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Dransfeld Stadt Dransfeld übernimmt Schaden nach Absage des Partnerschaftstreffens
Die Region Dransfeld Stadt Dransfeld übernimmt Schaden nach Absage des Partnerschaftstreffens
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00:30 30.06.2019
Der deutsch-ungarischen Verständigung verpflichtet: 25-Jahr-Feier der Partnerschaft in der Dransfelder Stadthalle 2016. Quelle: Peter Heller
Dransfeld

Durch die Absage des Dransfelder Partnerschaftstreffens zu Pfingsten ist ein Schaden von mindestens 5600 Euro entstanden. Die Stadt übernimmt ihn, kündigte Stadtdirektor Mathias Eilers (SPD) am Mittwoch an.

Es wurden unter anderem Busse gechartert, Hotelzimmer gebucht und Essen vorbestellt. „Auf den Stornierungskosten sollen die Ehrenamtlichen, die das Treffen mit den Partnerstädten aus Ungarn, Frankreich und Kroatien vorbereitet haben, nicht sitzen bleiben“, versprach Eilers während der Ratssitzung im Bördeler Dorfgemeinschaftshaus. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jan-Thomas Geyer forderte zu prüfen, inwieweit die Stadt den linken Ratsherren Ulrich Maschke haftbar machen kann.

Maschke weist Verantwortung von sich

Maschke, der zur Zeit in Dänemark Urlaub macht, hatte bereits im Stadtentwicklungsausschuss die Verantwortung für die Absage von sich gewiesen. Die Ungarn hatten Abstand von ihrem Besuch genommen, nachdem sie von Maschke im Gemeindeblatt „Dransfelder Informationen“ als „Neonazis“ bezeichnet worden waren. Der Ratsherr hatte ihnen dort außerdem einen „gebührenden Empfang“ angekündigt. Nach dem Rückzug der Ungarn hatte der Dransfelder Partnerschaftsverein – aus Maschkes Sicht „unnötig“ – das gesamte Treffen abgesagt.

CDU kritisiert Stadtdirektor und Bürgermeister

Geyer forderte zudem in scharfen Worten den Stadtdirektor sowie Bürgermeister Carsten Rehbein (SPD) auf, die politische Verantwortung für das Erscheinen von Maschkes Beitrag zu übernehmen. Beide gehören der Runde an, die für die Endredaktion einer Ausgabe des Gemeindeblattes verantwortlich ist – Eilers kraft seines Amtes, Rehbein als Privatmann. An der entscheidenden Sitzung hatten beide aber nicht teilgenommen. Die Dransfelder Informationen werden von einem Verein herausgegeben.

Dransfelder Informationen entschuldigen sich

Aus Sicht von SPD und Freien Wählen liegt die Verantwortung bei der gesamten Redaktion. Sie hat angekündigt, dass sie sich in der kommenden Ausgabe für das Abdrucken des Maschke-Beitrags entschuldigen wird. Der Rat verurteilte in einer einstimmig angenommenen Resolution das Verhalten des linken Ratsherren.

Von Michael Caspar

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