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Duderstadt Ära Willuhn in Duderstadt geht zu Ende
Die Region Duderstadt Ära Willuhn in Duderstadt geht zu Ende
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00:21 03.03.2019
Abschiedsfeier von Holger Willuhn (r.), Vorstandsprecher Volksbank Mitte –hier mit den Vorständen Rolf Döring (l.) und Björn Henkel (M.).
Abschiedsfeier von Holger Willuhn (r.), Vorstandsprecher Volksbank Mitte –hier mit den Vorständen Rolf Döring (l.) und Björn Henkel (M.). Quelle: Christina Hinzmann
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Zuvor hörten die Gäste der Verabschiedungsfeier für das langjährige Vorstandsmitglied viele Worte der Wertschätzung und Würdigung. Holger Willuhn tritt nach 23 Jahren bei der Volksbank Mitte am 1. März in die passive Altersteilzeit ein. Damit gehe eine Ära zu Ende, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Hartwig Magerhans. Der Name Willuhn stehe für Kontinuität und Seriosität, aber auch für Innovation und Mut für Veränderung. „Die Volksbank Mitte ist dank seiner Führung hervorragend für die Zukunft aufgestellt“, betonte Magerhans und gab sich mit Blick auf die Fusion der Volksbank Mitte eG mit der VR-Bank Werra-Meißner in diesem Jahr optimistisch, dass die neue VR-Bank Mitte schlagkräftig und leistungsfähig werde. Willuhn habe bis zum letzten Tag „alles für die Bank gegeben“ und sich für die Fusion eingesetzt.

Sechs Fusionen vorangetrieben

Überhaupt habe Willuhn in seiner Zeit im Vorstand der Volksbank Mitte seit 1996 sechs Fusionen erfolgreich vorbereitet und vorangetrieben, ließ Magerhans die Festgäste wissen. Dabei sei den Fusionspartnern stets mit viel Respekt begegnet worden. Außerdem habe sich Willuhn „immer für Duderstadt stark gemacht ohne die anderen Standorte zu vernachlässigen“. Magerhans zitierte dann die mögliche Schlagzeile der Mitgliederzeitung, wenn Willuhn im Februar 2029 dann als Rentner an alter Wirkungsstätte zu Besuch sei: „Volksbank Mitte als führende Bank in der Region gratuliert dem HSV zum Meistertitel“.

Verabschiedung des langjährigen Volksbank-Mitte-Vorstandssprechers in die passive Altersteilzeit mit vielen guten Wünschen und reichlich Lob für die geleistete Arbeit.

Marco Schulz vom Vorstand des Genossenschaftsverbandes erteilte Willuhn in seiner launigen Laudatio einen „uneingeschränkten Bestätigungsvermerk“ und spielte damit auf seine Besuche als Wirtschaftsprüfer und Revisor in Duderstadt an. Dabei habe er den Vorstandssprecher als „hochkompetenten“ Menschen kennengelernt, „der Ahnung von der Materie“ gehabt habe. Willuhns Wirken in der Genossenschaftswelt habe deutliche und sehr positive Spuren hinterlassen, sagte Schulz. Vorausschauend die Bank weiterzuentwickeln und die Herausforderungen zu meistern, das sei Willuhn den Worten von Schulz zufolge gelungen. Niedrigzinsphase, demografischer Wandel, Fachkräftemangel waren Stichworte, die Schulz ansprach.

Goldene Ehrennadel des Verbands

„Eine starke Bank hat auch einen starken Aufsichtsrat“, sagte Schulz. In der Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat habe Willuhn nie den leichten Weg genommen. Am Ende habe er eine starke Bank geformt, bescheinigte Schulz Willuhn. Schließlich nannte er den Einsatz Willuhns in den verschiedenen Gremien des genossenschaftlichen Verbands und überreichte Willuhn am Ende die höchste Auszeichnung des Verbandes – die goldene Ehrennadel – für dessen Engagement und Leistung.

Mit Anekdoten und Überraschungen bereicherten namens der Kollegen die Vorstände Rolf Döring und Björn Henkel die Abschiedsfeier und zeichneten auch ein sehr menschliches Bild von ihrem früheren Vorstandskollegen. Mit einem kurzen Film samt vieler Fotos aus Willuhns Zeit bei der Volksbank in Duderstadt sagten sie „Danke für eine besonders gute, professionelle und produktive Zusammenarbeit“. Henkel hob das Vertrauen hervor, dass Willuhn ihm entgegengebracht habe. Dörings Worten zufolge verkörpere Willuhn einen „ehrbaren hanseatischen Kaufmann par excellence“, für den das Motto „sage, was du tust und tue, was du sagst“ gegolten habe. Und so habe Willuhn auch Beschlüsse, die einmal gefasst wurden, nach außen vertreten, auch wenn er selbst anderer Meinung war.

Schnell einigen

Angesprochen wurde von Henkel auch „der eine oder andere Flurschaden von anderen Fusionsprojekten“. Willuhn habe bei den sechs Fusionen der Volksbank Mitte stets betont, dass diese nicht so leicht seien, wie alle glaubten. Name, Sitz, Vorstand, übertagende Bank und Aufsichtsrat – das seien die von Willuhn genannten wichtigsten Punkte, über die man sich schnell einigen müsse.

Willuhn selbst hielt eine Rückschau auf seine Zeit als Banker und freute sich auf den neuen Lebensabschnitt. Nach seinen zu Beginn seiner Karriere gesteckten beruflichen Zielen verlasse er die Volksbank Mitte „freiwillig und selbstbestimmt“ nach einem „erfüllten, facettenreichen Berufsleben“ sowie „erhobenen Hauptes“. Dann bat Willuhn den Aufsichtsratsvorsitzenden Magernhans zu sich, und übergab ihm offiziell und vor Zeugen den Generalschlüssel des Volksbankgebäudes in Duderstadt. „Für mich war’s das“, sagte Willuhn und bat die Gäste der Abschiedsfeier zum Büfett.

Der Artikel wurde aktualisiert.

Von Britta Eichner-Ramm

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