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Duderstadt 20-Jähriger wegen mehrerer Delikte angeklagt
Die Region Duderstadt 20-Jähriger wegen mehrerer Delikte angeklagt
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19:53 21.11.2017
Quelle: dpa
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Duderstadt

Der Angeklagte hatte zunächst auf eigene Angaben verzichtet, sich aber dann doch bereit erklärt, Aussagen zu den einzelnen Anklagepunkten zu machen. Unter anderem soll er ein Auto gestohlen haben. Der Angeklagte erklärte, er habe das Fahrzeug am Freitag, 27. Januar 2017, angeschaut und sei mit einem Bekannten am Montag darauf zu dem Autohändler gefahren. Dieser habe ihm die Papiere ausgehändigt und der Schlüssel, der sich nicht bei dem Autohändler befand, sei gebracht worden. Allerdings bestritt der Autohändler in seiner Zeugenaussage, ihm den Fahrzeugbrief ausgehändigt zu haben, da noch kein Geld übergeben worden sei. Vielmehr habe der Angeklagte den Brief an sich genommen. Der Begleiter des Angeklagten berichtete, dass dieser gesagt habe, der Händler hätte vergessen, das Geld zu fordern.

Notruf des Angeklagten

Am 7. Februar habe der Händler mit jemand anderem vor seiner Wohnungstür gestanden, um die Fahrzeugpapiere einzufordern, sagte der Angeklagte. Wie der Händler erklärte, habe er diesen nur aufgefordert, seine Papiere zu bekommen. Er hätte daraufhin die Polizei gerufen, weil er wissen wollte, ob er den Brief und die Kennzeichen an sich nehmen dürfe. Die Polizei sei kurz darauf auch erschiene. Richter Michael Pietzek klärte ihn auf, dass die Beamten gekommen seien, weil der Angeklagte einen Notruf getätigt habe, dass mehrere Personen versuchen würden, sich gewaltsam Zutritt zu seiner Wohnung zu verschaffen. Nachdem der Händler das Auto zurückbekommen hatte, hätte ein Satz Aluräder gefehlt. Deshalb habe er das Radio behalten, dass der Angeklagte mittlerweile in das Fahrzeug eingebaut hatte. Dieses verkaufte er an einen Mitarbeiter von ihm, der es über eine Internetplattform weiterverkaufen wollte. Als ein Bekannter des Angeklagten das Radio im Internet entdeckte, fuhren die beiden zu dem Mitarbeiter. Der Angeklagte und auch der Bekannte bestritten, während des Besuchs dessen Haustür beschädigt zu haben, wie der Vater des Mitarbeiters gegenüber der von beiden Seiten gerufenen Polizei geäußert hatte.

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Nach Streit aufgefahren

Am Abend des 7. Februar habe es Streit gegeben, wie eine weitere Zeugin aussagte. Der Angeklagte sei dann losgefahren, sie kurz hinter ihm. Dann habe er sie mehrfach ausgebremst. Sie sei daraufhin zur Tankstelle gefahren, um zu tanken. Im Anschluss sei der Angeklagte hinter ihr gefahren. Sie habe abbremsen müssen, weil eine andere Verkehrsteilnehmerin einfach losgefahren sei und ein zweites Mal, weil eine schwarze Katze von rechts den Weg gekreuzt habe. Dabei sei der Angeklagte auf das Heck ihres Fahrzeugs gefahren. Er sei dann noch ein zweites Mal gegen ihr Fahrzeug gefahren. Sie sei ausgestiegen. Dann sei er weiterfahren und dabei er über ihren Fuß gefahren. Sie könne aber nicht sagen, ob es Absicht gewesen sei. In einer WhatsApp-Nachricht vom Folgetag hatte der Angeklagte zumindest geschrieben, dass er ihr nicht wehtun wollte. Er habe nicht wegfahren wollen und habe auch die Polizei gerufen. Doch dann sei bereits der andere gekommen.

Die Vernehmung der weiteren Zeugen in Bezug auf die darauf folgenden Anklagepunkte wurde auf einen Folgetermin verschoben. Der Prozess wird am Donnerstag, 23. November, um 9 Uhr im Amtsgericht Duderstadt fortgesetzt.

Von Rüdiger Franke

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