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Dransfeld Mann aus Dransfeld soll Konto seiner Freundin geplündert haben
Die Region Dransfeld Mann aus Dransfeld soll Konto seiner Freundin geplündert haben
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16:00 13.06.2019
Nachdem der Angeklagte das Göttinger Gerichtsgebäude verlassen hatte, musste die Verhandlung unterbrochen werden. Der Richter sah einstweilen von einem Haftbefehl ab. Quelle: dpa
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Göttingen

Ein Fall von mutmaßlichem Betrug ist am Donnerstag am Amtsgericht Göttingen verhandelt worden. Angeklagt ist ein 29-jähriger Mann aus der Samtgemeinde Dransfeld. Lars B. wird vorgeworfen, im Jahr 2016 über einen Zeitraum von drei Monaten mehrfach Geld vom Konto seiner damaligen Lebensgefährtin abgehoben beziehungsweise Waren eingekauft zu haben und zwar zum überwiegenden Teil ohne ihr Wissen.

Die Staatsanwältin las insgesamt 32 Abhebungen und Bezahlvorgänge vor, die widerrechtlich erfolgt sein sollen. So habe B. mehrere Handy-Verträge abgeschlossen und elektronische Geräte gekauft. Die wiederum soll er an ein Geschäft in Göttingen weiterverkauft haben. Entstanden sei ein Schaden in Höhe von mehreren Tausend Euro.

Über das Internet kennengelernt

Als Zeugin gehört wurde seine damalige Lebenspartnerin, eine 39-jährige Frau aus dem Flecken Bovenden. Beide hätten sich über das Internet kennengelernt, sagte sie aus. B., der damals noch einen anderen Nachnamen trug, weil er zwischenzeitlich verheiratet war (und inzwischen wieder seinen Geburtsnamen angenommen hat), sei im Januar 2016 bei ihr eingezogen, sagte die Zeugin. Er habe eines Tages mit einem Rucksack vor ihrer Haustür gestanden und vorgegeben, seine Villa in Kassel habe einen Wasserschaden und sei unbewohnbar. „Ich habe ihm vertraut“, erklärte das mutmaßliche Betrugsopfer.

Sogar den Laptop der Tochter gestohlen

B. habe begonnen, die EC-Karte seiner damaligen Freundin für Geldabhebungen zu nutzen, nachdem sie ihm einmalig die Kartennutzung erlaubt hatte. Die Summen lagen zwischen 15 und 865 Euro. Auch über einen gemeinsamen Einkauf in einem großen Göttinger Elektronikgeschäft sagte die Zeugin aus. Hier hätte B. Waren im Wert von rund 3500 Euro mit ihrem Geld erworben. „Er hat mir versichert, dass er alles für seine Firma braucht und dass er mir alles zurückzahlt. Er hat vorgegeben, groß im Musikgeschäft zu sein.“ Stattdessen habe B. die elektronischen Geräte nach und nach „verscherbelt“. Auf die Frage von Richter Julian Oelschlägel, ob sie etwas an Geld oder Waren zurückerhalten habe, sagte die Zeugin: „Nichts.“ Allein ein gemeinsam angeschaffter Staubsauger sei zurückgeblieben, nachdem B. aus ihrer Wohnung ausgezogen ist. Sogar den Laptop ihrer damals neunjährigen Tochter habe der Angeklagte gestohlen. Sie habe Ostern 2016 vor dem Nichts gestanden.

Angeklagter verschwindet während des Prozesses

Nachdem B. Ende März verschwunden sei, seien zahlreiche Mahnungen und Inkassobescheide aufgetaucht, die der Angeklagte ebenso wie die Kontoauszüge verheimlicht und versteckt hatte, etwa unter dem Ersatzrad ihres Autos. B. habe immer wieder versprochen, das Geld zurückzuzahlen. „Er hatte ja auch immer große Summen Geld bei sich. Ich wusste nur nicht, dass es meins war“, sagte die Zeugin. Er habe sich sehr gut darstellen und verkaufen können. „Ich gebe es zu. Ich war dumm und naiv.“

Der Angeklagte äußerte sich selbst nicht zu den Vorwürfen. Nach einer Sitzungspause blieb er verschwunden, Rechtsanwalt Wilbrand Krone und Richter Oelschlägel suchten nach ihm im Gebäude. Als es dem Rechtsanwalt schließlich gelang, den Angeklagten telefonisch zu erreichen, ließ der wissen, dass es ihm nicht gut gehe und er sich in ärztliche Behandlung begebe. Der Prozess soll am 27. Juni fortgesetzt werden.

Von Ulrich Meinhard

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