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Duderstadt Von Duderstadt nach Vierzehnheiligen
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19:00 25.06.2019
Kolping-Radwallfahrt nach Vierzehnheiligen. Start an der Kolping Ferienstätte. Quelle: Niklas Richter
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Duderstadt

„Von Basilika zu Basilika“ – was als Schriftzug auf dem Begleitfahrzeug zu lesen ist, ist für die 19 Teilnehmer der Kolpingwallfahrt Programm. Am Dienstag sind sie zur sechsten Pilgerradtour gestartet.

Die Traditionswallfahrt der Eichsfelder nach Vierzehnheiligen auf dem Rad zu absolvieren, sei „inzwischen ein Selbstläufer“, sagte Hans-Georg Kopp, der 2014 zusammen mit anderen Mitstreitern des Kolpingverbands Untereichsfeld die Pilger-Radtour ins Leben rief. Die Etappen hätten sich bewährt, und auch die Versorgung der Männer und Frauen auf den Zweirädern sei wie schon in den vergangenen fünf Jahren gewährleistet. Zwei Teilnehmer begleiten die Radfahrer mit zwei Bussen samt Anhängern. Mit dabei: das Gepäck der Radfahrer sowie Speis und Trank für die Pausen unterwegs.

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Nachdem sich die Radler am Morgen in der Kolping-Ferienstätte auf dem Pferdeberg mit einem Frühstück gestärkt hatten, konnten sie es auch kaum erwarten, in die Pedalen zu treten und sich auf den Weg zu machen. Immerhin stand eine lange erste Etappe auf dem Programm: 125 Kilometer über Heiligenstadt, Wanfried und Creutzburg bis nach Bad Salzungen. Die zweite, knapp 80 Kilometer lange Etappe führt die Gruppe am Mittwoch dann von Bad Salzungen über Meiningen und das Kloster Veßra nach Hildburgshausen, wo die Planung eine weitere Übernachtung vorsieht, bevor am Donnerstag nach weiteren 55 Kilometern das Ziel Vierzehnheiligen bei Bamberg erreicht wird.

Unterwegs wollten die Eichsfelder Pilger die Zeit für gemeinsame Gespräche über Gott und die Welt nutzen. Die Themen, welche die Teilnehmer unterwegs und abends in Gemeinschaft bewegten, so berichteten einige der Rad-Pilger, reichten von ganz persönlichen, familiären Wünschen bis hin zur Situation von Kirche allgemein. Weil es immer weniger Priester gebe, werde das Ehrenamt immer wichtiger, so einer der Teilnehmer vor dem Start. Auch biete die Pilger-Radtour Gelegenheit zur Besinnung.

Ältester Eichsfelder Pilger in der Radlergruppe ist mit 78 Jahren Pfarrer Karl-Heinz Hendker. Er werde wie schon in der Vergangenheit einige religiöse Gedanken und Impulse einbringen und bilde die geistliche Begleitung. Ein Freiluftgottesdienst ist am zweiten Etappentag vorgesehen, kündigt Kopp an.

Eichsfelder Wallfahrt 2019

Eichsfelder Wallfahrt nach Vierzehnheiligen

Die Basilika Vierzehnheiligen bei Bad Staffelstein in Oberfranken ist seit vielen Jahren Ziel der Vierzehnheiligen-Wallfahrt des Eichsfelds. In diesem Jahr steht diese unter dem Motto „Lauft nur, ich werde euch tragen, euch hinführen bis ans Ziel“. In seinem Grußwort an die Wallfahrer schreibt Regens Martin Marahrens: „Gerade angesichts der Umbrüche in der Kirche, der Unruhe in der Welt und vielleicht mancher Sorge im persönlichen Leben brauchen wir diese Ermutigung zum gläubigen Vertrauen.“

Mehr über die Vierzehnheiligen-Wallfahrt gibt es unter gturl.de/14Heiligen

So sei die Kolping-Tour unter dem Motto „Von Basilika zu Basilika“ denn auch in erster Linie eine Wallfahrt, auch wenn mancher die dreitägige Fahrt auch aus sportlicher Sicht sehe. Ziel für die Kolpinger sei es, in der Gemeinschaft das Ziel Vierzehnheiligen zu erreichen. Dort wollen die Eichsfelder Wallfahrer auf weitere Pilger treffen, um an der Basilika die Vierzehnheiligenandacht mit sakralem Segen zu feiern und am Wallfahrtsamt mit Lichterprozession zu zelebrieren. Zum Abschluss der Eichsfelder Wallfahrt ist am Sonnabend, 29. Juni, aus Anlass des Hochfestes von Peter und Paul ein Hochamt mit allen Geistlichen vorgesehen. Die Predigt wird der Duderstädter Probst Bernd Galluschke halten.

Eindrücke der Basilika Vierzehnheilige

Rückweg im Begleitbus

Einige der 19 Pilger, die sich am Dienstagmorgen auf den Weg machten, sind schon mehrfach bei der Eichsfelder Wallfahrt dabei. Unter ihnen sind auch Rennradfahrer aus Mingerodegeröder, wie Horst Dornieden und Hans-Georg Kopp. Im Gegensatz zum vorigen Jahr werden sie diesmal nicht wieder mit dem Rad zurück fahren.

Von Britta Eichner-Ramm

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