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Duderstadt 2000 Besucher beim amerikanischen Tag im Duderstädter Freibad
Die Region Duderstadt 2000 Besucher beim amerikanischen Tag im Duderstädter Freibad
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00:18 31.07.2013
Wilder Westen im Freibad: Betty Germerott übt sich im Lassowerfen, um nach einer Reihe von Prüfungen den Sheriffstern zu erhalten. Quelle: Schauenberg
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Duderstadt

„Wir wollen mit solchen Events unser Freibad in der Region bekannter machen und auch Menschen locken, die nicht unbedingt schwimmen wollen“, nennt Markus Kuhlmann, Geschäftsführer der Eichsfelder Blockheizkraftwerk- und Bäder GmbH (EEB) als Badbetreiberin, Gründe für die besondere Ferien-Veranstaltung.

Das Konzept scheint aufzugehen. Nicht nur Kinder holten sich bei EEW-Mitarbeiter Olaf Robitzsch den Teilnahmeschein für die Sheriffprüfung. Dass Lasso- oder Hufeisenwerfen leicht aussieht, aber beim eigenen Versuch doch ganz schön schwierig ist, merkten die Brüder Loris und Marlon, die mit ihrer Mutter Katja Kopp gekommen waren.

Beim Bullenreiten war Tommy Lee schon ganz gut  mit 40 Sekunden auf dem tanzenden Kunststoff-Tierrücken. Charif hat sogar mehr als eine Minute geschafft, gibt der Nachwuchs-Cowboy stolz bekannt. Beim „Hau den Lukas“ schwang Luca aus Bremen den Hammer.

„Das  ist anstrengend“, stellte der Schüler fest, aber zum Glück konnten sich die jungen Westernhelden jederzeit im Schwimmbecken abkühlen. Für Abwechslung im Wasser sorgten die Mitarbeiter der DLRG mit Aktionen wie Aquafitness oder Schnuppertauchen.

Und auch Erwachsene hatten ihren Spaß. Mit zusammengerollten Socken brachte der Trupp der Freiwilligen Feuerwehr aus Bad Karlshafen nicht nur die Blechbüchsen, sondern gleich den ganzen Stand zu Fall. „Wir sind extra zu dieser Veranstaltung im Mannschaftswagen mit neun Leuten nach Duderstadt gekommen“, sagte Feuerwehrmann Sven Messerschmidt.

Dabei nutzten die Brandschützer die Gelegenheit, sich auch die Duderstädter Feuerwache anzusehen. „Die Eichsfelder Kollegen haben uns sehr freundlich empfangen und uns  herumgeführt. Das ist hier ja alles etwas größer als bei uns“, freut sich Messerschmidt über den Kontakt.

Mit texanischen Temperaturen weit über 30 Grad, Countrymusik und einer guten Portion Westernflair zog der „Amerikanische Tag“ im Duderstädter Freibad am Sonnabend rund 2000 Gäste an. ©Schauenberg

Eines der Highlights am Nachmittag war der Arschbombenwettbewerb, der nach einheitlichen Kriterien beurteilt wurde. „Eine gute Arschbombe muss aussehen wie ein perfekter Paketsprung“, erklärte Bademeisterin Michaela Pyttel.

Also: Arme um die Beine, Kopf zwischen die Knie, und die Fontäne darf dann auch gewaltig ausfallen. „Das ist ja sonst nicht erlaubt, aber heute zum Wettbewerb wird natürlich für entsprechende Sicherheit gesorgt“, sagte die Fachfrau.

Während tagsüber die Besucherzahl im Freibad mit etwa 1500 Gästen einem gut besuchten Sommertag entsprach, kamen etwa 500 Gäste nochmal zur Abendveranstaltung. Ein LKW-Anhänger wurde zur Bühne für die Westernband Country Corner, die gleich die Line-Dance-Gruppe „Mountain Stars“ aus Göttingen aufs Parkett lockte.

„Wir haben die Veranstaltung im Internet entdeckt.Wir freuen uns immer, wenn wir in der Region die Möglichkeit zum Line-Dance haben und fahren dann spontan los“, erklärte Jürgen Wieland als Sprecher der Gruppe. Während sich vor der Bühne Tänzer und Zuschauer  scharrten, wurde daneben der Rodeowettbewerb auf der Bullenmaschine ausgetragen.

„Die Resonanz war sehr gut, und wir wollen weiterhin unsere Schwimmbad-Events anbieten“, bestätigte Kuhlmann. Die Reihe hatte mit dem Weihnachtsschwimmen und der Karibischen Nacht im Hallenbad begonnen.

Von Claudia Nachtwey