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Dransfeld Samtgemeinde Dransfeld eröffnet Krippen-Neubau
Die Region Dransfeld Samtgemeinde Dransfeld eröffnet Krippen-Neubau
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10:00 02.10.2019
Jörg Bolle, Hans-Jürgen Sittig, Marcel Riehtig, Mathias Eilers, Ina Kellner und Marco Gerls bei der offiziellen Einweihung der Krippe. Quelle: Caspar
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Dransfeld

Der Dransfelder Krippen-Neubau an der Hoher-Hagen-Straße 26 ist offiziell eröffnet worden. Die St. Martini Krippe, die 30 Betreuungsplätze bietet, ist bereits seit Januar in Betrieb.

In warmen, zurückhaltenden Farben ist die gut 360 Quadratmeter große Krippe gestaltet. Sie verfügt über zwei Gruppen- sowie separate Schlaf- und Sanitärräume. Die Wärmedämmung ist überdurchschnittlich hoch. Auf dem Gründach wächst Gras. 1,15 Millionen Euro hat die Samtgemeinde in die Einrichtung investiert. Die ursprüngliche Kostenplanung ging von 1,2 Millionen Euro aus. Die Krippe wird nun vom evangelischen Kindertagesstättenverband im Kirchenkreis Münden geführt.

„Der Bedarf nach Betreuungsplätzen für Kinder zwischen einem und drei Jahren wächst“, berichtete Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers (SPD) bei der Eröffnungsfeier. 2015 musste die Kommune eine vierte Gruppe einrichten, die zunächst in provisorisch zur Verfügung gestellten Räumen unterkam. Weil sich Bedarf nach einer fünften Gruppe abzeichnete, entschloss sich der Rat zum nun eröffneten Neubau. Er entstand hinter der bestehenden Evangelischen Kindertagesstätte St. Martini.

Neubau ruht auf Pfählen

Schön gerade ist die 1100 Quadratmeter große Fläche, die in den 70er-Jahren durch Aufschüttung entstanden ist. „Allerdings zeigte sich bei der Baugrunduntersuchung, dass eine Gründung des Neubaus auf bis zu 4,5 Meter tief in den Boden reichenden Pfählen erforderlich ist“, berichtete Heinz-Jürgen Sittig vom Büro Architekten Sittig + Voges. Ein unterirdisch verlaufender Bach, der verrohrt wurde, machte das notwendig.

Die Bauarbeiten begannen im März 2018. Bund und Land halfen bei der Finanzierung. Sie steuerten 360000 Euro bei, der Landkreis weitere 60000 Euro. Von einem „symbolischen Betrag“, mit dem der Landkreis seine Wertschätzung für den „Kraftakt“ der Samtgemeinde Dransfeld ausdrücken wolle, sprach Marcel Riethig (SPD), der Dezernent für Jugend, Bildung, Arbeit, Soziales und Kultur. Samtgemeindebürgermeister Eilers würdigte die 200000 Euro, mit der der Landkreis den laufenden Betrieb der Dransfelder Kitas unterstütze. Mehr Geld würde allerdings nicht schaden, schob er nach.

Gebäude in Holzständerbauweise

Im März 2018 begannen die Bauarbeiten unter Leitung von Jörg Bolle vom Architekturbüro. Innerhalb von neun Monaten entstand das Gebäude in Holzständerbauweise. Im Januar konnte die neue Krippe, in der zehn Mitarbeiterinnen tätig sind, die ersten Kinder aufnehmen.

Dransfelds Pastorin Almuth Wiesenfeldt, die stellvertretende Leiterin des evangelischen Kindertagesstättenverbands ist, dankte der Samtgemeinde. Es sei nicht selbstverständlich, dass den Lutheraner die Trägerschaft für die neue Einrichtung anvertraut worden sei. Sie wollten nun „ganz kleinen Kindern“ einen Raum geben, wo diese willkommen seien und „in aller Freiheit Fragen zu Gott und der Welt stellen“ könnten. „Der Neubau ist unsere größte Krippe“, ergänzte Marina Peschanel, die pädagogische Leitern des Kita-Verbands.

Ina Kellner leitet die Kita

Die neue Krippe gehört zur Kindertagesstätte St. Martini, die nun 152 Kinder in drei Krippen-, vier Kindergarten- und einer Hortgruppe betreut. Geleitet wird die Einrichtung seit 2012 von Ina Kellner.

Samtgemeindebürgermeister Eilers berichtete, dass der Bedarf nach Kinderbetreung weiter steigt. In zwei Gruppen seien die Betreuungszeiten kürzlich von 14 auf 15 Uhr ausgeweitet worden. Die Kita Löwenhagen habe die Zahl der Plätze von zehn auf 25 erhöht.

Sechs Kindertagesstätten

Im Gebiet der Samtgemeinde Dransfeld befinden sich sechs Kindertagesstätten mit 340 genehmigten Betreuungsplätzen. Für Kinder im Alter von einem bis drei Jahren gibt es eigenständige Krippengruppen, für die Zwei- bis Dreijährigen zudem altersübergreifende Kindergartengruppen. Die Kindertagsstätten kümmern sich in den Kindergartengruppen um Kinder bis zur Einschulung und zum Teil auch um Grundschulkinder nachmittags im Hort. Auch während der Ferien gibt es in der Samtgemeinde eine Betreuung, allerdings nicht durchgehend. Zudem besteht an Grundschulen eine Nachschulbetreuung. Das Kinder- und Jugendbüro des Landkreises vermittelt darüberhinaus qualifiziertes Tagespflegepersonal für eine ergänzende Betreuung der Kinder.

Von Michael Caspar

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