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Duderstadt 2000 DUD-Kennzeichen beim Landkreis angemeldet
Die Region Duderstadt 2000 DUD-Kennzeichen beim Landkreis angemeldet
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15:35 08.08.2013
Von Ulrich Lottmann
2000. DUD-Kennzeichen: Wemheuer, Deppener, Werner, Nolte (v.l.). Quelle: Thiele
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Duderstadt

Klaus Deppener, Leiter der Kfz-Zulassungsstelle in Duderstadt, ließ bei der Übergabe das Eichsfeld-Lied am Behörden-PC erklingen. Das neue Kennzeichen sei ein Geburtstagsgeschenk ihre Mannes, die Buchstabenfolge MM stehe für die Anfangsbuchstaben ihrer Vornamen Michaela und Markus, die 68 für beider Geburtsjahr, erzählte Werner.

Produktion und Montage des Kennzeichens war dann eine Gemeinschaftsaktion der Betriebe im Gebäude der Zulassungsstelle: Die Nummernschilder prägte Doris Deppe-Tauchmann im und auf Kosten des benachbarten Fachbetriebs Kroschke-Autoschilder. Beim Anbringen half Tüv-Mitarbeiter Herbert Gloris.

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20 Kennzeichen pro Tag

Gesetzlich möglich seien die neuen Kennzeichen seit dem 15. November, erläuterte Wemheuer. Seitdem habe es eine stetige Nachfrage gegeben. Von den rund 20 Kennzeichen, die pro Tag in der Duderstädter Zulassungsstelle ausgegeben würden, gingen knapp die Hälfte mit der Kennung DUD über den Behördenschalter, erklärte Deppener.

Seit der bundesweiten Neuregelung der Zulassungsordnung für Autokennzeichen wurden in Niedersachsen zehn Ortskennungen zusätzlich eingeführt. Die größte Nachfrage gab es bislang im Landkreis Aurich: 8000 mal ist das neue Kennzeichen NOR (Kürzel der Stadt Norden) bereits ausgegeben worden, teilt Aurichs Kreissprecher Rainer Müllers-Gummels mit. Weitere 250 NOR-Kennzeichen sind bereits reserviert.

Die Kennzeichen BRV (Bremervörde), RI (Rinteln), ALF (Alfeld), EIN (Einbeck) GAN (Bad Gandersheim), CLZ (Clausthal-Zellerfeld) und HMÜ (Hann. Münden) verzeichnen ebenfalls vierstellige Ausgabezahlen. 202 Nummernschilder mit der Kennung BRL (Braunlage) sind im Landkreis Goslar unterwegs, meldet Goslars Kreissprecherin Kristin Riedel. Landesweit wurden damit bislang mehr als 30 000 neue Kennzeichen ausgegeben (siehe Grafik am Ende des Artikels).

Ausdruck regionaler Identität

Dabei handelt es sich ausschließlich um Buchstabenkürzel, die es bis zur Gebietsreform Anfang der 1970-er Jahre bereits gab. „Die Abschaffung vor 40 Jahren war schon mit Schmerzen verbunden“, erinnert sich Nolte an den Wegfall des damaligen DUD-Kennzeichens bei Eingliederung des Altkreises Duderstadt in den heutigen Landkreis Göttingen. Deshalb habe sich die Stadt Duderstadt für eine Neuregelung der Zulassungsordnung eingesetzt, „am Anfang etwas belächelt, aber mit Überzeugung“. Die Ausgabe von nun 2000 DUD-Kennzeichen sieht er als Ausdruck regionaler Identität. Wenn er anderswo ein DUD-Kennzeichen sehe, „löst das Emotion aus“, bekannte Nolte.

Den Anstoß für eine Neuregelung der Zulassungsordnung gab Ralf Borchert, Professor für Tourismusmanagement an der Hochschule Heilbronn. Seine Studie zur Reaktivierung der Alt-Kennzeichen als Mittel des Stadtmarketings löste eine Initiative von rund 130 Städten und Gemeinden aus und führte zur Gesetzesänderung.

Die Richtlinien würden noch weiter liberalisiert, kündigte Wemheuer gestern an. Künftig werde es möglich sein, bei einem Wohnortwechsel bundesweit sein Kennzeichen mitzunehmen.

Weitere neue alte Kennzeichen in den Landkreisen Niedersachsens. Grafik: ne/cau

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