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Duderstadt 27. Band des Eichsfeld-Jahrbuchs: Vielseitige Regionalgeschichte auf 312 Seiten
Die Region Duderstadt 27. Band des Eichsfeld-Jahrbuchs: Vielseitige Regionalgeschichte auf 312 Seiten
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18:00 30.11.2019
Die Autoren des 27. Eichsfeld-Jahrbuches erhalten ein Exemplar von Vertretern der Redaktion und des Verlages. Quelle: Garben, Nora
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312 Seiten und zwölf Beiträge zur Geschichte der Region Eichsfeld umfasst das neue Eichsfeld-Jahrbuch. Der mittlerweile 27. Band ist am Sonnabendvormittag im Gemeindehaus der Neustädter Kirchengemeinde St. Aegidien vorgestellt worden. Im Anschluss wurde der Verein für Eichsfeldische Heimatkunde, der das Jahrbuch gemeinsam mit dem Heimatverein „Goldene Mark“ Untereichsfeld herausgibt, mit dem Friedrich-Christian-Lesser-Preis 2019 ausgezeichnet.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Gerold Wucherpfennig, 1. Vorsitzender des Heimatvereins „Goldene Mark“, der hervorhob, dass nur wenige Kulturlandschaften in Deutschland über „eine so umfassende Regionalliteratur“ verfügten wie das Eichsfeld, gab Schriftleiter Thorsten Müller einen Überblick über die einzelnen Aufsätze des Sammelbandes.

Diese beschäftigen sich mit den unterschiedlichsten Themen wie „Formen und Motive Eichsfelder Zierbrunnen“ (Kurt Pokert), „Das Rebhuhn Perdix perdix (L.) im Obereichsfeld – ein Ausstieg aus der Roten Liste?“ (Wilhelm Roth) oder „Eichsfelder im Amerikanischen Bürgerkrieg“ (Mathias Degenhardt). So erfährt der Leser beispielsweise, wie es dazu kam, dass mehr als 100 Eichsfelder im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg kämpften oder wie sich der Rebhuhnbestand im Landkreis Eichsfeld entwickelt hat.

Themen sind frei wählbar

Einen Beitrag für das Eichsfeld-Jahrbuch kann jeder verfassen. Ob Hobbyhistoriker, Professoren oder interessiert Bürger: „Alle, die etwas schreiben möchten, melden sich bei uns“, sagt Müller. Themen werden nicht vorgegeben, sondern können frei gewählt werden. Auch konzentriert sich das jeweilige Jahrbuch auf keine bestimmte Epoche oder einen festgesetzten Zeitraum. Das einzige Kriterium: Der Beitrag muss sich in irgendeiner Form mit der Region Eichsfeld beschäftigen.

Das Interesse, sich zu beteiligen, sei manchmal so groß, dass das 10-köpfige Redaktionsteam auch schon Leute habe abweisen müssen. Das Redaktionsteam ist es auch, dass die Aufsätze prüft, lektoriert und für die wissenschaftliche Fundierung sorgt, oft in Kooperation mit Universitäten wie der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Uni Leipzig. Das Besondere an den Beiträgen des Jahrbuchs sei, dass man ihnen die Verbundenheit der Verfasser zum Eichsfeld anmerke, sagt Müller. „Die brennen für ein Thema.“

Erhaltene Inschriften dokumentiert

Zu Autoren des diesjährigen Bandes gehört auch Barbara Hornemann aus Beuren. Gemeinsam mit dem Historiker Josef Reinhold, ein gebürtiger Beurener, hat sie sich mit Inschriften beschäftigt, die in der Ortschaft unter anderem an Häusern, Erbauungssteinen und Türangeln erhalten sind. Um diese fotografisch zu dokumentieren, habe sie auch Privatgelände betreten müssen, doch alle Grundstückseigentümer hätten ihr das gern ermöglicht oder sie sogar dabei unterstützt – wie einige Angestellte des Raphaelsheimes, die ihr Wasser und Schwämme für die Reinigung des völlig vermoosten Grabsteinsockels von Catharina Wilhelmina Freckmann zur Verfügung stellten.

Wie die anderen Autoren und Redaktionsmitglieder auch arbeitet Hornemann ehrenamtlich und unentgeltlich. Gefördert wird das Eichsfeld-Jahrbuch vom Landkreis Eichsfeld, der Stiftung der Kreissparkasse Eichsfeld und der Sparkassen Stiftung Untereichsfeld.

Das Eichsfeld-Jahrbuch 2019 ist im Mecke Verlag Duderstadt erschienen. Der 27. Band enthält 135 farbige und 26 Schwarz-weiß-Abbildungen sowie 4 Tabellen. Es kostet 25 Euro und ist überall im Buchhandel erhältlich (ISBN 978-3-86944-197-9). Weitere Informationen finden sich auch auf den Internetseiten der herausgebenden Vereine veh-eichsfeld.de und hv-goldene-mark.de.

Der 1. Vorsitzende des Vereins Eichsfeldische Heimatkunde, Peter Anhalt (Mi.) nimmt die Urkunde des mit 1000 Euro dotierten Friedrich-Christian-Lesser-Preises von Werner Greiling (Uni Jena) und Andreas Lesser (re.) entgegen. Quelle: Garben, Nora

Friedrich-Christian-Lesser-Preis

Zum elften Mal ist der Friedrich-Christian-Lesser-Preis durch die historische Kommission für Thüringen verliehen worden. In diesem Jahr kann sich der Verein Eichsfeldische Heimatkunde über die Auszeichnung freuen. Zur Begründung sagte Kommissionsvorsitzender Werner Greiling, dass sich der Verein durch seine wissenschaftlichen Publikationen und Sammlungen, seine Unterstützung der Ortschronisten im Eichsfeld sowie seinen Exkursionen, Vortragsveranstaltungen und Ausstellungen „in beispielgebender Weise für die landesgeschichtliche Forschung und die historische Bildungsarbeit“ einsetze. Insbesondere das Eichsfeld-Jahrbuch, das der Verein gemeinsam mit dem Heimatverein „Goldene Mark“ herausgibt, gehöre mit seinen Beiträgen „zu den führenden landesgeschichtlichen Zeitschriften“ in Thüringen. Für den 1. Vorsitzenden Peter Anhalt war die Auszeichnung eine Bestätigung für die gute Arbeit des Vereins: „Unser Jahrbuch ist ein Botschafter für das Eichsfeld.“

Von Nora Garben

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