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Duderstadt 400 Häuser sanierungsbedürftig: Geld vom Land
Die Region Duderstadt 400 Häuser sanierungsbedürftig: Geld vom Land
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18:41 29.03.2012
Wenig ansprechend: Der Bereich Steinstraße soll mit Hilfe der Städtebauförderung saniert und neu gestaltet werden.
Wenig ansprechend: Der Bereich Steinstraße soll mit Hilfe der Städtebauförderung saniert und neu gestaltet werden. Quelle: Tietzek
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Duderstadt

Damit können hier zum einen zwei große kommunale Vorhaben realisiert und zum anderen private Zuschussanträge für Renovierungsvorhaben bewilligt werden. Insgesamt stehen in Niedersachsen rund 100 Millionen Euro zur Verfügung, die  vom Sozialministerium auf die Städte und Gemeinden verteilt werden sollen.

Für den innerstädtischen Bereich hat die Stadterwaltung zwei Projekte im Blick, die unter dem Motto „Städtebaulicher Denkmalschutz“ zu einer Verschönerung der Kernstadt beitragen sollen. Zum einen soll die ramponierte Fachwerkfassade des Heimatmuseums komplett renoviert werden, und zum anderen geht es um eine Verschönerung der tristen Steinstraße. In diesem Bereich sind umfangreiche Tiefbaumaßnahmen notwendig.

Wie der Leiter des städtischen Baubereiches, Johannes Böning, im Tageblatt-Gespräch erläuterte, soll die Steinstraße in ihrer optischen Wirkung nach dem Vorbild der „sehr gelungenen Haberstraße“ gestaltet werden. Hinsichtlich der privaten Sanierungsvorhaben innerhalb des Stadtwalles wird es in erster Linie um verschiedene Projekte in der Westertor-, Steintor- und Obertorstraße gehen. Die Verwaltung hat speziell diesen Bereich ausgewählt, um eine deutliche Abgrenzung zu vorangegangenen Förderprogrammen zu erreichen.

Große Genugtuung

Die Aufnahme Duderstadts in das neue Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ ist von Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) mit „großer Genugtuung“ zur Kenntnis genommen worden. Insbesondere die Tatsache, dass  von den rund 550 Fachwerkhäusern in Duderstadt geschätzt 400 sanierungsbedürftig seien, mache deutlich, so Nolte, wie dringend eine Förderung privater Renovierungsvorhaben sei.

Nolte: „Für den Tag der Niedersachsen vom 13. bis 15 Juli ist dies eine phantastische Ouverture – und am Horizont könnten sich die südniedersächsischen Überlegungen in Richtung Weltkulturerbe in den nächsten Jahren eventuell doch noch konkretisieren.“ Sobald das Niedersächsische Sozialministerium die detaillierten Aufnahmebedingungen für Renovierer bekanntgegeben hat, sollen alle Eigentümer innerhalb des Walles schriftlich über das konkrete Fördergebiet und das weitere Verfahren informiert werden.

Von Sebastian Rübbert

Für Rückfragen stehen die Mitarbeiter des Fachbereiches Bauen und Umwelt, Stadthaus, Worbiser Straße 9, Petra Knöchelmann, Telefon 0 55 27/841-138 und Petra Koch, Telefon 841-147, zur Verfügung.