte soll ein Bezug zur Gegenwart hergestellt werden.“ Maßlosigkeit und Selbstüberschätzung werden durch die ichbezogenen „Tickies“ thematisiert. „Es ist hintergründig und ein bisschen was zum Denken“, meint die Chorleiterin. „Die Kinder können was fürs Leben mitnehmen.“

Die Premiere des FamilienmusicalsBabelparabel beginnt am Dienstag, 30. April, um 17 Uhr in der St. Markuskirche, Kirchstraße, in Scheden. Danach zeigen die beiden Kinderchöre das Musical am Sonntag, 5. Mai, um 11 Uhr in der St. Marienkirche, Berliner Straße, in Gimte. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird aber gebeten. Das Musical wird durch den Fonds „Neue Musik und Musik mit Kindern“ der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, den Kulturfonds des Kirchenkreises Münden und den Landkreis Göttingen gefördert.

Von Norma Jean Levin

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