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Dransfeld Kinderkrippen-Neubau wird 50000 Euro günstiger
Die Region Dransfeld Kinderkrippen-Neubau wird 50000 Euro günstiger
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15:31 24.11.2017
Der Kindergarten in Dransfeld. Quelle: Google Maps
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Dransfeld

„Wir müssen das Gebäude nicht – wie ursprünglich erwartet – auf sechseinhalb Meter tief in den Boden reichenden Pfählen gründen“, erläuterte der Bürgermeister. Trotz des ungünstigen Bodenbeschaffenheit reiche ein drei Meter tiefes Fundament aus. So verringerten sich die Baukosten auf nun eine Million Euro. Davon übernähmen Land und Landkreis 420000 Euro.

„Wir werden die Aufträge nun ausschreiben“ – Hauptamtsleiter Marco Gerls

„Wir werden die Aufträge nun ausschreiben“, kündigte Hauptamtsleiter Marco Gerls an. Die Bauarbeiten könnten dann im Frühjahr 2018 beginnen. Die Verwaltung rechne damit, dass die Krippe im Herbst 2018 bezogen werden könne.

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Entstehen wird zwischen der schon vorhandenen Kindertagesstätte, der Grundschule und der Kreissportanlage auf einem Grundstück der Samtgemeinde ein funktionales Gebäude. Vorgesehen sind zwei, jeweils 48 Quadratmeter große Gruppenräume, zwei Schlafräume, kindergerechte Toiletten und Waschräume sowie einer Küche. Untergebracht werden in dem Zweckbau, den das Bovender Architekturbüro Sittig und Voges geplant hat, zwei Krippengruppen mit jeweils 15 Kindern.

Mehr Anmeldungen als Angebote

Notwendig ist das Gebäude geworden, weil bereits 2015/16 die Krippen-Anmeldungen das Angebot in der Samtgemeinde „deutlich überschritten“, führte der Bürgermeister aus. Seither gibt es eine Übergangslösung, die mehrere Akteure möglich gemacht haben. Die Hortgruppe aus dem Anbau des Kindergartens an der Hoher-Hagen-Straße zog in zwei Räume im Erdgeschoss der benachbarten Grundschule um. Die so frei gewordenen Räume im Pavillon der Kita bezog die Ganztagsgruppe des St.-Martini-Kindergartens. Ein Gruppenraum des St.-Martini-Kindergartens wiederum wurde für die Krippenkinderbetreuung umgenutzt.

Einstimmig empfahlen die Ausschussmitglieder dem Rat die Annahme des ersten Nachtrags zum Haushalt 2017. Dort sind 500000 Euro für die energetische Sanierung der Kindertagesstätte in Jühnde eingestellt, wovon das Land 337000 Euro übernehme, erläuterte Hauptamtsleiter Gerls. Gemacht werden müsse das Dach, wo bei Starkregen zum Teil Wasser eindringe. Außerdem lasse die Samtgemeinde das Gebäude dämmen. Sämtliche Fenster würden ersetzt. Die Bauarbeiten seien im kommenden Jahr bei laufendem Betrieb geplant.

Doppelhaushalt gebilligt

Der Ausschuss billigte zudem den Doppelhaushalt 2018/19. „Im Baubereich machen wir nur das Notwendigste“, erklärte dazu der Hauptamtsleiter. Ulrich Maschke (Linke) kritisierte erneut eine Mehrheitsentscheidung des Rats, die bereits mehrere Jahre zurückliegt. Damals verkaufte die Samtgemeinde den Bauhof. Seither muss sie dem Käufer für die Nutzung des Grundstücks 12.000 Euro im Jahr zahlen. „Aus heutiger Sicht würden wir das sicher nicht noch einmal tun“, räumte der Bürgermeister ein.

Von Michael Caspar

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