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Duderstadt Golf – ein Sport für Eliten? Nicht hier ...
Die Region Duderstadt Golf – ein Sport für Eliten? Nicht hier ...
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06:00 28.06.2019
Johanna Elsner v.d. Malsburg mit Hündin Jittka auf der weitläufigen Anlage des Golfclubs. Quelle: Markus Riese
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Duderstadt / Region

 Sein 25-jähriges Bestehen feiert der Golfclub Rittergut Rothenberger Haus (GCRR) bei Duderstadt in diesem Jahr. Die typischen Vorurteile, die Außenstehende mit dem Golfsport hierzulande verbinden, kennt Vizepräsidentin Johanna Elsner v.d. Malsburg (oder kurz: von Elsner) nur allzu gut. Doch sie hält dagegen: „Golf soll ein Sport sein, den jeder machen kann“, sagt die 39-Jährige. Mit Golferlebnistagen, Schnupper- und Nachwuchsangeboten kämpft der Club gegen das angestaubte Image einer ganzen Sportart an – und das durchaus erfolgreich.

Das Clubhaus und die weiteren Gebäude der Anlage. Quelle: Markus Riese

Etwa 550 Mitglieder zählt der GCRR, der 1994 als Alternative zum Golfclub Hardenberg an den Start ging, und das schon seit Jahren ziemlich konstant. „Damals hatte Hardenberg eine Warteliste von 500 Personen, da sind dann einige zu uns gekommen“, erinnert sich die damals 14-Jährige. Auf dem 80 Hektar großen Areal entstand zunächst eine 9-Loch-Anlage (die heutigen Löcher 10 bis 18), und anfangs gab es auch noch kein Clubhaus. Das entstand erst später in einem ehemaligen Stallgebäude und wurde im Laufe der Jahre erweitert. Heute beherbergt es ein öffentliches Restaurant mit Terrasse und Blick auf die Driving Range, einen Shop und die Verwaltung.

Die jüngsten Golfer sind erst fünf

15 Mitarbeiter kümmern sich vorrangig um die Pflege der idyllisch gelegenen Anlage, die von älteren Golfspielern ebenso genutzt wird wie von Kindern und Jugendlichen. „Die Jüngsten sind fünf, das ist hier also wirklich kein Altherrensport“, weiß von Elsner zu berichten. Ihren Mann Constantin hat sie hier kennengelernt, er kümmert sich heute vor allem um das Greenkeeping. Sie selbst hat Betriebswirtschaft mit den Schwerpunkten Marketing und Tourismus studiert, ist außerdem ausgebildete Hotelfachfrau.

Johanna Elsner v.d. Malsburg mit Hund Jittka, rechts im Hintergrund einige Golfspieler. Quelle: Markus Riese

Besonders dienstags (Ladies Day) und mittwochs (Mens Day) ist laut von Elsner viel los auf der Anlage; beim „Golf am Donnerstag“ zieht es vor allem Senioren auf das Grün. Der Freitag gehört der Jugend; außerdem gibt es noch ein „9-Loch Afterwork“ und zahlreiche Turniere an den Wochenenden. Als Sponsoren und Namensgeber treten vorrangig Betriebe aus der Umgebung auf, deren Entscheider zumeist auch selbst spielen. Etwa 70 bis 80 Teilnehmer zählen diese Turniere regelmäßig. Dazu kommen Clubmeisterschaften, ein jährliches Benefizturnier für das Hospiz an der Lutter – und einmal im Jahr mit dem Sparkassen-Cup der Sparkasse Göttingen ein Pro-Am-Turnier mit 30 Golf-Profis und insgesamt 120 Teilnehmern. 2011 gab es sogar mal Deutsche Meisterschaften auf der malerischen Anlage bei Brochthausen – und zwar jene der behinderten Golfspielerinnen und Golfspieler. „Das haben wir damals mit Ottobock zusammen gemacht, und es war wirklich ein Erlebnis“, schwärmt von Elsner noch heute.

Keine Angst vor dem Golf-Sport

Wer mit ihr spricht, der stellt schnell fest, dass niemand Angst haben muss vor dem vermeintlichen Elite-Sport Golf. „Jeder darf sich bei uns ausprobieren, und wir werfen auch niemanden von der Anlage, weil er zum Beispiel eine Jeans trägt“, so von Elsner. In anderen Clubs komme das durchaus noch vor. „Klar, genau sowas hat dann ja auch zum Image dieses Sportes beigetragen“, weiß die Vizepräsidentin, die den Familienbetrieb auch auf lange Sicht weiterführen will. In Schottland etwa sei das ganz anders. Dort sei Golf ein ähnlich populärer Breitensport wie Fußball.

Die Akquise neuer Mitglieder laufe häufig über Mund-zu-Mund-Propaganda, aber auch bei den jährlichen Golferlebnistagen kämen stets viele interessierte Besucher. Und, was viele nicht wissen: Es gibt auch eine Golfschule auf dem Rittergut. Hier gibt mit Frank Piater ein Lizenztrainer des Deutschen Golf-Verbandes und ein „Fully-Qualified“-Mitglied der PGA of Germany seine jahrzehntelangen Erfahrungen weiter, gern auch an Einsteiger. Neben Einzel- und Schnuppertrainings bietet er für 279 Euro ein sogenanntes Starterpaket an, das zehn Trainerstunden bis zur Platzreife (inklusive Prüfung), die dreimonatige Mitgliedschaft im GCRR, kostenlose Leihschläger und die freie Nutzung der Übungseinrichtungen enthält. Reinschnuppern kann man sogar schon für 19 Euro. Außerdem wird Schnuppergolf beispielsweise für Firmen, Vereine und Kindergeburtstage angeboten. Und sogar für Junggesellenabschiede.

Golfen für 99 Euro im Monat

Niedrigschwellig soll es sein, auch bei den Preisen: Eine Jahresmitgliedschaft im GCRR kostet inklusive Betreiberanteil derzeit 1155 Euro im Jahr oder 99 Euro im Monat, verschiedene Ermäßigungen sind verfügbar (etwa für Kinder, Studierende oder Fernmitglieder). Viel teurer als ein hochwertiges Fitnessstudio ist Golf hier also nicht mehr.

Jubiläum im Oktober

Das 25-jährige Bestehen feiert der Golfclub Rittergut Rothenberger Haus im Herbst: am 6. Oktober mit einem „Jubiläums-Cup“, in den darauffolgenden Tagen mit einer ganzen Jubiläumswoche auf der Anlage und schließlich mit einem großen Fest im Hotel Kronprinz in Fuhrbach. „Da können dann auch die Mitarbeiter mitfeiern“, sagt Vizepräsidentin Johanna von Elsner. Weitere Informationen zum Club und alle aktuellen Termine gibt es auf der Internetseite golf-duderstadt.de.

Von Markus Riese

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